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Peiner mit starken Leistungen bei der Landesmeisterschaft

6 Spieler des Peiner Schachvereins gingen bei der diesjährigen Niedersächsischen Landesmeisterschaft in Verden an den Start und überzeugten mit unerwartet guten Leistungen.

Bei jeweils 7 Runden stand eine Bedenkzeit von 90 Minuten für 40 Züge zur Verfügung, anschließend 30 Minuten für den Rest der Partie. Zusätzlich erhielt jeder Spieler pro Zug 30 Sekunden zu seiner Bedenkzeit hinzugefügt, so dass der Verlust einer an sich gewonnenen Partie durch Zeitüberschreitung praktisch unmöglich war.
Für das spielstarke Meisterturnier hatten sich Christoph Helmer und Jürgen Garbuszus jeweils einen der 18 Startplätze gesichert. Garbuszus wurde aufgrund seiner im Vergleich zu den anderen Spielern schlechteren Wertungszahl (DWZ) von 1969 nur auf Rang 17 gesetzt. Gemäß Wahrscheinlichkeitsrechnung anhand der DWZ wären für ihn nur 1,59 Punkte zu erwarten gewesen. Gegen einen deutlich höheren DWZ-Durchschnitt von 2187 gewann er aber sogar 2 seiner 7 Partien und erkämpfte sich mit starken 3,5 Punkten Platz 9 hinter dem punktgleichen Bezirksmeister Matthias Tonndorf (Caissa Wolfenbüttel), jedoch vor dem an 3 gesetzten Fidemeister (FM) Bernd Laubsch (DWZ 2269, ELO 2309) vom Post SV Uelzen. Garbuszus gewann dabei auch sensationell gegen den an 4 gesetzten Alexander Izrailev (DWZ 2254) von Hannover 96, der danach vorzeitig das Turnier beendete.
Christoph Helmer, mit DWZ 2088 an 15 gesetzt, spielte gegen einen noch stärkeren Gegnerschnitt von 2192 gleich 5 mal Remis, rechnerisch erwartete Punkte waren für ihn 2,51. Seine einzige Niederlage kassierte er wie Garbuszus gegen den späteren Vizemeister Kai Renner, siegte jedoch gegen Enno Eschholz (DWZ 2174) und übertraf mit 3,5 Punkten und Platz 12 ebenfalls die Erwartungen. Landesmeister wurde Sebastian Plischki (DWZ 2362) mit 5,5 Punkten vom SV Bückeburg.
Das qualifikationsfreie „Open“ wurde erstmals in A- und B-Gruppe aufgeteilt. Die A-Gruppe war offen für alle Spieler mit einer DWZ oder ELO-Wertung größer als 1600, die B-Gruppe für Spieler mit DWZ/ELO bis 1700. Im A-Open holte Alexander Belakhin mit 4 Punkten einen Punkt mehr, als rechnerisch zu erwarten war und belegte am Ende Platz 28 unter den 98 Teilnehmern. Mit 7 Punkten gewann dieses Turnier unangefochten der an 4 gesetzte Fabian Stotyn (ELO 2102, DWZ 2075) vom SK Nordhorn-Blanke.
Im B-Open gingen mit Michael Kienel sowie den beiden Jugendlichen Konstantin Diderle und Artur Kück 3 Peiner Vertreter an den Start. Kienel erkämpfte sich statt der erwarteten 3,58 Punkte stolze 5 und kam so auf Platz 11 unter 87 Teilnehmern. Artur Kück holte statt erwarteter 2,82 Punkte 3,5 und belegte am Ende Rang 49. Konstantin Diderle kam bei seinem ersten großen Turnier gegen einen fast 250 DWZ-Punkte besseren Gegnerschnitt auf 2,5 Punkte (erwartet 1,73) und wurde 69. Dieses Turnier gewann mit 6 Punkten der vereinlose Jörg von Münchhausen vor dem punktgleichen Michael Hoppe Hagener SV.
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