60 Lastwagen mehr pro Stunde?

60 Lastwagen mehr pro Stunde?

Jeden Morgen pünktlich ab 7:00 Uhr das Gleiche im Verkehrsfunk: „Zäh fließender Verkehr zwischen Obertshausen und dem Offenbacher Kreuz“. Die Ausfahrt ist verstopft und die verrückte Ampelschaltung (ab und an 2xgrün für die Umgehungsstraße und nur 1x grün für die Obertshausener) sorgen dafür, dass wir Ortsansässige für einen Kilometer Ortsausfahrt bis zu 20 Minuten benötigen.

Jetzt lese ich in der Zeitung, dass die gelb/schwarze Rathausregierung einen Antrag gestellt hat, dass das Frankfurter Amt für Verkehrswesen die Autobahnauffahrt mit Geld, das weder von der Bundesrepublik Deutschland noch vom Land Hessen bereitgestellt ist, umplanen und ausbauen soll, und das, wo die Planungshoheit nicht im Rathaus angesiedelt ist.

Begründet wurde der Antrag damit, dass die Stadt das Areal Herbäcker mit Speditionen (in neudeutsch: Logistikzentrum) voll pflastern möchte. Die 60 Laster sind dabei leicht untertrieben, da mir von bis zu 200 LKW’s berichtet wurde.

Das Einzige was ich mir jetzt gut vorstellen kann ist, dass durch Erhöhung des Verkehrsaufkommens und Verkehrslärms in Obertshausen ein Zentrum für Schwerhörige aufbaut wird, denn addiert man A3+Fluglärm+Orts-und Durchfahrtsverkehr, so sind alle Obertshausener bald taub.

Ich sehe es so, wie die Bürger es festgestellt haben, ein geschönter Ankündigungsantrag oder auch Schaufensterantrag vor der Kommunalwahl, mit dem man von den wirklich großen Problemen (Neuverschuldung der Stadt in Abermillionenhöhe) ablenken will. Zusammengefasst: Die Laster kommen – der Umbau, da verkehrstechnisch sich nichts ändert, nicht. Der morgendliche Stau wird länger und in Heusenstamm und Obertshausen wird es lauter, aber der Schuldenberg der Stadt wird nicht kleiner.
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