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Bürgerinitiative „Für Osterode“ kritisiert die Analyse – nächstes Treffen am 26. April 2012

Osterode am Harz: Stadthalle | Kreis Osterode (kip) Die Bürgerinitiative „Für Osterode“ kritisiert die vom Regionalverband
Südniedersachsen vorgelegte Verflechtungsanalyse der Landkreise.
„Abgesehen davon, dass kein unparteiischer Gutachter die Unterlagen
erstellt hat, ist inhaltlich nur eine zahlenmäßige Bestandsaufnahme
erfolgt, ohne genau zu analysieren, wie gut oder schlecht die beschriebene
Zusammenarbeit funktioniert und welche Einspareffekte sie erzeugt“, sagt
Dr. Grammel von der Bürgerinitiative.

Er betont: „Man muss die Frage stellen, ob der Landkreis Osterode heute in
derselben problematischen Situation wäre, wenn wir schon früher über eine
intensivere Kooperation mit dem Landkreis Goslar nachgedacht hätten“, und
bedauert, dass nicht zielführende Kriterien wie die Zugehörigkeit zu
Polizeidirektionen aufgenommen worden seien: „Kein Polizeiwagen im Einsatz
bremst an irgendeiner Landkreisgrenze, um die Verfolgung abzubrechen.“

„Die in der Verflechtungsanalyse beschriebenen zahlreichen Verbindungen
nach Northeim und Göttingen haben nicht dazu beigetragen, die problematische
Entwicklung der Finanz- und Demographiesituation im Landkreis zu stoppen“,
ergänzt Jon Döring, „eine strategisch sinnvolle Zukunftsausrichtung des
Landkreises ist verschlafen worden. Die Bürgerinitiative hat nachgewiesen,
dass uns vor allem die Stärkung der Gründungsdynamik, die Sicherung der
beruflichen Bildung und ein stärkerer Fokus auf den Tourismus zukunftsfähig
positionieren“.

Dies gelinge nur bei einer Fusion mit Goslar. Dass diese nun an bestehenden
Verflechtungen scheitern solle, mache keinen Sinn, vielmehr gehöre jede
bisherige landkreisübergreifende Zusammenarbeit hinsichtlich ihrer
wirtschaftlichen Schlagkraft auf den Prüfstand – und dies neutral in alle
Richtungen. Ein Fortführen einzelner, eventuell gut funktionierender
Kooperationen in Richtung Süden könnte auch bei einer Fusion mit Goslar
überdacht werden und sei keinesfalls ausgeschlossen, so Grammel.

Das Bürgerbegehren der Bürgerinitiative „Für Osterode“ wird wie
geplant am 20.04.2012 beim Landkreis angemeldet, in der darauffolgenden Woche
beginnt die Unterschriftensammlung, an der sich auch Gewerbetreibende im
Landkreis beteiligen. Die teilnehmenden Geschäfte werden mit einem Aushang
gekennzeichnet und auf der Homepage der Bürgerinitiative veröffentlicht.
Jeder Interessierte ist zum nächsten Treffen der Bürgerinitiative am
Donnerstag, 26. April 2012 um 19 Uhr im Da Capo in Osterode, Restaurant neben der Stadthalle, willkommen.
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