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Demo gegen Salzeinleitungen in die Weser

Der Demo Flyer
 
Protestschild.
Neustes aus Oberweser:

Am 29.11.2012 fand in Gieselwerder eine Demo gegen die Versalzung der Weser satt.

Es nahmen viele Bürger der Weser anliegenden Ortschaften Gieselwerder, Oedelsheim, Reinhardshagen und Lippolsberg an dieser Demo teil.

Auch der Fernsehsender des Hessischen Rundfunkes ( HR) war vor Ort und machte Aufnahmen und ein Interview mit unserem Ortsbürgermeister Rüdiger Henne.

Wie lief die Demo ab :symbolhaft haben wir Wasser mit Hilfe einer Eimerkette in den Fluss gekippt, um die Salzfracht zu verdünnen.

Zum besseren Verständnis werde ich hier mit freundlicher Genehmigung des Verfassers ein Abschrift eines Leserbriefs von Prof. Dr. Gerd Rohmann in der HNA vom 8. Oktober 2012 veröffentlichen

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Ohne Rücksicht auf die Natur

Zur Versalzung von Werra und Weser

Es ist ein Skandal, dass die Landespolitik nur auf Verluste von Agrarindustrie, Banken, Investoren und Konzernen Rücksicht nimmt, die ihre Gewinne privatisieren, während die Verluste an gesunder Umwelt, Landschaft und Intaktheit der Natur in Hessens grüner Nordspitze auf die Bevölkerung umgelegt werden soll.
Als Anlieger, Fischer und Jagdpächter fordere ich zum Schutz von Menschen und Natur an der Weser:
1. Die Verpressung riesiger Abwassermengen aus der Kaliproduktion unter die Erde muss sofort aufhören, weil durch die Störung der Grundwasservorräte Salzquellen im Werra- und oberen Fuldatal austreten. Diffuse Störungen des Trinkwasserhaushaltes sind für die Natur so schlimm wie Metastasen bei Krebs.
2. Die Billigpipeline-Planung von Neuhof a.d. Fulda in die Oberweser beweist indirekt, dass die Trinkwasserversorgung der Großräume Fulda und Kassel gefährdet ist. Die Nordsee-Pipeline muss gebaut werden., weil anderenfalls alle Weserstädte bis Bremen nicht verantwortbare Verluste im Ökosystem erleiden.
3. Eine Nordsee-Pipeline ist auch die einzige vertretbare Lösung, um die Zeitbombe „Monte Kali“, eine weit über 100m hohe Salzhalde bei Neuhof, zu entschärfen, weil hier vom Regen gelöstes, giftiges Chloridkonzentrat durch die undichte Auffangwanne in die Erde Fließt. Alle Salzhalden im Einzugsgebiet der Weser sind abzutragen und umweltneutral zu entsorgen.
4. Der im Oberwesertal als Auffangbecken der Fulda-Billigpipeline geplante Salzsee darf wegen des bekannten „Monte-Kali-Effekts“ nicht gebaut werden, weil die Weser gewöhnlich, besonders in den immer trockener werdenden Sommern, Niedrigwasser führt, bei strengem Frost auch im Winter. Im Februar 2012 wurde die zulässige Salzfracht so stark überschritten, dass sich bei -10 bis -18 Grad eine Woche lang keine Eisschollen bilden konnten.
5. Die Rückstufung der Bundeswasserstraße Weser muss unterbleiben, weil sie ein weiterer Angriff auf die Wasserqualität ist. Die Einstellung des grade wieder auflebenden Schiffsverkehrs würde das Recht auf reinigendes Zuschußwasser aus der Edertalsperre verwirken.

Zur Person: Prof. Dr. Gerd Rohmann ehem. Vorsitzender des 2005 aufgelösten Naturschutzbeirates beim Regierungspräsidium Kassel als Obere Naturschutzbehörde.
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Auch mir behagt es nicht das ein Gewässer wie die Weser in ein totes Gewässer verwandelt werden soll ohne Rücksicht auf die Anwohner.


P.S. ich möchte mich entschuldigen einige Bilder sind ein klein wenig unscharf da ich sie mit nur einer Hand Gemacht habe.
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4 Kommentare
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Mirela Sevenich-Walter aus Oberweser | 02.12.2012 | 12:29  
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Daniel Hetzel aus Oberweser | 02.12.2012 | 19:18  
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Claudia L. aus Knüllwald | 03.12.2012 | 00:08  
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Gaby Floer aus Garbsen | 04.12.2012 | 09:46  
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