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Schillig Campingplatz - Polizei vertuscht wochenlang Aufklärung von heimlichen Filmaufnahmen in Duschkabinen. Regionale Zeitungen klären nur halbherzig auf.

Wie schon im Missbrauchsfall Lüdge behindert wieder einmal die Polizei die notwendige Aufklärung, aber - vor allem präventive Maßnahmen durch die Zurückhaltung von relevanten Informationen.

Die für die Öffentlichkeitsarbeit der Polizei zuständige Andrea Papenroth von der Pressestelle Wilhelmshaven hält es offenbar für wichtiger, die Öffentlichkeit über eingeschlagene Autoscheiben oder andere "Wichtigkeiten" zu informieren, als über die ekelhaften Vorkommnisse auf dem Campingplatz in Schillig, wo Mitte Juli 2019 erstmailig ein 15-jähriges Mädchen beim Duschen bemerkt hatte, dass ein Handy unter der Trennwand durchge-schoben wurde, um sie beim Duschen zu filmen. Was dann mit den Fotos im Internet gemacht wird, braucht nicht viel Fantasie und ist nicht zuletzt durch den Fall Lüdge inzwischen jedem Bürger bekannt.

Obwohl der Polizei schon mit Strafanzeige dieses ersten Vorfalls Mitte Juli 2019 eine selten präzise Personenbeschreibung vorlag, die Mutter des betroffenen Mädchens sich mehrfach bei der Polizei nach dem Stand der Ermittlungen nach Ihrer Strafanzeige informiert hat , hat die Polizei den Vorfall wochenlang offensichtlich bewusst "vertuscht," anstatt durch Veröffentlichung des Vorfalls mit einer genauen Täterbeschreibung die Ermittlungen durch Mithilfe der Bevölkerung zu fördern - vor allem aber die Besucher des Campingplatzes zu warnen. So war es möglich, dass sich zwei weitere Vorfälle ereignen konnten. Ganz offensichtlich wollte man nicht, dass Schillig in ein "schlechtes" Licht gerückt wird.

Das Schillig jetzt in aller Munde ist, haben Andrea Papenroth von der Pressestelle der Polizei Wilhelmshaven, die Außenstelle der Polizei in Wangerland, die Verantwortlichen des Campingplatzes Schillig sowie die Polizei Jever zu verantworten.

Miese Typen gibt es überall, das hat mit Schillig nichts zu tun. Behinderung bei der Aufklärung und mangelnde Öffentlichkeitsarbeit gibt es neben Lüdge und anderen Orten nun aber auch in Schillig. In Lüdge sind mehrere Ermttlungenverfahren wegen Strafvereitelung im Amt gegen Polizeibeamte, Mitarbeiter des Jugendamts usw.anhängig.

Es gibt in diesem Fall auch nicht sensible Daten, die schützenswert wären und die nachhaltige öffentliche Fahndungsmaßnahmen ausgeschlossen hätten. Das sind missglückte Nebelkerzen, die Frau Papenroth von der Pressestelle der Polizei vergeblich zündet. Da die Mädchen - wie auch jetzt in der regionalen Presse - für die Veröffentlichung des Sachverhalts nicht mit Namen genannt werden mussten und auch nicht von Dritten zugeordnet werden können, gab es keinen Grund für die mangelnde Öffentlichkeitsarbeit bei den Fahndungsmaßnahmen. Sensibel sind allerdings die Fotos, die wegen nachlässiger Fahndungsarbeit von Polizei und anderen Beteiligten dann später durch die Täter im Internet oder "Darknet" auftauchen und gegen die sich die betroffenen Kinder dann kaum noch wehren können.

Verantwortliche wie Frau Papenroth von der Pressestelle der Polizei WHV, die Verantwortlichen des Campingplatzes und die örtlich zuständige Polizei Wangerland müssen für Ihr "Vertuschen" zur Verantwortung gezogen werden. Sie sind es, die aus welchen Motiven auch immer, weitere Straftaten nicht verhindern, sondern mit ihrem Verhalten begünstigen.

Das die Vorfälle in Schillig überhaupt öffentlich wurden, ist der Wilhelmshavener Zeitung zu verdanken, die nach meinen Hinweisen auf die Vorkommnisse in Schillig in Ihrer Ausgabe vom 17.08.2019 auf der Titelseite darüber erstmailig berichtete und offensichtlich auch zu einer weiteren Strafanzeige geführt haben. Aus meiner Sicht haben jedoch alle regionalen Medien, auch die WZ das Verhalten der Polizei und der anderen Verantwortlichen nicht ausreichend beleuchtet.

Wenn die Polizei zuletzt immer wieder - und sicher auch teilweise zurecht - den Fokus auf die zunehmende Aggressivität und den fehlenden Respekt des Bürgers ihr gegenüber richtet, dann muss die Polizei Vorbild sein und eigene Fehler zugeben. Da hat Frau Papenroth von der Pressestelle der Polizei Wilhelmshaven noch einen weiten Weg vor sich.

Ergänzung am 20. August 2019

Wenn der schlichte Bürger nun denkt, dass sich die Polizei mit Hinweis auf Ihre Fahndungsversäumnisse und offensichtliche "Vertuschung" einsichtig zeigt, so muss der schlichte Bürger noch viel lernen.

Als Replik auf diese Veröffentlichung rief mich heute Morgen Polizeioberrat Peter Beer von der Polizeiinspektion Jever an, um mich mit Hinweis auf von mir veröffentlichte Namen von Verantwortlichen mit dem Vorwurf strafrechtlichen Vergehens zum Schweigen zu bringen - ganz in der Tradition von:

LINK:
https://www.sueddeutsche.de/politik/polizei-und-gesellschaft-erlkoenig-in-uniform-1.2499607

LINK:

https://www.kanzlei-hoenig.de/2013/das-legendierte-legalitaetsprinzip-des-oberstaatsanwalts/

Diese rechtliche Würdigung durch den Polizeioberrat Peter Beer zeigt allerdings mit Hinweis auf die höchstrichterliche Rechtsprechung des BGH die rechtlich dilettantische Kompetenz des POR Beer.

BGH - 6. Senat
"Wer sich im öffentlichen Leben betätigt, setzt sich in erheblichem Umfang der Kritik an seinen Leistungen aus. Zu einer solchen Kritik gehört auch die Namensnennung. Die Öffentlichkeit hat in solchen Fällen ein legitimes Interesse daran zu erfahren, um wen es geht und die Presse könnte durch eine anonymisierte Berichterstattung ihre meinungsbildenden Aufgaben nicht erfüllen."

Perfide ist allerdings, dass Polizeioberrat Peter Beer sich offensichtlich medial gerne ins rechte Licht rückt und zusammen mit dem "Verein zur Förderung kommunaler Prävention gegen Gewalt und Kriminalität im Landkreis Friesland e.V." alle zwei Jahre einen Preis für Zivilcourage auslobt und sich als engagierter Kämpfer für Zivil-courage darstellt.

PFUI !


Ergänzung 21. August 2019

Wer nach der ersten Veröffentlichung der ekeligen Vorfälle auf dem Campingplatz in Schillig in der Wilhelms-havener Zeitung vom 17.08.2019 die Entwicklung weiter verfolgt hat, kann feststellen, dass heute ein Täter überführt werden konnte und vor Tagen ein dritter Fall angezeigt wurde. Hätte die Polizei intensiv durch Veröffentlichung - wie sie in anderen Fällen normal ist - gefahndet, wären einige Fälle nach dem ersten Fall am 16. Juli 2019 vielleicht gar nicht erst passiert und die anderen Täter durch Mithilfe der Bürger vielleicht auch gefasst.

Ergänzung 13. September 2019

Jetzt - nach 6 Wochen - so wie man es auf der Polizeischule als "neue" Fahndungsmethode (IRONIE) gelernt hat , hat die Polizei nach Dienst- und Fachaufsichtsbeschwerden gegen den Polizeidirektor Kreikebaum, Wilhelmshaven und Polizeioberrat Beer, Jever, nun ein Fahndungsfotos veröffentlicht.

Wenn Frau Papenroth von der Pressestelle für ihre Versäumnisse gegenüber der regionalen Presse erneut ihre schon bekannten Nebelkerzen zündet und Täterschutz in diesem ekelhaften Bereich vor Opferschutz stellt, dann sollte sie die missbrauchten Kinder von Lüdge fragen, ob sie dafür Verständnis haben. Die Pressestelle der Polizei hätte im Übrigen auf ein Phantombild verzichten können, aber sofort nach dem ersten Vorfall Mitte Juli eine genaue Täterbeschreibung und Warnung in der regionalen Presse veröffentlichen können, um besonders weitere Vorfälle - wie geschehen - zu vermeiden. Ebenso hätten die Verantwortlichen des Campingplatzes Schillig sofort Warnhinweise geben und damit die Besucher des Campingplatzes schützen können. Hier drängt sich für den schlichten Bürger die Frage auf, ob die Polizei und die Verantwortlichen des Campingplatzes Schillig den Vorfall vertuschen wollten, um Schillig nicht in Verruf zu bringen.

Während ganz aktuell über die Verschärfung von Gesetzen in diesem Bereich nachgedacht wird und im Fall Lüdge die zuständige Richterin in Ihrem Abschlussplädoyer die Defizite von Polizei und Behörden besonders herausgestellt hat, ebnet man in Jever und Wilhelmhaven mit dem gezeigten Verhalten weiteren ekeligen Vorfäl-len offensichtlich den Weg.
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