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Kooperationsvereinbarung

Vereinbarung zur Zusammenarbeit
zwischen der
Hochschule für angewandte Wissenschaften -
Fachhochschule Augsburg
vertreten durch ihren Präsidenten
und der
Staatl. Fritz-Hopf-Technikerschule in Nördlingen

Die Staatl. Fritz-Hopf-Technikerschule in Nördlingen ist seit Jahren eine wichtige Bildungseinrichtung,
die zum Abbau struktureller Defizite in Nordschwaben beiträgt, allen
voran der bedeutsame Fachkräftemangel. Als Fachschule zeichnet sie sich durch qualitativ
hochwertige Lehrangebote, intensive praxisnahe Fachausbildung und eine enge Kooperation mit einem attraktiven und hochkarätigen Partnernetz aus. Darunter sind auch strategisch bedeutsame Allianzpartner der Hochschule Augsburg, u. a. das KUKA College und das Technologie Centrum Westbayern (TCW).

Als erste Fachschule in Bayern entwickelte sie gemeinsam mit industriellen Partnern den Studiengang „Mechatronik“ im Rahmen eines Schulversuchs in Bayern. Dieses erfolgreiche
Pilotprojekt hat zur dauerhaften Einrichtung dieses Schulangebots in ganz Bayern geführt und soll nun um die Kooperation mit der Hochschule Augsburg erweitert werden.
Im Rahmen dieser Kooperation wollen die beiden Partner die gemeinsame Weiterentwicklung von Bildungsangeboten intensivieren und sich sowohl bei Lehr- als auch bei Infrastrukturangeboten gegenseitig verstärkt unterstützen.
Sehr guten Absolventen der Technikerschule soll zudem der Weg an die Hochschule und ein Fachstudium in Augsburg erleichtert werden. Dabei ist eine verstärkte Zusammenarbeit mit der Hochschule beabsichtigt, um Kräfte zu bündeln, vorhandene Ressourcen effektiv zu nutzen und für beide Partner wertvolle Synergien zu erschließen.
Tätigkeitsschwerpunkte und Ziele dieser Zusammenarbeit sind:
1. Unterstützung bei Lehrveranstaltungen und Durchführung von Studienteilen
Die Fritz-Hopf-Technikerschule unterstützt das Lehrangebot der Hochschule Augsburg
und stellt Räumlichkeiten für die Durchführung von Lehrveranstaltungen und Praktika
im Rahmen ihrer freien Kapazitäten zur Verfügung. Zudem eröffnen sich beide Partner
die gegenseitige Nutzung von Technikinfrastruktur im Rahmen der rechtlichen und tatsächlichen
Möglichkeiten.
Die Fritz-Hopf-Technikerschule unterstützt das Lehrangebot der Hochschule Augsburg
und umgekehrt. Geeigneten Mitarbeitern, die die rechtlichen Voraussetzungen erfüllen,
wird es dazu ermöglicht, Lehrveranstaltungen zu übernehmen.
2. Aufbau partnerschaftlicher Beziehungen im Zuge eines Schulversuchs
Beide Kooperationspartner bemühen sich um die Einrichtung und Durchführung eines
Schulversuchs, im Rahmen dessen Absolventen der Technikerschule und Studenten
der Hochschule Augsburg der Erwerb fehlender Schlüsselqualifikationen (z. B. Sonderunterrichte,
Praktika, Einstiege in Hochschulstudiengänge) sowie die Erzielung qualifizierender
Abschlüsse in einem noch zu detaillierenden Modell ermöglicht werden.
Der Schulversuch bedarf einer gesonderten Vereinbarung zwischen den Partnern.
3. Stärkung des Technologie- und Wissenstransfers
Die beiderseitige Einbindung in Technologietransfer-, Bildungs- und Weiterbildungsaktivitäten,
sofern diese auf Grund der räumlichen Distanz möglich und thematisch sinnvoll
erscheinen, wird ausgebaut. Dies zunächst auf den Themenfeldern „Mechatronik“,
„Robotik“, „Automobilelektronik“ und „Bildverarbeitung / Technische Optik“. Weitere Berührungspunkte
werden sondiert, Kooperationsmöglichkeiten im Einzelnen diskutiert.
4. Projektkooperation und Stärkung des Auftritts am Markt
Beide Kooperationspartner bemühen sich um Kontakte zu Unternehmen. Zu einzelnen
Fragestellungen werden Projekt- oder Lösungsansätze erarbeitet. Dabei verweist die
Technikerschule bei weitergehenden Maßnahmen auf das Angebot der Hochschule
Augsburg.
Umgekehrt unterstützt die Hochschule Augsburg die gemeinsame Bearbeitung von
Facharbeitsthemen an der Fritz-Hopf-Technikerschule und bemüht sich um eine Anerkennung
der von den Technikerschülern hierbei erbrachten Praxiserfahrung.
5. Kooperation bei Lehrangeboten und Anerkennung von Prüfungsleistungen
Beide Partner unterstützen sich gegenseitig durch einen offenen Informationsaustausch,
um eine Verbesserung der Lehre und der praxisnahen Ausbildung zu erzielen.
Gute, für das Studium geeignete Technikerschüler werden gemeinsam gefördert. Dies
durch Anpassung der Lehrinhalte und Intensivierungsunterrichte seitens der Fritz-Hopf-
Technikerschule im Rahmen ihrer Gestaltungsfreiräume.
Parallel unterstützt die Hochschule Augsburg die Zusammenarbeit durch die Anerkennung
von guten Studien- und Prüfungsleistungen, die während der Ausbildung an der
Technikerschule erworben wurden, soweit dies rechtlich möglich ist.
Details werden durch Einzelvereinbarungen nach sorgfältiger Prüfung im Rahmen des
angestrebten Schulversuchs geregelt.
6. Stärkung der Bemühungen um Sicherung des Fachkräftenachwuchses
Die Abwanderung von qualifiziertem Fachpersonal aus dem Wirtschaftsraum Nordschwaben
soll durch diese Kooperation verringert werden. Der Standort Nördlingen soll
gemeinsam mit dem TCW zu einem für Studierende beider Partnereinrichtungen attraktiven
Bildungsstandort weiterentwickelt werden, wo Teile des praxisnahen Unterrichts,
Praktika oder die Anfertigung von Fach- und Diplomarbeiten möglich sind.
Die vorliegende Kooperationsvereinbarung und die darin enthaltenen Bestimmungen sind
auf die Dauer der Kooperation beschränkt. Diese Vereinbarung kann von beiden Seiten
jeweils zum Ende eines Semesters gekündigt werden.
Nördlingen, 21. September 2009
Hochschule Augsburg Staatl. Fritz-Hopf-Technikerschule
Prof. Dr. Hans-E. Schurk OStD Christian Schmidt
Präsident Schulleiter
Stefan Rößle, Landrat Hermann Faul, Oberbürgermeister
Landkreis Donau-Ries Stadt Nördlingen
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Weiterveröffentlichungen:

myheimat-Stadtmagazin nördlinger | Erschienen am 17.12.2009
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