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Mit Beutel seit fünf Jahren erfolgreich gegen Hundedreck - Offenbach macht als erste Großstadt in Hessen die Hundekottüte zur Pflichtlicht“

Hundedame Cora vor Hundekottütenspender
 
Buchhügel Offenbach: Das Sackerl für den Hund
Offenbach am Main: Stadtgebiet |

Wer hat sich darüber nicht auch schon geärgert: ein Häufchen im Grünbeet, eines auf dem Gehweg, und dann noch die Hinterlassenschaften am Schuh, weil man mal nicht genau hingeschaut hat. Das Resultat: Einen „Haufen“ Beschwerden bei der Stadt über nicht beseitigte Hinterlassenschaften der Vierbeiner. Zwar besteht in Offenbach wie woanders auch schon seit langem für Hundehalter die Verpflichtung, Hundekot zu entfernen und in einen Abfallbehälter zu entsorgen. Dennoch: „Die Chance für die Ordnungskräfte, ein Herrchen in flagranti zu erwischen, ist begrenzt“, so Frank Weber, für Prävention und Sauberkeit zuständiger Abteilungsleiter sowie stellvertretender Leiter des Ordnungsamtes.

Deshalb verpflichtete die Stadt Offenbach Halter eine Tüte oder einen Beutel für die Ausscheidungen mitzuführen, wenn der Hunde ausgeführt wird. Weber: „Wer nichts dabei hat, Hundekot aufzunehmen, wird in der Regel die unappetitlichen Hinterlassenschaften auch nicht beseitigen“. Die Stadtverordnetenversammlung beschloss eine entsprechende Änderung der Abfallsatzung Ende 2007. Offenbach führte damals als erste Großstadt in Hessen die Hundekottütenpflicht verbindlich ein. Inzwischen haben andere hessische Städte ähnliche Regelungen verabschiedet.

Aber die Stadt Offenbach setzt für „mehr Sauberkeit“ nicht nur auf Druck. Bevor die ersten Strafen ausgesprochen wurden, verteilte das Ordnungsamt gemeinsam mit dem Eigenbetrieb der Stadt Offenbach (ESO) und der Stadtwerke Offenbach Holding unterstützt von der Initiative „Besser leben in Offenbach“ unentgeltliche Hundekotbeutel und Informationen. Ausgabestellen für Hundekotbeutel sind das Bürgerbüro, der ESO und die Stadtwache. Nach und nach stellte die Stadt Offenbach an Orten, an denen die Vierbeiner gerne Gassi geführt werden, Beutelspender auf.

Die registrierten Hundehalter erhalten mit einem Anschreiben des Ordnungsdezernenten aktualisierte Informationsflyer zu den Angeboten und Regelungen „rund um den Hund“. Wiederholt wirbt Offenbach per Plakat an „neuralgischen Punkten“ für die Hundekottütenpflicht. Mit gezielten Kontrollen und regelmäßige „Hundekontrolltagen“ werden seit Anfang Januar 2008 beratungsresistente Gassigeher nicht nur an ihre Pflichten erinnert. Führen sie kein „Hundesackerl“ mit müssen sie zahlen. Erfreulich: Bei den Kontrollen kennen mittlerweile nahezu alle Hundehalter die Regelung und die meisten können auf Nachfrage tatsächlich ein Beutelchen vorzeigen. Um das vorbildliche Verhalten dieser Hundehalter zu würdigen, gab es in diesen Fällen Leckerlies als Belohnung für den Vierbeiner.

Dass die Beutelchen auch benutzt werden, zeigt ein Blick in die Abfallbehälter der Grünanlagen: sie sind oft prall gefüllt mit Hundekotbeutelchen nebst Inhalt. „Es zeigt sich also, dass die bisherige politische Linie sinnvoll ist und Erfolg zeigt“, so der zuständige Stadtrat Dr. Felix Schwenke. „Daher wird sie von mir konsequent fortgeführt werden!“

Die Stadt will auch weiterhin auf Information, Sensibilisierung und Kontrolle setzen. Zur Erinnerung: wer beim Gassigang kein Beutelchen dabei hat, muss 15 Euro Verwarngeld berappen. Wer den Haufen liegen lässt, hat ein Bußgeld von 75 Euro zuzüglich Verwaltungsgebühren zu zahlen. Hinweise auf übermäßig verschmutzte Stellen oder zu rücksichtslosen Hundehaltern nimmt das Offenbacher Ordnungsamt weiterhin über die Müllhotline unter der Rufnummer 069/8065-4747 gerne entgegen.

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Waltraud Meckel aus Offenbach | 05.01.2013 | 01:56  
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