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Barockgitarre trifft Flamencogitarre

Wann? 25.06.2017 18:00 Uhr

Wo? An der Kirche, In der Welle, 31832 Springe Gestorf DE
Bernward Jaime Rudolph
 
Bernward Jaime Rudolph
Springe Gestorf: An der Kirche |

Bernward Jaime Rudolph,
Barockgitarre und Flamencogitarre


SONNTAG, 25. JUNI 2017, 18 UHR
EV. KIRCHE SPRINGE-GESTORF
IN DER WELLE
EINTRITT FREI

Auf dem Programm stehen Werke von Santiago de Murcia

(1685-1732) und Gaspar Sanz (1640-1710) sowie Eigenkompositionen im Stile des Flamenco Nuevo. Die Kompositionen von Murcia und Sanz sind trotz ihrer ansprechenden Qualität als Spielvorschläge barocker spanischer Gitarrenmusik zu verstehen, die zu Variationen und Improvisationen einladen. Rudolph spielt auf der 9-saitige Barockgitarre und auf der modernen Flamencogitarre.

Jaime Bernward Rudolph

ist seit seinem achten Lebensjahr mit der Gitarre eng verbunden. Angefangen bei seinem Patenonkel Jaime Giné studierte er schließlich Konzertgitarre bei Axel Wolf an der Musikhochschule Hannover. Für den Flamenco zog er für zwei Jahre nach Sevilla und Madrid und lernte dort bei Paco de la Isla und Oskar Luis Herrero Flamencogitarre. 1997 veröffentlichte er seine erste Solo-CD ”Zafiro“. Im gleichen Jahr entdeckte Jaime Rudolph für sich die Barockgitarre mit ihren vielen Möglichkeiten, alte und neue Musik auf harmonische Weise zu verbinden. 1999 und 2000 Tournee in Mexico mit dem Ensemble UCS, mit dem sich eine jahrelange Zusammenarbeit in unterschiedlichen Projekten anschloss. 2004 erscheint die CD ”Cana Rios“, auf der Rudolph Barockmusik mit modernem Flamenco vermischt. 2005 die CD ”Fiesta Española“ zusammen mit der spanischen Sopranistin Mercedes Hernández, der Flamencosängerin Elva la Guardia und dem Ensemble UCS. 2011 Veröffentlichung der CD „Innavación“ mit sefardischer Musik. Neben reger Konzerttätigkeit u.a. mit Maria Rosa, Carmen Fernández, Thomas Hickstein und José Parrondo ist Jaime Rudolph als privater Gitarrenlehrer in Wennigsen tätig.

Das Wort „baroque“

, das in seiner ursprünglichen Bedeutung soviel heißt wie schiefrund gleich einer Perlenmuschel, aus der Form geraten ist Sinnbild für den Habitus der Zeit von 1600-1750.
In allen Künsten setzten sich neue Kräfte durch, sich den Emotionen hemmungslos hinzugeben – eine Folge des wankenden Weltbildes, das u. a. durch die Erfindung des Mikroskops und des Fernrohres zustande kam. Man begriff, dass der Winzigkeit und der Riesenhaftigkeit keine Grenzen gesetzt waren, dass die Welt unermesslich war und die Erde nicht ihr Zentrum, sondern nur einer von unzähligen Planeten im All.
Das Neue der Musik des Barock ist allgemein die Zunahme der sinnlichen Wirkung von Musik, die Bildung von Kontrasten, Spannungen und Steigerungen.
Über den Ursprung des Flamenco hingegen gibt es viele Legenden, die ihre Wurzeln in den Gegenströmungen von byzantinischen, mozarabischen und jüdischen Einflüssen haben. Diese verschiedenen Gemeinschaften haben in Andalusien eine Form des populären Gesangs geschaffen, der den Gebrauch pentatonischer Tonleitern, kontinuierlicher Modulation und Homophonie charakterisiert wird. Der ”cante flamenco“ war geboren – eine geheimnisvolle und magische Synthese aus Ost und West, in der die Indo-Europäer genauso eine Rolle spielen wie die Vorfahren der Zigeuner.

Mitte des 19. Jhdts. tauchte die Flamencogitarre

als Begleitinstrument für den Flamencogesang auf. Sie entwickelte sich im 20. Jhdt. als Soloinstrument weiter, wobei die Gesangs- und Tanzbegleitung immer eine wichtige Rolle der Inspiration blieb.
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