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Alte Kaiserstadt Goslar

Goslar ist eine 1000jährige Kaiser- und Reichsstadt.

Hier wurde Heinrich II. im Jahre 1014 zum Kaiser gekrönt. Die Kaiser besaßen damals keine Hauptstadt, sie hielten ihre Reichstage auf burgenartigen Residenzen ab, von denen die Goslarer Kaiserpfalz des Kaiser Heinrich III. liebstes Kind war.
Unter ihm, der mindestens fünfzehnmal zwischen seinen Zügen und Heerfahrten in Goslar weilte, erreichte Goslar ihren größten Glanz.

Um 1500 war Goslar eine der größten Städte im Norden Europas.
Der seit 1450 Gewinn bringende Bergbau im Rammelsberg, hatte Münzen in die Kassen der Stadt und Bürger fließen lassen. Damit konnten damals viele Neu- und Umbauten vorgenommen werden.

Wenn man den wunderschönen, stahlenförmigen ausgepflasterten Marktplatz überquert, spürt man den Flügelschlag der Geschichte, sieht man den plätschernden Marktbrunnen mit dem goldenen Kaiseradler. Aus der gleichen Zeit, in der in Goslar das Evangeliar entstand, stammt auch der Brunnen mit dem vergoldeten Adler.

Ein Wahrzeichen der Hohenstaufen Kaiser, seit Friedrich I. (Barbarossa), war außerdem der schwarze Adler auf gelbem Grund , das kaiserliche Wappenbild.
Vermutlich stand der Marktbrunnen einst im Pfalzbezirk , nach Ende der Kaiserzeit holten ihn die Bürger als Rechtssymbol auf den Marktplatz. Der bronzene Brunnen ist ein Meisterwerk der Glockengießer im 12. Jahrhundert , ursprünglich erhielt er das Wasser durch eine Bleileitung aus einer Quelle am Rammelsberg.
Der Adler, als Bekrönung des Brunnen, durfte mit der Verleihung des Heerschildsrecht (1340) , die Stadt Goslar im Wappen führen.

Die große Zeit des Bürgertums begann in Goslar nach dem letzten Königsbesuch im Jahre 1523. In der mittelalterlichen Großstadt regierten dann ein aus Vertreter Patriziats und der Gilden zusammen gesetzter Rat. Als Folge der Armutsperiode - der Rammelsberg ging an die Braunschweiger Herzöge - nach 1552, blieb das alte Stadtbild Goslars weitgehend von entstellenden Veränderungen verschont. Heute haben mehr als 1000 Bauten Denkmalswert.

Die Reste der mittelalterlichen Befestigungsanlagen, das gotische Rathaus, der Markt und die Gildehäuser bilden zusammen mit vielen erbauten Bürgerhäuser das malerische Gesicht dieser alten Stadt.
Es ist aber kein Museumsgepräge entstanden, denn die alten Häuser werden bewohnt und genutzt.

So ist heute das Straßenbild Goslars Vergangenheit , und lebendige Gegenwart zugleich.
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6 Kommentare
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Claudia L. aus Knüllwald | 31.03.2012 | 16:58  
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Adalbert Birkhofer aus Königsbrunn | 31.03.2012 | 17:10  
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ADOLF Stephan aus Peine | 31.03.2012 | 17:20  
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Erika Bf aus Neusäß | 31.03.2012 | 19:28  
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Ingeborg Behne aus Barsinghausen | 31.03.2012 | 22:06  
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