Das Atelier-Theater-Obertshausen klaut bei den Räubern

Obertshausen: Georg-Kerschensteiner-Schule | Das Atelier-Theater-Obertshausen arbeitet zur Zeit an der Neuinszenierung von Schillers „Die Räuber“.
Nachdem das A.T.O einen neuen Spielort in der Georg-Kerchensteiner-Schule gefunden hat arbeiten die Mitglieder des Ensembles an Schillers bekanntestem Stück.
Dabei werden auch künstlerisch neue Wege beschritten. Regie führt dabei die Sozialarbeiterin und Kulturpädagogin Nicole Gebhardt. „Wir haben den Inhalt und den Handlungsbogen Schillers übernommen, arbeiten aber mit einer Mischung aus Schillers Original, Mundart und Umgangsprache. Außerdem bedienen wir uns verschiedener anderer Kunstrichtungen um eigene Bilder und Symbole zu finden um so im nächsten Schritt die verschiedenen Szenen umzusetzen“ so Gebhardt. „Dieses Stück wird für alle eine Überraschung werden. Da wir alles neu aufbauen, auseinander nehmen, neu zusammenfügen und jedes Mitglied des Ensembles eigene Ideen und eigene Texte einbringen kann und soll, sind wir mitten im Prozess der Entwicklung und wissen selbst noch nicht, was am Ende steht. Nur eins steht fest. Es werden viele Leute diesmal sterben müssen“, so Sabrina Grab, die die Rolle der weiblichen Spiegelberg übernommen hat. Die Tatsache dessen, dass das A.T.O mehr weibliche Darsteller hat zwingt das Ensemble einerseits weite Teile zu verändern, aber gerade das bringt auch eine spannende Dynamik in das Stück. Spiegelberg ist verrucht, mordlustig, plant strategisch und ist recht sadistisch. Also alles Attribute die man selten Frauen zuschreibt. Das bringt auch eine neue Spannung in die Beziehung von Spiegelberg und Karl von Moor. Auch der Humor kommt allerdings nicht zu kurz. So ist jetzt schon sicher, dass das Publikum nicht nur von einer tragischen Szene zur nächsten mitleiden muss. „Wir haben trotz des Dramas noch lustige Momente in diesem Stück finden können. Ohne Tragik und ohne Scheitern gibt es keine Komik.“ meint Jürgen Grab. „Trotzdem gehen wir respektvoll mit dem Stoff um und wollen Schillers Stück nicht veralbern. Es geht um künstlerische Arbeit mit dem Stück, Kreativität und natürlich auch um Unterhaltung. Da wir verschiedene künstlerische Einflüsse einarbeiten wird es auch musikalisch. Das ist im Moment der Knackpunkt der etwas Kopfzerbrechen bereitet“, berichtet Gebhardt.
Es werden dringend Musiker gesucht. „Wir benötigen stimmliche Unterstützung und wenn möglich eine Band oder Instrumentalmusiker. Schlagzeug, Bass und Gitarre wären perfekt, aber auch andere Instrumente sind Willkommen.“ so Sabrina Grab. „Allerdings auch gerne weitere Spieler und Interessierte“, schließt Gebhardt

Präsentiert wird das Stück am 3.9.2011 und 04.09.2011 um 20 Uhr in der
Georg-Kerchensteiner-Schule.
Die Proben finden dienstags ab 19.30 Uhr statt. Kontakt hierzu:
Nicole Gebhardt unter: gebhardt.krueger@t-online.de / 0151 41926132

Wer die Möglichkeit nutzen möchte das Stück „Angelino-Engel fallen weich“ anzusehen, ist herzlich eingeladen am 07.05.2011 um 20 Uhr in Jügesheim dabei zu sein.
Informationen zur Kartenbestellung unter: atelier-therater-obertshausen@web.de
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