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Neue Stadt "Oranienbaum-Wörlitz"

Pagode mit Eiskeller
Oranienbaum: Schloss | Mit dem Sylvesterfeuerwerk wurde pünktlich zum Jahreswechsel eine weitere Doppelstadt, auch "Bindestrich-Stadt" genannt, geboren. Unter dem Druck der Politik entstand das neue Konstrukt "Oranienbaum-Wörlitz".

Beide Städte gehörten bisher schon mit ihren Schlössern und Parkanlagen zum Dessau-Wörlitzer Gartenreich, so dass der kulturelle Zusammenhalt der Menschen erhalten bleibt.

Aus diesem Anlass soll hier ein Blick auf Schloss und Park Oranienbaum geworfen werden. Die Aufnahmen entstanden bereits im Oktober 2010.

Schloss und Park Oranienbaum sind ein frühes und bedeutendes Barockensemble niederländischer Prägung. Es entstand Ende des 17. Jahrhunderts im Auftrag der Gemahlin des Fürsten Johann Georg II. von Anhalt-Dessau, Henriette Catharina von Nassau-Oranien (1637 bis 1708).

Der Oranierin, deren Heimatland zu dieser Zeit eine wirtschaftliche und kulturelle Blüte erlebte, verdankt das Fürstentum Anhalt-Dessau wichtige Impulse für Wirtschaft und Kultur.

Das 1683 bis 1700 errichtete und später erweiterte Schloss wird zurzeit einer grundlegenden Restaurierung unterzogen. Trotzdem kann der Besucher bereits jetzt einige der Räume besichtigen. Freigelegte Wandmalereien, Stuckdecken und Teile der Originalausstattung vermitteln einen Eindruck von der ehemaligen barocken Pracht. Neben dem vollständig mit niederländischen Fliesen ausgekleideten Sommerspeisesaal und einem dem Chinesischen nachempfundenen Raumensembles aus der Fürst-Franz-Zeit ist auch ein Blick auf die laufenden Restaurierungsarbeiten des Ledertapetensaales möglich. In einer Ausstellung wird ausführlich über die Geschichte von Stadt, Schloss und Park Oranienbaum informiert.

Ein Bereich der weitläufigen barocken Parkanlage wurde durch Fürst Franz von Anhalt-Dessau, dem Urenkel der Ortsgründerin, in den Jahren 1793 bis 1797 umgestaltet.

Heute gilt der Englisch-chinesische Garten in Oranienbaum als der einzig erhaltene dieser Art in Deutschland aus der Zeit vor 1800. Während die Pagode bereits restauriert ist, sind die Arbeiten am Teehäuschen noch nicht abgeschlossen.
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7 Kommentare
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Ute Kohler aus Fürstenfeldbruck | 03.01.2011 | 13:00  
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Ute Kohler aus Fürstenfeldbruck | 03.01.2011 | 13:00  
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ELVIRA MOGA aus Königsbrunn | 03.01.2011 | 13:37  
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Hans-Joachim ( Achim ) Strohbach aus Remscheid | 03.01.2011 | 13:49  
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Ronny Ullrich aus Laucha an der Unstrut | 03.01.2011 | 15:53  
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Christl Fischer aus Friedberg | 03.01.2011 | 16:32  
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Matthäus Felder aus Lichtenstein | 03.01.2011 | 18:41  
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