Bäcker im Kreis Osterode am Harz backen keine kleinen Brötchen mehr

Osterode: Kornmarkt | Bäcker im Kreis Osterode am Harz backen keine kleinen Brötchen mehr

Kreis Osterode (ein/kip) NGG Süd-Ost-Niedersachsen teilt mit: Lohn-Plus für Bäckerei-Beschäftigte nach langer Null-Runde. Backen keine kleinen Brötchen mehr: Die Bäcker im Kreis Osterode am Harz bekommen mehr Geld. Ab August gibt es für die Beschäftigten in Bäckereien ein kräftiges Lohn-Plus. Das hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) Süd-Ost-Niedersachsen mitgeteilt. „Ein Geselle mit Berufserfahrung hat dann am Monatsende rund 110 Euro brutto mehr in der Lohntüte. Die Verkäuferin, die schon seit Jahren hinter der Ladentheke steht, geht mit rund 92 Euro mehr nach Hause. Für beide ist dies ein Plus von 5,9 Prozent“, sagt Katja Derer.

Die Gewerkschaftssekretärin der NGG-Region Süd-Ost-Niedersachsen spricht von einem „gewaltigen Erfolg“, den die Gewerkschaft nach zähen Verhandlungen in dieser Woche am Tariftisch erreicht habe. Einen weiteren Lohnzuschlag gebe es im Sommer des nächsten Jahres. Dann steige der Lohn für Beschäftigte, die schon länger in Bäckereien arbeiten, in einer zweiten Stufe nochmals um 4 Prozent. „Bäcker und Verkäuferinnen im Kreis Osterode am Harz haben allerdings auch einen enormen Nachholbedarf“, so Katja Derer. Im Bäckereihandwerk Niedersachsen/Bremen seien acht Jahre lang ‚Tarif-Windbeutel’ gebacken worden. Umso mehr sei der jetzt erzielte Tarifabschluss als Erfolg zu werten.

Vom Verhandlungserfolg der NGG profitierten auch die Mini-Jobber in Bäckereien. „Wer Teilzeit arbeitet, bekommt den vollen Tarif-Stundenlohn. Gerade viele Frauen, die im Laden oder in Filialen das Brot verkaufen, schneiden dadurch wesentlich besser ab“, sagt Katja Derer. Selbst eine junge Fachverkäuferin im Kreis Osterode am Harz müsse künftig mindestens 9,16 Euro pro Stunde verdienen.
Kneten für mehr Knete: Die Bäcker bekommen 5,9 Prozent mehr Geld. Das gleiche Lohn-Plus gibt es auch für Verkäuferinnen in den heimischen Bäckereien. Darauf hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) Süd-Ost-Niedersachsen hingewiesen.
Foto: NGG
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