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Direktorin des Klinikums Ingolstadt in europäischer Fachgesellschaft

Die Direktorin der Neurochirurgischen Klinik des Klinikums Ingolstadt, Priv.-Doz. Dr. Terttu A. Pietilä, ist jetzt Mitglied einer europäischen Fachgesellschaft. (Foto: Klinikum Ingolstadt)

Die internationale Vernetzung spielt in der Medizin eine immer wichtigere Rolle. Auf internationaler Ebene findet ein intensiver Austausch in medizinischen Fragen statt. Gemeinsam werden neueste Entwicklungen begleitet, Erfahrungen ausgetauscht, Forschungs- und Entwicklungsprojekte gefördert, Qualifizierungsmaßnahmen durchgeführt und die Nachwuchsförderung vorangetrieben. Die Medizin ist – trotz unterschiedlicher Gesundheitssysteme und nationaler Qualitätsunterschiede in der Versorgung – auf dem Weg zu einer internationalen Angleichung und der Schaffung von gemeinsamen Qualitätsstandards.

Auch das Klinikum Ingolstadt ist in vielen Fachbereichen an internationalen Studien beteiligt und in die nationalen und internationalen Fachgesellschaften eingebunden. Besonders intensiv ist das in Zukunft in der Neurochirurgischen Klinik der Fall: Deren Direktorin Privatdozentin Dr. Terttu A. Pietilä ist in diesem Jahr als eine Repräsentantin der europäischen Neurochirurgen in das Executive Committee der Europäischen Neurochirurgischen Gesellschaft, der European Association of Neurosurgical Societies (EANS), gewählt worden. Sie vertritt nun als eine von mehreren Delegierten die Mitglieder der verschiedenen Landesgesellschaften in dem Leitungsgremium der europäischen Dachgesellschaft, in der die nationalen und regionalen neurochirurgischen Fachgesellschaften organisiert sind.

„Ich war sehr überrascht und wusste vorher nichts von der Wahl“, erzählt Terttu Pietilä und schüttelt immer noch leicht mit dem Kopf, wenn sie von der Tagung in Glasgow erzählt. „Aber ich habe mich sehr gefreut, und zwar auch deshalb, weil ich finde, dass wir in Ingolstadt ein sehr gutes Klinikum haben und dadurch noch ein wenig mehr auf der europäischen Landkarte der Medizin auftauchen.“ Sie habe schon einige Besuchsanfragen bekommen, so die Direktorin. „Ärzte aus verschiedenen Ländern sind sehr interessiert und überrascht von der Leistungsfähigkeit der Abteilungen, der Ausstattung und den Möglichkeiten, die wir hier am Klinikum haben.“

Die internationale Verbandsarbeit ist für die finnische Neurochirurgin kein Neuland: Sie war bereits in der Skandinavischen Neurochirurgischen Gesellschaft tätig. 2004 kam sie nach ihrer Tätigkeit als Oberärztin an der Berliner Charité ans Klinikum, wo sie seither die neurochirurgische Klinik leitet. Seit ihrer Wahl zur Delegierten auf der internationalen Tagung in Glasgow Anfang September ist sie nun in verantwortungsvoller Position auf internationaler Ebene tätig und vertritt für vier Jahre im Executive Committee die Interessen von Tausenden von Mitgliedern aus dem Bereich der Neurochirurgie. Das Executive Committee ist das Leitungsgremium der Europäischen Neurochirurgischen Fachgesellschaft. Ihm sind verschiedene andere Gremien zugeordnet, darunter verschiedene Ausschüsse und das Administrative Committee, das sich um die Umsetzung der Beschlüsse kümmert.

Aber damit nicht genug: Terttu Pietilä repräsentiert ihre neurochirurgischen Kollegen und das Klinikum Ingolstadt inzwischen nicht nur im europäischen Raum, sondern auch weltweit. Denn sie wurde zudem zu einer von zwei Delegierten als Vertreterin der europäischen Neurochirurgen in das Executive Committee der World Federation of Neurosurgical Societies (WFNS), der weltweiten Vereinigung der Neurochirurgen, bestimmt. Darin sind alle neurochirurgischen Ärzteorganisationen vertreten – von A wie Afghanistan bis V wie Vietnam.

Als Vertreterin der EANS nahm sie Ende November bereits an dem großen WFNS-„Interim Meeting“ im japanischen Nagoya teil. In der weltumspannenden Dachgesellschaft WFNS werden alle wichtigen Themen des medizinischen Fachbereichs auf globaler Ebene thematisiert und diskutiert. Gemeinsam werden medizinische Fortschritte verfolgt und bilanziert, Beschlüsse gefasst, Forschungsergebnisse besprochen und unterstützt. Außerdem wird die medizinische Entwicklung in den weniger weit entwickelten Ländern durch eine Art „neurochirurgische Entwicklungshilfe“ gefördert. Besonders wichtig sind die Investitionen und die Unterstützung internationaler neurochirurgischer Forschungsprojekte. Zudem werden einheitliche Richtlinien und internationale Standards festgelegt, nach denen sich die einzelnen Landesgesellschaften richten und ihre Patienten behandeln sollen. Ziel ist es dabei vor allem, die Qualität der Behandlung weltweit zu verbessern.

Das gilt auch und besonders für die Nachwuchsförderung und Qualifikation von Fachärzten. Die Ausbildung der Ärzte soll durch eine einheitlich hohe Qualifikation verbessert werden. Aus diesem Grund gibt es neben Förderungen für Ausbildungsprogramme auch einheitliche Ausbildungsrichtlinien und den Titel „Europäischer Facharzt“, der als international anerkannter Titel immer mehr an Bedeutung gewinnt. „Wir bewegen uns dahin, dass die meisten Neurochirurgen in Zukunft diesen Titel führen werden“, prognostiziert Terttu Pietilä, die selbst wie viele andere ihrer Kollegen am Klinikum europäische Fachärztin ist.

Ihre neuen Aufgaben in den internationalen Gesellschaften sieht sie als einen Beleg für die internationale Ausrichtung und das Renommee, das das Klinikum inzwischen genießt. Terttu A. Pietilä begrüßt die internationale Vernetzung und freut sich auf den Austausch mit Kollegen aus der ganzen Welt. Bei aller Liebe zur internationalen Verbandsarbeit aber ist sie nach jeder Tagung erst einmal froh, wieder in ihre Klinik zurückzukehren. Schließlich will die gebürtige Finnin vor allem das tun, was sie besonders gut kann: Nämlich ihre Patienten bestmöglich behandeln und heilen – und zwar mit finnischer Gelassenheit, deutscher Gründlichkeit und nach internationalen Standard
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