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Meine Gedanken zum Thema Dialog

Meine Gedanken zum Thema Dialog - verbunden mit einem kleinen Blick in die Geschichte der Lecture_Offenbach e.V..
 
LeS ArT c/o paula kuhn - Die Agentur für LiteraturEvent- und DialogKonzepte entwickelt Veranstaltungen, die dem Dialog ein Fundament geben: informativ-unterhaltend und emotional.
Offenbach am Main: LeS ArT c/o paula kuhn | "Hessen im Dialog: „… nicht ohne mich! Engagement braucht alle“" ist das Motto des am 7. September in Hanau organisierten Kongresses. Hier wird das Thema Engagement in seinen vielen Facetten repräsentiert. Auch Lecture_Offenbach e.V. ist mit seinem soziale Brennpunkte aufsuchenden Leseförderprojekt „Lese- & Erzählkarawane“ mit dabei.

Schirmherr der Veranstaltung ist Ministerpräsident Volker Bouffier, der in diesen Tagen auch Tendzin Gyatsho in Hessen empfangen hat. Der Dalai Lama bezeichnete bei seinem diesjährigen Besuch das aktuelle als "ein Jahrhundert des Dialogs". Was aber ist der Dialog?

Ein Dialog findet zwischen mindestens zwei oder aber auch mehreren Personen/Positionen statt und verhandelt teils konträre Sichtweisen. Die "Philosophie des Dialogs" entwickelt sich nicht erst seit der Antike, hat sich hier aber u.a. in der Schule des Sokrates manifestiert. In der Kommunikationstheorie der Moderne sind es vier sich ergänzende Faktoren, die einen fruchtbaren Dialog ermöglichen: Zuhören - Respektieren - (kritisch/selbstkritisch) Suspendieren - Artikulieren.

Kurz: Dialog bedeutet, im interessierten und offenen Austausch sein - meist sogar verbunden mit gemeinsamen Interessen Zielen; jedoch mit unterschiedlichen Ideen von ihrer Verwirklichung; das gemeinsame Ziel vor Augen jedoch Gemeinsamkeiten erkundend.

Seit vielen Jahren entwickele ich mit LeS ArT, der "Agentur für LiteraturEvents und DialogKonzepte" Veranstaltungsformate, die auf der Grundlage einer eingehenden Analyse der Ziele der Veranstalter eine Atmosphäre des Dialogs schaffen. Vor diesem Hintergrund freut es mich besonders, dass derzeit die „Kultur des Dialogs“ eine besondere Wertschätzung gelangt.

Das Format der von mir entwickelten Lecture_Offenbach entstand in den Anfängen im Rahmen einer beauftragten Beratung für ursprünglich nur ein Dezernat der Stadt Offenbach; das Kulturdezernat.

In den vielfältigen Gesprächen mit Experten und Bürgern der Stadt (mit und ohne Migrationshintergrund), stelle ich seit 2008 immer wieder den Wunsch fest, in einen Austausch und Dialog über die jeweilige Kultur der vielen Nationen zu treten; mehr zu erfahren - auch über scheinbar fremde Mitbürger als Träger ihrer Herkunftskultur. Mit der Konzeptentwicklung wurde schnell deutlich, dass ein transkulturell ausgerichtetes Kulturformat sich breiter implementieren muss, um seine weiterliegenden Ziele, die Gestaltung einer „kulturell definierten Bürgeridentität“ in Offenbach am Main, erfolgreich anzustreben.

Eines der Kernziele von Lecture_Offenbach wurde schließlich auch in der Gründungssatzung des Vereins definiert: die Vermittlung von Kultur und Bildung in breite Zielgruppen durch die Entwicklung und Gestaltung einer bildungsorientierten, interaktiven Plattform, die Hochkultur und Soziokultur in Offenbach am Main auf besondere Art und Weise miteinander verbindet. Das vor allem auch durch den Aufbau eines transkulturellen Netzwerks, das sich für seinen Austausch das Medium der Literatur wählt. Die Gestaltung der jeweiligen Literatur-Formate ist wiederum interdisziplinär angelegt, um einem auch nicht literaturaffinen Publikum einen leichteren Zugang zu ermöglichen. Dabei sozial schwache und auch sogenannte bildungsferne Zielgruppen mitzunehmen ist von uns explizit als eines der wesentlichen Anliegen formuliert.

Nachdem die Stadt Offenbach das parteipolitisch unabhängige und Institutionen verbindende Format nicht mit LeS ArT weiterentwickeln wollte, war der naheliegende Schritt für mich, das Kulturformat Lecture_Offenbach als Verein zu initiieren. Nach nunmehr drei Jahren unermüdlichen Engagements auch meiner Mitstreiterinnen und Mitstreiter wird das Projekt, - trotz und auch mit der Herausforderung im offenen Dialog dicke Bretter zu bohren -, schrittweise erfolgreich. Darauf bin ich - ohne der Überheblichkeit aufzusitzen -durchaus stolz; wie auch dankbar. Der früh gewählte Name meiner Agentur LeS ArT gefällt mir auch nach 12 Jahren immer noch Bestens.

Lecture_Offenbach e.V. ist sicherlich (nur) eine der besten Referenzen für "LeS ArT - Die Agentur für LiteraturEvents & DialogKonzepte". Wer nunmehr neugierig geworden ist, welche Projekte LeS ArT seit 1998 umgesetzt hat, spricht mich gerne an und informiert sich.
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