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AbendVisite auf INTV

„Die Kooperation zwischen dem Klinikum Ingolstadt und der Klinik Dr. Reiser bedeutet eine Optimierung der medizinischen Versorgung und ist somit ein weiteres wichtiges Glied in der vielfältigen Kooperationskette des Klinikums Ingolstadt“, betonte Oberbürgermeister Dr. Alfred Lehmann im Interview mit INTV-Geschäftsführer Michael Klarner. Die AbendVisite im November beschäftigte sich dieses Mal mit der Zusammenarbeit der beiden Ingolstädter Kliniken.

Beide Geschäftsführer hoben hervor, von der Idee einer Kooperation sofort begeistert gewesen zu sein: Seit Dezember 2007 stellt die Klinik Dr. Reiser dem Klinikum Ingolstadt 20 Betten und Räumlichkeiten für sechs Schlafplätze zur Verfügung. In der Station werden planbare chirurgische Eingriffe des Klinikums vorgenommen, ohne dass ein Partner an Eigenständigkeit verliere, wie beide Parteien unterstrichen. Laut Fastenmeier bedeute die Kooperation einen medizinischen Kompetenzgewinn, da man nun im Klinikum mehr Zeit und Platz für spezialisierte, komplizierte Fälle aufweisen könne. „Dabei liegt die Entscheidungsfreiheit natürlich immer noch beim Patienten. Mancher wird die Klinik Dr. Reiser, die mehr im Süden liegt, bevorzugen, weil zum Beispiel der Anfahrtsweg für Angehörige kürzer ist“, erklärt Fastenmeier. Die medizinische Versorgung und Nachbehandlung wird generell durch Mitarbeiter des Klinikums Ingolstadt ausgeführt. „Die meisten Gerätschaften haben wir vor Ort“, so Dr. Reiser, „oder sie werden von den Ärzten des Klinikums mitgebracht.“ Ob nun die Ärzte mit ihrem Köfferchen bewaffnet zwischen Krumenauer- und Münchener Straße pendeln werden, wollte Klarner wissen. „Wie die Kooperation in der Praxis aussieht, wird sich noch zeigen“, so die Antwort von Prof. Dr. Stefan B. Hosch, Direktor der Chirurgischen Klinik I. Patienten mit planbaren Operationen können sich in jedem Fall mehr als vorher auf ihren Operationstermin verlassen, da kein Notfall den zeitlichen Ablauf behindern kann. „Vor allem Eingriffe an den inneren Organen, Bauchwandoperationen oder Entfernungen von Weichteilgeschwülsten können wir in der Reiser-Klinik optimal durchführen“, so Prof. Dr. Hosch weiter. Auch Priv.-Doz. Dr. Michael Wenzel, Direktor der Chirurgischen Klinik II, ist von den Vorteilen der Kooperation überzeugt: „Eingriffe der Wiederherstellungschirurgie als Folge eines Unfalls sind keine spontanen Notfall-Operationen, sondern werden von langer Hand geplant. Diese Patienten sind in der Klinik Dr. Reiser bestens aufgehoben, während Patienten der Akuttraumatologie weiterhin im Klinikum Ingolstadt notfallmäßig behandelt werden.“ Aus dem Arbeitsbereich von Dr. Volker Ruppert, Direktor der Chirurgischen Klinik III, werden vor allem gefäßchirurgische Eingriffe in der Reiser-Klinik vorgenommen. „Wer zum Beispiel an der so genannten Schaufensterkrankheit leidet, einer Durchblutungsstörung, die Schmerzen beim Gehen verursacht, muss nicht als Notfall ins Klinikum Ingolstadt gebracht werden. Eine derartige Operation zur Gefäßerweiterung ist vorherzusehen und damit sehr gut bei unserem neuen Kooperationspartner durchzuführen.“ Eine ambulante Versorgung der Patienten durch die Ärzte des Klinikums Ingolstadt innerhalb der Reiser-Klinik ist nicht vorgesehen. „Zunächst werden wir stationäre Patienten behandeln“, so Dr. Ruppert weiter. Die Freude über die Zusammenarbeit ist auf beiden Seiten groß. Chirurgische Patienten, deren OP oftmals aufgrund eines Notfalls verschoben werden musste, können jetzt mit einer termingerechten Operation durch das Klinikum Ingolstadt in den Räumen der Reiser-Klinik rechnen.
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