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Wie sieht unser kirchliches Leben für unsere Gäste aus Tansania aus?

In entspannter Athmosphäre wurde über Eindrücke und Einschätzungen aus dem Kirchenkreis Laatzen-Springe gesprochen. Von links: Pastor Nkya, dann Frau Meusel, Frau Bartomayo Lema, Frau Humberg, die für die Gäste übersetzte, Superintendent Brandes, Herr Kre
„Sie, lieber Bruder Kamarara, haben uns gesagt, sie würden unsere Ratschläge für Ihren Kirchenkreis in Tansania gerne annehmen. Jetzt haben Sie, liebe Gäste, vieles in unserem Kirchenkreis Laatzen-Springe kennenlernen können. Was würden Sie uns als Geschwister im Glauben raten?“ fragte Superintendent Brandes.

Am vergangenen Mittwoch, dem 06. Juni 2008, trafen sich unsere tansanischen Gäste und ihre Gastgeber mit Superintendent Brandes und Vertretern des Kirchenkreises in der Superintendentur in Pattensen.
Superintendent Brandes begrüßte die Gäste als „Ökumenische Visitatoren“ und bat -- wie bei einer Visitation üblich – um eine Einschätzung der aktuellen Situation des Kirchenkreises.
Es entstand ein langes und intensives Gespräch, in dem sich unsere Gäste sehr beeindruckt von der technischen Entwicklung auf dem Lande, den Schulen und den Kirchengebäuden und den Kirchengemeinden zeigten. Aber sie hatten bei allem, was ihnen gezeigt wurde, genau zugehört und hingesehen. Und so gab es auch bedenkenswerte Anregungen.
Die wichtigsten Aussagen unserer Gäste wurden von den Vertretern unseres Kirchenkreises geteilt. Sie sagten uns:
Die Pastoren müssten näher bei den Menschen ihrer Gemeinden sein können und deshalb von der Verwaltung und von den vielen strukturellen Belastungen entlastet werden, die ihnen jetzt auferlegt sind.
Das geistliche Leben, gemeinsames Gebet, gemeinsamer Gesang, Gespräche über den eigenen Glauben, würden unter den Gemeindegliedern zu wenig gepflegt. Die Menschen suchten nach Glaube und Hoffnung und könnten es doch nicht aussprechen, weil sie es nicht geübt haben, selber davon zu sprechen. Vielleicht sind einfache Gemeindeglieder auch zu sehr daran gewöhnt, in den Dingen und Fragen des Glaubens versorgt zu werden und zu wenig daran gewöhnt, sich selber damit zu beschäftigen.
Die Kirche, sowohl in Tansania, wie auch hier, ist mehr auf Bewahrung des Erreichten ausgerichtet und steht in der Gefahr, den Kontakt zur Jugend und damit zur Zukunft zu verlieren. Deutlichstes Bild dafür ist die normale Gottesdienstgemeinde, die überwiegend aus älteren Menschen besteht.
Aber – fügten die Gäste dann auch hinzu – es gäbe viele sehr gute Ansätze, die Kirche voran zu bringen. Und da die Flamme unseres Glaubens ansteckend sei, sei es ja auch gut und richtig, sich gegenseitig, von Laatzen-Springe nach Wotta und von Wotta nach Laatzen-Springe zu helfen, ansteckend von unserem Glauben zu reden. Es bewegt die Menschen, von ihren fernen Brüdern und Schwestern im Glauben zu erfahren, in Wotta genauso, wie hier in Laatzen-Springe.

Uwe Büttner
Öffentlichkeitsbeauftragter im Kirchenkreis Laatzen-Springe
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