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Zur förderpädagogischen Schullandschaft im Landkreis Osterode und zur derzeit geplanten Auflösung der Lutterbergschule

Bad Lauterberg (GEW). Am 5. Februar 2013 ist der Plan der Kreisverwaltung, die Schließung der Lutterbergschule, Förderschule mit dem Schwerpunkt Lernen in Bad Lauterberg festzulegen, vom Schulausschuss des Kreistags abgelehnt worden.
Der Schulausschuss hatte sich verschiedenen Argumenten der Elternschaft, des Schulleiters sowie des Personals der Lutterbergschule geöffnet und sie überwiegend als überzeugend befunden.

Die Vorlage der Kreisverwaltung wurde vom zuständigen Fachausschuss abgelehnt. Statt dessen wurde festgestellt, dass die zukünftige Arbeit der Sonderpädagogischen Förderzentren (derzeit Wartbergschule Osterode und Lutterbergschule Bad Lauterberg) von der Schulabteilung der Kreisverwaltung gemeinsam mit den förderpädagogischen Fachleuten, also mit den beiden Schulleitern und Vertretern der Kollegien, vor dem Hintergrund der Inklusion jetzt planvoll anzugehen sei und dass ein Ergebnis dieses sachkundig geführten Planungsprozesses gegebenenfalls eine Schließung des Schulstandorts Lutterbergschule frühestens zum Ende des Schuljahrs 2013/2014 sein könne.

Über die Beschlusslage des Schulausschusses haben sich der nichtöffentlich tagende Kreisausschuss und in der Folge der Kreistag in seiner Sitzung am 18. Februar 2013 hinweggesetzt. Es wurde die Aufhebung des Schulstandorts Lutterbergschule zum Ende des Schuljahrs 2013/2014 (ohne den Zusatz „frühestens“) beschlossen.

Der Kreisverband Osterode der Bildungsgewerkschaft GEW kritisiert dieses Vorgehen scharf und fordert den Kreistag und die Kreisverwaltung auf, sich die Beurteilung der Sachlage, die der Schulausschuss vorgenommen hat, zu Eigen zu machen. Damit ist eine ergebnisoffene planvolle Gestaltung der förderpädagogischen Zukunft im Landkreis Osterode am Harz zu ermöglichen, ohne schon im Vorfeld mögliche Gestaltungswege durch vorschnelle Festlegungen in Standortfragen zu verschließen.

Pressemeldung vom 1.3.2013
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