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Oppenheim am Rhein

Landskrone Oppenheim (Foto: Jane23 / pixelio.de)
Oppenheim: Zentrum | Ein kleines Städtchen mit einem idyllischen Hafen und zwei romantischen Wäldern. Weit über die Landesgrenzen bekannt sind die Ruine Landskrone und die Katharinenkirche. 2 Stunden Fussoberhalb von Mainz gelegen ist diese Kleinstadt ein beliebtes Reiseziel. Nicht nur der Wein „Oppenheimer Krötenbrunnen“ oder die Burgfestspiele locken jedes Jahr viele Gäste an, Historiker besichtigen auch die unterirdischen Gänge und Höhlen, die allerdings vor mehreren Hundert Jahren für den Verteidigungsfall gebaut worden sind. Das Gesamtnetz der unterirdischen Gänge soll mehr als 40 Kilometer lang sein. Es sollen so auch Tunnel zu den Nachbarorten mit deren Befestigungen führen: Zum Wartturm in Nierstein und zum Schlossturm in Schwabsburg.

Katharinenkirche

Beginnen wir unsere Stadtbesichtigung mit der weit sichtbaren Katharinenkirche. In ihr sind zwei prachtvolle Kirchenfenster zu finden. Die "Lilie" und die "Rose". Um die Entstehung der beiden Fenster gibt es Legenden. Weil das keine gesicherten Fakten sind, muss es sich nicht so zugetragen haben. Ein Meister und sein Lehrling bauten jeweils eines der Fenster. Der Meister schuf die Lilie und sein Lehrling setzte die Rose zusammen. Weil die Rose sehr viel schöner war als das Werk des Meisters, warf der Meister seinen Mitarbeiter vom Gerüst und der Lehrling starb. In der Katharinenkirche sind noch mehr bemerkenswerte Sehenswürdigkeiten zu sehen. Das Taufbecken wurde entworfen von Paul Wallot, der auch den Reichstag in Berlin gebaut hat. Zwar wurde die Kirche im 13. Jahrhundert von den Katholiken erbaut, wurde dann durch den Westfälischen Frieden endgültig den Protestanten übergeben. In der Kirche sind 100 Gräber von Oppenheimer Adligen zu finden, deswegen ist ein Großteil der Stadtgeschichte in dieser riesigen Kirche nachzuvollziehen. Vor allem von Schulklassen wird besonders gern das Gebeinhaus besichtigt und die Michaelskapelle. Im Gebeinhaus sind die Knochen von 20 000 Toten zu sehen, gesammelt vom 15. bis zum 18. Jahrhundert.

Wein & Burgen

Von der Kirche aus wandern wir nach oben in den Wald zur Ruine Landskrone. Rheinhessen am Rhein ist vor allem von Weinbergen bedeckt. So ist Oppenheim der einzige Ort in der Umgebung mit zwei Wäldern. Ein Wald oben auf dem Berg rund um die Landskrone. Und ein Auenwald unten am Rhein, in dem auch ein Strandbad zu finden ist. Wer Camping am Rhein machen will, direkt am Rhein hat dazu Gelegenheit. Wir aber steigen bergan zur Ruine Landskrone, die im 12 Jahrhundert als Burg also als Schutz gebaut worden ist. Wer sich ein wenig mit der Burgengeschichte beschäftigt hat in Deutschland, der wird festgestellt haben, dass diese Burgen und auch die Orte um solche Festungen nicht immer sicher waren. Nicht nur von Feinden wurde die Burg immer wieder zerstört, sie ist auch ausgebrannt und auch einmal von den Oppenheimer Bürgern selbst, weil sie sich zerstritten haben, zerstört. Heute bietet die Ruine Gelegenheiten zum Klettern, was aber verboten ist, ist der Ausgangspunkt für den Weinlehrpfad und dient kulturellen Veranstaltungen als romantische Kulisse. Wer in Oppenheim den Wein nicht nur trinken will, sondern auch mehr wissen will über seine Entstehung, der kann das dortigen Weinbaumuseum besuchen. Außerdem kann viel gelernt werden über den Weinbau in der Weinbauschule vor Ort. Dort und auch in jedem Restaurant gibt es zum Abendessen neben einem Viertel Oppenheimer noch "Wingertsknorze" oder "Worschtsupp" oder "Spundekäs".
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