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Schön, aber gefährlich und unerwünscht

Obertshausen: Rodauniederungen | Weite Flächen an der Rodau sind derzeit mit großen, rosa bis violett farbenen Blüten des Drüsigen Springkrauts (Impatiens glandulifera) überwuchert. Bienen, Hummeln und andere Insekten kriechen in die Blütenkelche. Was soll daran schlecht sein?

Der NABU machte jüngst auf das Drüsige aufmerksam. Es kam als Zierpflanze aus dem Himalaya-Gebiet zu uns und verdrängt die heimische Blütenpracht. Die unendliche Samenflut der Pflanze überdauert bis fünf Jahre und fliegt bis zu sieben Meter weit aus der Frucht. So ist die Ausbreitung fast durch nichts zu stoppen und bald wächst kein anderes Kraut mehr an den Flussläufen. Gefährlich ist die Pflanze deshalb, weil die kleinen, nur faustgroßen Wurzelballen die Erde nicht halten können. Vielerorts wird das Drüsige als Neophyt bekämpft, da es den Lebensraum heimischer Pflanzenarten bedroht. Ein Gewitterregen kann das Erdreich rasch ausschwemmen und es kommt zur Erosion der Uferböschungen.

Der NABU bittet die Stadt, mit geeigneten Maßnahmen die weitere Ausbreitung des unerwünschten Blüten zu stoppen und für standortgerechten Bewuchs zu sorgen. Wäre doch schade, wenn die Rodaurenaturierung unter dem schönen, aber unerwünschten Fremdling leiden würde.
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