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Energiekonferenz in Olmütz – Nördlingen beteiligt

Auf unserem Bild zu sehen links der Primator (Oberbürgermeister) der Stadt Olmütz, Martin Novotny, in der Mitte Michael Bartos, der Direktor des ökologischen Zentrums sowie rechts 3. Bürgermeister Richard Gerstenmeyer, Stadt Nördlingen
Vertreter der Stadt Nördlingen nahmen an einer internationalen Energiekonferenz in der tschechischen Partnerstadt Olmütz teil. Dabei wurden technologische und politische Aspekte von erfolgreichen Projekten in der Praxis vorgestellt. Die Nördlinger Partnerstadt, im Osten Tschechiens gelegen, führte in ihrem städtischen Zentrum für die ökologische Erziehung und Weiterbildung eine internationale Tagung durch. Teilnehmer waren Stadträte und leitende Verwaltungsbeamte aus den Städten Veenendaal, eine holländische 60.000 Einwohner-Stadt in der Nähe von Utrecht, Vertreter aus Luzern in der Schweiz (70.000 Einwohner) und Tampere (Finnland); die Metropole hat 200.000 Bewohner. Für die Gastgeber stellte Michael Bartos, der Direktor des ökologischen Zentrums und der durchführende Architekt aus Prag, das Niedrigenergiehaus vor. Das Zentrum liegt am Stadtrand von Olmütz, inmitten eines 15 ha großen Naturschutzgebiet. Es führt ein Fußweg über das Dach und ist umgeben von kleinen natürlichen Teichen. Es besteht aus einem großen Vortragssaal, mehrere Seminarräume und 45 Betten als Übernachtungsmöglichkeiten für mehrtägige Veranstaltungen.

Das Publikum bei der Tagung bestand aus Studenten und wissenschaftlichen Mitarbeitern der Universität von Olmütz, aus Kommunalpolitikern sowie aus Fachleuten, die sich mit Fragen der Energiewirtschaft befassen.

Die Vertreter der Stadt Nördlingen, 3. Bürgermeister Richard Gerstenmeyer und der Leiter des städtischen Liegenschaftsamtes, Karl Stempfle, informierten das Fachpublikum mit einem eigens angefertigten Videofilm über das Solarbad Nördlingen. Dieses wird seit 15 Jahren betrieben. Die Wassererwärmung erfolgt ausschließlich durch Solarabsorbertechnik, ohne zusätzliche Verwendung von fossilen Brennstoffen. Das kalte Wasser wird durch Glasröhren auf die 1.400 qm großen Dachflächen der Freibadgebäude gepumpt. Die Röhren sind mit schwarzen Gummimatten überdeckt, damit die Sonnenkraft besonders stark wirken kann. Aneinandergereiht würden die einzelnen Matten eine Länge von 4,5 km ergeben. Durch diese Verfahrensweise ist es möglich, 600.000 kWh/Jahr an fossilen Brennstoffen zu sparen, die derzeit ca. 35.000 Euro kosten würden. Die CO2-Einsparung beträgt 600 to pro Jahr.

Außerdem wurden die zahlreichen weiteren energiewirtschaftlichen Aktivitäten der Stadt Nördlingen, wie z. B. der Bau der Hackschnitzelheizung beim Schulzentrum, Umrüstung mehrerer Heizungen auf Pelletsbefeuerung, Erneuerung der Straßenbeleuchtung, Verpachtung von städtischen Dächern für Photovoltaikanlagen etc., vorgestellt. Anschließend stellten sie sich den Kollegen aus den anderen Stadtverwaltungen und dem Fachpublikum den zahlreichen Fragen. Insbesondere fand Anklang, dass eine vergleichsweise kleine Stadt mit 19.000 Einwohnern sehr viele Projekte realisiert hat. Das Ziel der Konferenz war, erfolgreiche Projekte in der Praxis vorzustellen und nicht nur zukünftige Planungen und Ziele zu erläutern.

Die Beiträge aus der Riesmetropole erhielten große Beachtung und fanden starken Applaus. Die Konferenz wurde simultan in drei Sprachen übersetzt. Das nationale tschechische Fernsehen sowie mehrere Pressevertreter berichteten von der Konferenz.
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Weiterveröffentlichungen:

myheimat-Stadtmagazin nördlinger | Erschienen am 17.12.2010
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