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Grüne für Umweltschutz auch im Wahlkampf

Wann? 27.03.2011

Wo? Rathaus, Obertshausen DEAuf Google Maps anzeigen
Obertshausen: Rathaus | Der Kampf um die Laternenpfosten hat begonnen. CDU, SPD und Freie Wähler pflastern die Straßen unserer Stadt seit Samstag mit mehr oder weniger schön gestalteten Plakaten für die Kommunalwahl am 27. März zu. Die Grünen beteiligen sich nicht an der Materialschlacht. "Wir beschränken uns auf ein paar wenige Großplakate und verzichten auf Kleinplakate. Sie sind ohnehin kaum lesbar, kosten viel Geld und bleiben ohne große Wirkung ", so Grünen-Vorsitzender Dr. Gerhardt. Dies sei ein positiver Beitrag zum Umweltschutz auch im Wahlkampf. Immer häufiger werden Plastikplakate aufgestellt, die entsorgt werden müssen. Das Ortsbild werde auch nicht schöner durch viele abgerissene oder beschädigte Wahlplakate. In anderen Kommunen des Kreises sei Plakatierung sogar untersagt.

Außerdem haben die Grünen aus vielen Äußerungen von Bürgerinnen und Bürgern erfahren: Flächendeckende Plakatierung führt eher zum Verdruss als zu besseren Wahlchancen oder einer höheren Wahlbeteiligung. Mancherorts ist die Beteiligung an der Kommunalwahl unter 50 Prozent gerutscht. Daran ändern nervige Kleinplakate nichts. "Dass ich als Wahlkämpfer für Verzicht eintrete, ist sicher ein Risiko, aber einer muss auf die Stopptaste drücken", so Dr. Gerhardt.

Wahlrecht ist ein hohes Gut. Andernorts wird um dieses Bürgerrecht gekämpft: "In Ägypten sind 400 Menschen für Demokratie und Bürgerrechte gestorben, das sollte man sich immer vor Augen führen, wenn man auf sein Recht verzichtet und am Wahltag zu Hause bleibt", gibt Dr. Gerhardt zu bedenken. Es müsse daher das Hauptziel aller Parteien sein, für eine höhere Wahlbeteiligung zu sorgen - das schaffe man mit Tapezierung des öffentlichen Raumes vermutlich nicht.
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2 Kommentare
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A B aus Löbitz | 13.02.2011 | 17:55  
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Klaus-Uwe Gerhardt aus Obertshausen | 14.02.2011 | 20:44  
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