Anzeige

Axel Schmidt (FDP) fordert Stefan Schelle (CSU) als Bürgermeister in Oberhaching heraus

In einer internen Klausur hat der Vorstand der FDP Oberhaching Axel Schmidt einstimmig zum Bürgermeisterkandidaten für die Kommunalwahlen 2020 vorgeschlagen.

Der 51-Jährige ist bereits Bezirks-Vorsitzender der Freien Demokratischen Partei in Oberbayern und ihrer über 3.000 Mitglieder. Schmidt bekleidet dieses Amt seit gut einem Jahr ehrenamtlich in der Nachfolge von Jimmy Schulz MdB.
Beruflich arbeitet Schmidt als Chief Digital Officer bei einem Münchener Traditionskonzern.
Schmidt hat viele Jahre im Ausland – vorwiegend den USA– verbracht und sieht sich selbst als „Trump-Flüchtling“. Seit zwei Jahren lebt er nun wieder in Oberhaching, wo er schon einen kleinen Teil seiner Kindheit verbracht hatte und vor zwölf Jahren ein Haus gebaut hat.

Schmidt glaubt, dass vieles gut läuft in Oberhaching, aber er ist auch davon überzeugt, dass sein Blick von außen und seine Erfahrung in der Wirtschaft neue Akzente in der Gemeinde setzen würden.

Der Vater von zwei studierenden Kindern will vor allem, dass sich Oberhaching nicht nach dem Sankt-Florian-Prinzip abschottet, sondern weiterhin moderat wächst. Potenzial sieht er im Norden der Gemeinde um den S-Bahnhof Furth und die Autobahnanschlussstelle. „Wir können nicht als Bewohner einer sehr schönen und teuren Gemeinde einfach sagen, dass nur woanders gebaut werden soll und ja nicht bei uns.“

Auch muss sich Bauen deutlich vereinfachen. Oberhaching hat die restriktivste Bausatzung Bayerns. „Kein Mensch bei uns will ein zweites Pullach mit mediterranen Villen und kubistischen Bauhäusern, aber es kann doch nicht angehen, dass wir nur Einheitshäuser mit Einheitsdachwinkeln und Einheitsfarben und Einheitssockeln und Einheitslängenverhältnissen und vor allem Einheitsdachziegeln zulassen. Ein bisschen mehr Kreativität kann man erreichen, auch ohne den oberländlichen Charakter der Gemeinde zu zerstören.“

Kritisch hinterfragen will Schmidt die Millionen-Verschuldung der Gemeinde durch Geothermie und Glasfaser. Er will sich dafür einsetzen, dass ein Anschluss ans Glasfaser-Netz von einem Geothermie-Anschluss entkoppelt wird, und die Bürger ohne hohe Anschlusskosten eine preiswerte Möglichkeit für schnelles Internet erhalten. Dabei gilt es gleichzeitig Weitblick im Hinblick auf den Ausbau der 5G Technologie zu haben, so Schmitt.

Der Ortsvorsitzende Stefan Westermayer zeigt sich kompromiss- und gesprächsbereit: „Wir wissen was wir wollen und werden in den nächsten Monaten bei den anderen Parteien nach Verbündeten für unsere Themen suchen“.

Die Aufstellungsversammlung der FDP zur Bürgermeister- und Gemeinderatswahl, findet im September statt. Während die Freien Demokraten bei der letzten Wahl keine Liste aufgestellt hatten, werden sie dieses Mal mit 20 Kandidaten und Kandidatinnen antreten. Die FDP war bei der Bundestagswahl 2017 zweitstärkste Kraft in der Gemeinde.
1
Einem Mitglied gefällt das:
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.