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Insgesamt gelungen- Satori-Ensemble

Beim Oettinger Schlosskonzert am 23.7.2011 war ein Ensemble zu Gast, das sowohl als Kammermusik-Ensemble als auch als Kammerorchester auftritt: das Satori-Ensemble. Die Musiker boten ein Konzert auf erfreulichem Niveau.
Die bekannte Pianistin Gabriele Seidl war schon im Jahr 2008 in Oettingen zu hören und bot auch diesmal wieder Klavierspiel vom Feinsten: sensible Anschlagskunst, große Virtuosität und ein schier unermessliches Ausdrucksspektrum zeichnen ihr Spiel aus.
Aber auch die Streicher konnten sich hören lassen: das recht gut eingeübte, recht solide Spiel von Dorothee Keller (Violine), der auffallend schöne, warme Bratschenton von Thilo Wiedenmayer und der außerordentlich souveräne Cellist Stefan Schütz, den man -zumindest bei den Streichern- als Primus inter Pares bezeichnen könnte: immer wieder führte er das Ensemble und stellte dadurch den Kontakt zwischen Streichern und Pianistin her. Besonders im Schubert-Quintett nach der Pause fielen Wiedenmayer und Schütz durch große Virtuosität, klangliche Präsenz und Ausdruckstiefe auf; oft gelang es den beiden, auch die Violine mitzuziehen.
Höhepunkt des Programms war das Quintett im zweiten Teil des Konzerts (mit dem hervorragenden Kontrabassisten Reinhard Schmid), bei dem man noch einmal den Ausdrucksreichtum von Gabriele Seidl bewundern durfte; obwohl hier nicht alle Musiker den technischen Anforderungen des Stückes gleichermaßen gewachsen waren, ergab sich doch ein positiver Gesamteindruck.
Das Konzert wurde vom Publikum freundlich aufgenommen.
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