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HELI Donau-Ries in der 1.Basketball Bundesliga mit vereinten Kräften erfolgreich | Ein kleiner Lagebericht

Morgan Henderson (Bild: eventduo.de) (Foto: Michael Schremmel und Wilhelm Linse)
 
Sophie Eder (Bild: eventduo.de) (Foto: Michael Schremmel und Wilhelm Linse)
Nördlingen: Hermann-Keßler-Halle | (luh) Mit HELI Donau-Ries etabliert sich erfolgreich eine feste Größe in der deutschen Basketball-Landschaft. Nun schon seit Jahren erste Liga. Als herausragende Beispiele für erfolgreiche Arbeit dürfen die Teilnahme an den PlayOffs in der Saison 2008/2009 und das Erreichen des Pokalfinales 2009/2010 genannt werden. Blickt man auf die aktuelle Tabelle der 1.DBBL (Damen-Basketball-Bundesliga) steht das Nördlinger Team auf einem oberen Platz direkt mit Größen wie Klassenprimus Saarlouis und Dauerbrenner Marburg. "Sicherlich konnte das niemand so erwarten", gibt Manager Kurt Wittmann zu bedenken. Sicherlich, die Saison ist lang und es stehen noch viele schwere Spiele auf dem Programm. Doch eins ist schon abzusehen. Die HELI Damen des Sponsors HELI Aviation aus Wallerstein sind dabei richtig abzuheben. Sicherstes Anzeichen hierfür der sensationelle Sieg gegen den bayerischen Mitrivalen des TSV Wasserburg. "Für Wasserburg sind wir schon eine Art Angstgegner", freut sich der Manager. Tatsache ist, seit Jahren hat der Serienmeister vom Inn noch nicht in Nördlingen gewinnen können. So also auch in dieser Saison. Man darf im HELI-Team also mehr als zufrieden sein.
Der Erfolg ist aber natürlich kein Automatismus. Viele ehrenamtliche Hände des Stammvereins BG Donau-Ries e.V. sind dafür zuständig, dass die Präsenz im deutschen Oberhaus keine kurze Periode der Sportgeschichte werden soll. "Entscheidend für die Nachhaltigkeit ist die Nachwuchsarbeit", erörterte Kurt Wittmann. Als Sponsor und Partner des TSV Nördlingen gehen viele tausend Euro des BG Donau-Ries e.V. an die FENDT-Caravan-Basketball-Akademie-Donau-Ries, so der lange Name der leistungsorientierten Kaderschmiede. Synergieeffekte gibt es zusätzlich: Mit Andreas Ebertz trainiert der ehemalige Co-Trainer der Bundesliga-Damen nun die Regionalliga-Mannschaft im TSV Nördlingen. Headcoach im HELI Donau-Ries Team, Patrick Bär, hat wiederum die u17 Mädels der WNBL (Weibliche-Nachwuchs-Bundesliga) unter sich. Somit ist ein nahtloser Übergang aller Altersklassen bis hin zur Basketball Bundesliga gewährleistet. "Die Chance mit Basketball in die 1.Liga zu kommen ist wohl niergends größer als in Nördlingen! Man muss sich schon reinhängen, denn Talent allein reicht natürlich nicht. Die Strukturen in Nördlingen erlauben aber jegliche Förderung und das schöne ist: jeder ist für den anderen da!", fährt Kurt Wittmann fort. Im Kader der Bundesliga-Damen von HELI Donau-Ries stehen momentan 5 Nationalspielerinnen, namentlich: Kapitänin der Nationalmannschaft Dorothea Richter, Nathalie Ebertz, Fanni Szitty, Sophie Eder und Teresa Kucera. Nördlingen darf also zu Recht als Hochburg des Damen-Basketballs in Deutschland bezeichnet werden. Eine Tatsache, die vor allem den Schirmherrn der HELI-Damen, Landrat Stefan Rößle, sehr freut. Für den Landkreis und die Region ist das ein großer Imagegewinn. Parallelen lassen sich zum Fechtzentrum Tauberbischofsheim ziehen, das weit über die Grenzen hinaus bekannt ist.
Für die Zukunft wird entscheidend sein, wie sich die Kräfte in Nördlingen verbinden lassen. Der Markt ist sicherlich begrenzt, aber es scheint die Verantwortlichen der BG Donau-Ries holen das Optimum für sich heraus. "Basketball ist ja nicht allein auf der Welt", so Vorstand Michael Koch. Die Konkurrenz in der Sportlandschaft ist immens. Neben den Turnern, die u.a. in der 2.Bundesliga aktiv sind, gibt es viele Sportarten, die um die Gunst der Zuschauer werben. "Es ist ja auch viel Geld im Spiel", so Koch. Hierzu ein paar Zahlen. Mit einem Budget von rund 150.000 Euro ist der Finanzbedarf nicht gerade gering. Dank vieler Partner, Sponsoren und Freunde aber auch in einer Kleinstadt machbar. Zum Vergleich... Nördlingen mit etwa 20.000 Einwohnern schlägt sich äußerst erfolgreich gegen Städte wie Leipzig, Frankfurt, Oberhausen oder Halle! "Für die tolle Unterstützung sind wir allen sehr verbunden, was aber auch auf Gegenseitigkeit beruht. Mit den Damen bekommt man sauberen, spannenden und attraktiven Sport. Wir sind ein toller Werbeträger in ganz Deutschland für die Region und Nördlingen.", freut sich Michael Koch. Bisher haben insgesamt gut 25.000 Zuschauer unsere Damen gesehen. Highlight sind sicherlich die Derby-Begegnungen gegen Wasserburg und heiße Kämpfe um die PlayOff-Plätze. Das dabei Geld nicht immer alles ist, beweisen die HELI Verantwortlichen immer wieder durch Aktionen wie "Die Lizenz zum Ticket drucken". "Für die Partner und Fans der Bundesliga-Damen eine tolle Sache", so Koch. Die s.g. "Lizenz" wird Partnern zu einem bestimmten Spiel zur Verfügung gestellt und diese können dann soviele Eintrittskarten wie sie nur wollen kostenlos selbst drucken und an Kunden, Freunde, Familie usw. verteilen. "Ganze Großfamilien oder Schulen kommen so mal für lau auf Einladung eines Partners zu uns in die Hermann-Keßler-Halle", freut sich Vorstand Michael Koch. "Kritisch betrachtet springt dann natürlich kein Cent für die Mannschaftskasse dabei raus, doch sind wir unserer Heimat schon ein Stück verpflichtet allen die Tür weit aufzumachen!", fährt Koch abschließend fort.
Es darf also gespannt auf die kommenden Wochen geblickt werden. Bleibt das Team um Coach Pat Bär und dem neuen Co-Trainer Martin Graf verschont von Verletzungssorgen und schafft man es das Niveau zu halten, kann man noch viel von den HELI-Damen aus Nördlingen erwarten. Mit den klaren Siegen gegen Halle und Rhein-Main in heimischer Spielstätte in der Tasche, läßt sich gut aufspielen und beruhigt schlafen... Die Hürden sind aber hoch... so kommt im Pokal als nächster Gegner wieder Saarlouis (26.11. um 20:30 Uhr) in die Hermann-Keßler-Halle. Das Spiel steht unter dem Motto "Ganz Nördlingen gegen den Rest" und wird sicherlich das "Spiel der Spiele" in dieser Basketball-Saison. Drücken wir die Daumen...
(Foto: eventduo.de)
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Weiterveröffentlichungen:

myheimat-Stadtmagazin nördlinger | Erschienen am 03.12.2010
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