Oberursel zieht Bilanz - Rückschau auf den Hessentag 2011

Podium bei der Bürgerversammlung
 
Dr. Christoph Müllerleile moderiert die Bürgerversammlung.
 
Auch das Hessentagspaar von Oberursel ist zur Bürgerversammlung erschienen, allerdings nur in ziviler Kleidung.
 
Jörg Steimer und Sandkünstler Martijn Smits sind zur Bürgerversammlung gekommen.
 
Die Firma Messko präsentierte innovative Technik beim Hessentag. (11.06.2011)
 
Die Engel der katholischen Kirche zeigten den Besuchern nicht nur den Weg zu St. Ursula, sondern informierten auch über das übrige Hessentagsangebot. (12.06.2011)
Oberursel (Taunus): Stadthalle | Am 8.8.2011 fand in der Oberurseler Stadthalle eine Bürgerversammlung statt, bei der ein Rückblick auf den Hessentag erfolgen sollte. Wegen der Fülle der Themen war dauerte die Veranstaltung drei Stunden, auch wenn ursprünglich ein Ende um 21:30 Uhr geplant war.

Moderation von Dr. Christoph Müllerleile
Die Veranstaltung wurde von Dr. Christoph Müllerleile moderiert. Er begrüßte spezielle Gäste wie die Vertreter der zukünftigen Hessentagsstädte Wetzlar und Vellmar sowie das Oberurseler Hessentagspaar, das unkostümiert erschienen war. Er wies darauf hin, dass es eine offizielle Veranstaltung, aber keine Jubelveranstaltung sei, bei der nur Gutes über den Hessentag gesagt werden solle. Außerdem erinnerte er daran, dass es in Oberursel zwar schon große Feste gegeben habe, aber es kein so großes Fest wie den Hessentag mehr geben wird.

Bilder vom Hessentag
Der Hessentagsbeauftragte Eduard Wolzcak stellte in seiner Präsentation die Höhepunkte des Hessentags und seine Vielfalt vor, indem er auf 78 Seiten Zusammenstellungen von Fotos zu den gezeigten Themen präsentierte.

Fazit vom Bürgermeister
Bürgermeister Hans-Georg Brum blickte auf die Planungen und gesetzten Ziele zurück und berichtete über die Rückmeldungen zum Hessentag.
Für den Hessentag hatte Oberursel vier Jahre Vorbereitungszeit, von der viel Zeit für die Planung und viele Debatten verbraucht wurde. Oberursel musste ein besonderes Programm bieten, um in der Rhein-Main-Region attraktiv zu sein, weshalb die Idee des nachhaltigen Hessentags entstand. Die Zeit für die Umsetzung war knapp, und der Bahnhof war erst zwei Tage vor dem Hessentag nutzbar.
Die Situation vor dem Hessentag war schon grenzwertig, da es viele Beschwerden wegen der Baustellen und anderer mit dem Hessentag verbundenen Einschränkungen gab, aber ab dem Hessentag wurde alles locker gesehen. Kritisch wurde auch das Verkehrskonzept gesehen, welches viele Umwege zur Anreise der Hessentagsgäste vorsah. Durch die Sperrung von Zufahrtsmöglichkeiten sollten Staus vermieden werden, die bei Konzertbesuchern sicher in schlechter Erinnerung geblieben wären. Das Verkehrskonzept ging auf, und kein Stau dauerte länger als eine Viertelstunde.
Eine andere Schwierigkeit bei der Planung war, dass man nicht immer wusste, wieviele Leute zu einer Veranstaltung kommen würden, was vor allem bei der kostenlosen JustWhite-Party zu einem Problem wurde. Wie in jeder Hessentagsstadt betrat man bei der Planung Neuland, da jeder Hessentag unterschiedlich ist und man so kaum auf frühere Erfahrungen zurückgreifen kann.
Viele Leute, die vor dem Hessentag sehr skeptisch waren, waren anschließend begeistert. Oberursel konnte von einer regen Berichterstattung über die Stadt profitieren. Sogar Einladungen zu Firmenfeiern wie die von Thomas Cook gab es. Die Großveranstaltungen erwiesen sich als gute Einnahmequelle. Eine frühere Hessentagsstadt hingegen, welche nur ein Bezahlkonzert hatte, hatte dadurch ein Defizit von einer Million Euro.
Die Ausschilderung der Stadt durch einen Sponsor war gut gewesen, allerdings gab es Kritik am Stadtplan, der etwa übersichtlicher hätte sein sollen.
Bezüglich Lärm gab es die meisten Beschwerden aus Frankfurt. Die Frankfurter hatten mehr Schall von den Großkonzerten abbekommen, weil sie in der Abstrahlungsrichtung der Lautsprecher lagen.

Als Schlusswort las Bürgermeister Hans-Georg Brum noch den Brief von einer 85-jährigen Oma vor, die sich über den Hessentag gefreut hatte und schrieb: "Alle meine Freunde waren begeistert und konnten plötzlich wieder laufen."

Diskussionsrunde
Dr. Christoph Müllerleile eröffnete eine Diskussionsrunde, in der die Anwesenden Lob oder Kritik am Hessentag äußern konnten. Diese Gelegenheit wurde von einer Vielzahl von Personen genutzt.

1. Gelobt wurde der barrierefreie Ausbau der Hohemarkstraße.
2. Es wurde beklagt, dass das Gelände von "Natur auf der Spur" noch nicht wie vorher zugesagt renaturiert worden ist.
Als Antwort wurde erwidert, dass ein Rückbau von der Baustraße und dem verbliebenen Erdhügel in den nächsten Wochen geplant sei. Außerdem solle ein Stück Weg im Maasgrund durch einen Zaun von den angrenzenden landwirtschaftlichen Flächen getrennt werden.
3. Ein Mitglied vom BUND (Bund für Umwelt- und Naturschutz) meinte, dass es eine tolle Veranstaltung gewesen sei und Spaß gemacht habe. Er schlug vor, die Wiesen nach dem Mäh-Mulchverfahren zu renaturieren, was auch einer Besiedelung durch Neophyten vorbeuge. Weniger positiv wurde der Bebauungsplan gesehen, der nicht sehr nachhaltig aussehe.
4. Bemängelt wurde, dass für die Helfer im Außendienst keine Regenjacken ausgegeben wurden. Außerdem wurde eine Dankesurkunde für Helfer gewünscht.
5. Wolfgang Börner (PG 3) vermisste in den vorherigen Reden ein Lob an die BSO für ihren Einsatz.
6. Ein Weißkirchener, der vorher den Hessentag sehr skeptisch gesehen hatte, dankte für die zehn tollen Tage.
7. Ein Vertreter der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald lobte die gute Behandlung im Rathaus und meinte, dass das Sicherheitsgefühl besser als bei anderen Festen gewesen sei.
Bezüglich der vor dem Hessentag erfolgten Baumfällungen wurden die versprochenen Nachpflanzungen gewünscht. Lob gab es für die gelb markierten Fußgängerübergänge an der U-Bahn. Allerdings sollten alle Übergänge entsprechend umgestaltet werden.
Ansonsten wurde noch bemängelt, dass die Standplätze in der Hessentagsstraße mit ewig haltbarer Farbe markiert wurden.
8. Recht humorvoll wurde Kritik an den Bürgern geübt, wegen derer Klagen der Hessische Rundfunk sein Abendangebot reduzieren musste: "Es gibt einige Nassauer - Entschuldigung, Einwohner der Nassauer Straße...". Dazu wurde die Frage gestellt, ob der HR deswegen noch Regressansprüche stellen wolle. Dieter Rosentreter verneinte dies.
9. Ein Engel der katholischen Kirche wünschte sich, dass die Infostände zu weit weg vom Bahnhof waren und der Stadtplan zu klein war. Viele Leute hätten die I-Punkte nicht gefunden.
10. Ein Bürger bedankt sich für den Hessentag und fragte, ob es wieder einen in Oberursel gäbe. Worauf die Antwort kam, dass bei einer Absage von Wetzlar der Hessentag wieder nach Oberursel käme.
11. Aus der Aumühlenstraße gab es Kritik, dass das dortige Mülltonnenlager und die bei Regen unter Wasser stehende Behelfszufahrt nicht abgebaut worden seien. Die Nutzungsmöglichkeit der Lagerfläche sei angeblich noch bis Ende 2012 vertraglich zugesichert worden. Außerdem seien am heutigen Tage auch noch Büsche und Bäume an der Fläche beseitigt worden.
Bürgermeister Brum erwiderte dazu, dass die Behelfstraße wegen zwei Bauprojekten in der Stadt noch etwas zwei Jahre erhalten bleiben solle.
12. Fehlende Werbemöglichkeiten im Hessentagsprogramm für Private wurden bemängelt.
Hans-Georg Brum erläuterte, dass am 25. März Redaktionsschluss für das Programm war und etwa die Hälfte der Vorschläge für Zusatzhinweise nicht angenommen wurde.
13. Ein Oberurseler wünschte sich einen Hessentagsbrunnen oder eine Hessentagsstraße.
14. Ein Wunsch für die Zukunft war, dass Pessimisten optimistischer und gelassener sein sollten und dass keine kleine Minderheit anderen das Fest vermiesen sollte.
15. Wolfang Heimbach (RMV-Fahrgastverband) fand, dass beim Helferfest zu viel Lobesreden gehalten wurden und Bürgermeister Brum daher auf seine Lobesworte hätte verzichten sollen. Als Alternative hätte man gemeinsam "We are the Champions" singen können.
Wie bei Infoveranstaltungen vor dem Hessentag hatte Wolfgang Heimbach viele Anmerkungen zum ÖPNV. Er bemängelte, dass ein integrierter Liniennetzplan fehlte und ein zwar mobiler Hublift zwar vorhanden, aber in der Bahnsteigmitte war - was wenig hilfreich ist, wenn man an anderen Stationen nur am Bahnsteigende Hilfe zum Ein- und Aussteigen bekommt. Außerdem waren die Darstellungen im Fahrplan und an den Haltestellen unterschiedlich.
Seine Wünsche waren, dass der Bahnsteig angehoben wird und die Buslinie 261 eine Haltestelle im Gewerbegebiet "An den drei Hasen" bekommt. Hans-Georg Brum erläuterte, dass die Einrichtung der Bushaltestelle noch geprüft werde und die Bahnsteiganhebung noch genehmigt werden müsse, da neben den Kosten auch noch das Problem zu betrachten ist, dass nicht alle Züge die gleiche Einstiegshöhe haben.
16. Am Bahnhof sind bei der U-Bahn zu wenig Fahrradständer, auf der Bommersheimer Seite eigentlich genug.
Von Brum kam die Erwiderung, dass an die Stelle der Container Fahrradständer kommen werden und auch in der Stadt noch Ständer und Bänke fehlen.

Zwischendrin sprach Dr. Christoph Müllerleile noch das Problem an, dass es beim Helferfest Probleme mit Einladungen für die Partnerschaftsvereine gegeben habe.

Klima und Umwelt
Im Vortrag von Jens Gessner war Nachhaltigkeit ein wichtiger Aspekt, und so erläuterte er zunächst, was man unter ökologischer Nachhaltigkeit versteht, nämlich dass man nicht mehr entnimmt als nachwächst.
Bei den Planungen zum Hessentag war ein Ziel, zusätzliche Konversionsflächen zu vermeiden, d.h. es sollten nur Flächen verwendet werden, deren Umwandlung in Gewerbeflächen schon vorgesehen war wie im Gewerbegebiet "An den drei Hasen", oder die Flächen sollten nach dem Hessentag durch Rückbau wieder in den vorherigen Zustand versetzt werden.
Bei den Planungen für den Maasgrund hatte man die Idee eines Stadtparks, der einen grünen Weg vom Bahnhof in den Wald bieten, aber kein Kurpark werden solle. Zu diesem Zweck wurden einige Fußwege dauerhaft ausgebaut, während die für den Hessentag in Anspruch genommenen Grünflächen wieder landwirtschaftlich genutzt werden sollen. Am Lomonossow-Park soll sogar ein Zaun am Wegesrand die Fläche schützen.
Das Thema Energieeffizienz sollte ursprünglich am Bahnhof präsentiert werden, wurde dann aber an die Messegesellschaft übergeben und in die Landesausstellung integriert. Dabei gab es aber das Problem, dass etwa der Stand zur Geothermie hinten im Zelt versteckt war und dadurch von vielen Besuchern nicht gesehen wurde.
Bezüglich Verkehr ist eine Auswertung im Gange, welche Anteile auf welches Verkehrsmittel entfallen sind. Der zum Hessentag angegangene Ausbau des Radwegenetzes ist noch in Arbeit. Ein besonderes Ereignis beim Hessentag war die Sternfahrt mit Solarmobilen von der letzten Hessentagsstadt Stadtallendorf nach Oberursel.
Die Sortenreinheit beim angefallenen Verpackungsabfall ließ zu wünschen übrig.
Der zusätzliche Strombedarf beim Hessentag wurde über zertifizierten Strom abgedeckt.

Klimaneutralität
Oberursel hatte den ersten klimaneutralen Hessentag. Dr. Sandra Schmidt erläuterte, wie man eine solche Großveranstaltung, bei der viel CO² durch die An- und Abreise der Besucher entsteht, klimaneutral gestalten kann.
Um klimaneutral zu sein, müssen alle durch den Hessentag hervorgerufenen CO²-EMissionen an anderer Stelle wieder ausgeglichen werden, in dem dort eine entsprechende Menge CO² eingespart oder abgebaut wird. Das Pflanzen von Bäumen ist prinzipiell eine Möglichkeit, geht aber nicht beim Hessentag. Trotz aller Maßnahmen zur Vermeidung von CO²-Emissionen ist mit etwa 13.000 Tonnen CO² zu rechnen. Zum Ausgleich müssten 1,5 Millionen Bäume gepflanzt werden - das sind weitaus mehr Bäume, als man rund um Oberursel anpflanzen könnte.
Eine Möglichkeit zum CO²-Ausgleich besteht in der Förderung von Klimaschutzprojekten durch den Kauf von Emissionsminderungszertifikaten. Die Stadtwerke Oberursel haben sich dabei für ein Projekt in Indien entschieden, bei dem Strom aus den Abfällen einer Zuckerraffinerie gewonnen werden soll. Die Zertifikate kosten etwa sechs Euro pro Tonne CO².

Erster Oberurseler Wirtschafts- und Wertekongress
Michael Reuter, Vorsitzender von fokus O., informierte über den vor dem Hessentag gehaltenen Wirtschaftskongress. Die ersten Ideen dazu gab es im März 2009. Zur Umsetzung waren wöchentliche Treffen über einen Planungszeitraum von eineinhalb Jahren nötig. 20 Referenten begeisterten bei der Veranstaltung am 20. und 21. Mai 2011 die etwa 270 Teilnehmer. Daneben konnten die Veranstalter auch von der guten Berichterstattung in den Medien und den neu entstandenen Vernetzungen profitieren.

Stadtentwicklung durch den Hessentag
Bürgermeister Brum zeigte eine Liste von Projekten zur Stadtentwicklung auf, die durch den Hessentag vorangebracht wurden.

Gewerbegebiet "An den drei Hasen"
Herr Mader zeigte einen Animationsfilm über den geplanten Ausbau des Gewerbegebiets "An den drei Hasen". Dort konnte durch das Bereitstellen von Flächen nicht nur die Firma Messko gehalten werden, sondern es hat auch schon ein weiterer Interessent während des Hessentags zugesagt.
Ein Veranstaltungsbesucher bemängelte, dass der Flächenverbrauch von 12 Hektar nichts mit Nachhaltigkeit zu tun habe - insbesondere, wo durch zurückgehende Geburtenzahlen kein Bedarf an neuen Flächen bestehen sollte. Bürgermeister Brum hingegen erwiderte, dass die Gewerbeansiedelung für die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt nötig sei.

Sponsoring beim Hessentag
Frau U. Böhme referierte über Sponsoring beim Hessentag. Sponsoren haben Leistungen über 2,6 Millionen Euro erbracht, wobei 0,8 Millionen Euro als reine Geldmittel geflossen sind. Darüber hinaus wurden nützliche Kontakte geschaffen, und der Standort konnte an Ansehen gewinnen.

Kulturarbeit
Nach einem kurzen Hinweis von Dieter Rosentreter bezüglich ehrenamtlicher Mitarbeit referierte Udo Keidel-George über die positiven Effekte des Hessentags auf die Kulturarbeit. So gab es eine Anfrage, ob Oberursel nicht als Kulturveranstalter auftreten möchte. Möglicherweise könnte 2013 eine Großveranstaltung in Oberursel stattfinden.
Wichtig für die Kulturarbeit sind Medienpartner und Sponsoren, da sie Werbemöglichkeiten bieten, die sonst unbezahlbar sind. Auch für eine passende Präsentation im Internet soll gesorgt worden. Beim Verkauf von Eintrittskarten für die Hessentagsveranstaltungen über die städtischen Internetseiten war Oberursel bereits erfolgreich gewesen. 70000 Karten, mehr als bei Veranstaltern wie Eventim, wurden auf diesem Weg verkauft.
Weiterhin sollen auch städtische Eigenproduktionen wie etwa das Ursula-Musical gefördert werden.

Kinderland
Für Kinder gab es beim Maasgrundweiher das gemeinschaftlich organisierte Kinderland und unterhalb des Gebiets die Straße der Bildung mit 30 vertretenen Institutionen. Im Kinderland war außerdem die Sicherheitsinsel für verlorene Kinder, die aber während des Hessentags von weniger als zehn Kindern in Anspruch genommen wurde.
Bei der Vorbereitung waren auch Kinder eingebunden. Diese haben beim Setzen des Hessentagspflaster rund um den Teich mitgearbeitet oder mehr als 1500 Flugtiere gestaltet. Zur Wahl standen alle Tiere, die im Juni im Taunus fliegen können. Nicht erwähnt wurde in dem Vortrag, dass viele Flugtiere den Hessentag gar nicht erlebten, weil sie nicht wasserfest waren und sich bei einem Regenschauer vor dem Hessentag mehr oder weniger vollständig entfärbten.
Dem Vortrag zum Kinderland war leider schwer zu folgen. Hinzu kam, dass auch die auf der Leinwand gezeigte Präsentation nicht auf den Vortrag abgestimmt war

Sandburg
Zur Bürgerversammlung waren auch Jörg Steimer und Martijn Smits gekommen, welche mit einem Sandmodell der Burg Eppstein eine beliebte Attraktion beim Hessentag organisiert beziehungsweise erbaut hatten. Jörg Steimer nutzte die Gelegenheit, seinen Wunsch zu äußern, die Burg noch möglichst vielen Schulklassen zeigen zu können.

Abschluss
Bürgermeister Brum hielt die Abschlussrede, bei der er noch die interkommunale Zusammenarbeit beim Hessentag ansprach und meinte, dass Bad Homburg fast Partnerstadt von Oberursel sei. Außerdem verwies er darauf, dass sich die Bürgermeister von Kronberg und Königstein durch eine Zeitungsanzeige für den Hessentag bedankt haben.
Ein Fazit war, dass Kommunikation noch wichtiger ist als Organisation. Das soll auch bei der Förderung des ehrenamtliche Engangements berücksichtigt werden, indem eine Ehrenamtsbörse aufgebaut wird, bei der Helfer Suchende und Helfer zueinander finden sollen. Für dieses Projekt wird gerade die DV-Infrastruktur geschaffen. Darüber hinaus soll auch die Information der Bürger und die Mitwirkung an Entscheidungen durch entsprechende Angebote im Internet verbessert werden.

Zur Bürgerversammlung gab es übrigens auch einen Fragebogen, auf dem man nicht nur Verbesserungswünsche für die Zukunft äußern konnte, sondern auch die Präsentation zu den Vorträgen auf CD anfordern konnte. Letzteres zeigte, dass Oberursel bezüglich Informationsmöglichkeiten noch nicht am Ziel angekommen war, da man nicht daran gedacht hatte, die Präsentation im Internet zum Herunterladen anzubieten. Zum Glück hatte ein Veranstaltungsbesucher vor der Abschlussrede darauf hingewiesen, dass dies eine viel praktischere Möglichkeit sei und die unnötige Produktion von CDs erspare.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.