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Klosterkirche Maihingen, Andacht in der Weihnachtszeit

  „Es ist für uns eine Zeit angekommen, es ist für uns eine große Freud“ . . . es ist die Zeit der weihnachtlichen Andachten. Die Klosterkirche, das Gotteshaus öffnet seine Pforten für alle Menschen, für dich und für mich, für Arme und Reiche, für katholische und evangelische Mitmenschen, für alle Religionen dieser Erde – denn vor Gott sind alle Menschen gleich.

Musik ist die Sprache der Seele. Die Klosterkirche in Maihingen, sie spricht und jubiliert aus der Tiefe der Seele. Chöre und Solisten, Orchester und Orgelklänge, Ansprachen und Vorlesungen – Weihnachten ist nicht mehr weit.

Wandle mit mir durch Flure und Gänge, durch Gewölbe. Erklimme Treppen, schreite andächtig durch sonst verschlossene Zimmer – und staune.

Eine Führung macht dies alles möglich. Kompetente Erklärungen über Altäre, Wandbehänge, behütete Priester Gewänder, geschnitzte Ornamente an den Wänden, im Geländer, rund um die Orgel und staune über den Blasebalg. Ja tatsächlich, es gab mal eine Zeit, da wurde nur durch Manneskraft der ehrwürdigen Orgel die Vielfalt der Töne entlockt. Und heute? Heute geht natürlich alles elektrisch.

Das Heilige Grab „Kenotaph Christi“, ein barockes Kunstwerk, ein kostbares Juwel in barockem Glanz. Wer in dieser Kirche Einkehr sucht, der ist fasziniert durch die besondere Ausstattung, aber vor allen Dingen durch die Stille weitab vom Massentourismus.

Jetzt sitze ich unter der wunderbaren Kuppel im Kirchenschiff, gleite mit den Augen in die Höhe, versinke in die Aussagekraft der üppigen Malerei vollendeter Kunst. Gedanken aus (m)einer vergangen Zeit, sie überwältigen mich und machen doch froh und dankbar für das Heute:

Flucht und Vertreibung
Millionen Menschen, weltweit sind sie auf der Flucht vor Hunger und Not, vor Krieg und Verderben. Das Kloster hat das Klopfen gehört und seine Pforten geöffnet, Flüchtlingsfamilien aufgenommen. Das Kloster in Maihingen im Ries hat Flüchtlingsfamilien aufgenommen, eine Herberge bereitet und Mitgefühl gezeigt.

Ein Zeichen der Menschlichkeit, das ist gelebtes Bethlehem. Im Kloster Maihingen haben Menschen nach ihrer Flucht nicht nur eine erste Unterkunft gefunden, sondern auch offene Arme und ein Stück Zuhause.

Flüchtlinge, Vertriebene – sie sind Menschen wie DU und wie ICH.

Denk daran, nicht nur an Weihnachten ist Bethlehem . . .

Zur Geschichte der Orgel:

Die Barockorgel der Klosterkirche: 1734 bis 1737 vom Eichstätter Orgelbaumeister J. M. Baumeister erbaut, wurde sie Mitte des vorigen Jahrhunderts wegen verschiedener Schäden unspielbar. Aus heutiger Sicht war das ein Glücksfall, weil dadurch der originale Intonations- und Stimmungszustand der Orgel erhalten wurde. Seit der Restaurierung von 1988 bis 1990 beherbergt Maihingen ein einzigartiges Instrument, das von bedeutenden Organisten gerne gespielt wird.

Bei deiner nächsten Reise ins Ferienland Donau – Ries in Bayerisch Schwaben schau doch einfach mal in Maihingen vorbei. Die Klosterkirche, Museum KulturLand Ries, ein Pilgerpfad, Geotope Klosterberg, sie laden ein zum Verweilen, Ausruhen, zum Entdecken und Kraft tanken für den Alltag.
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6 Kommentare
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Romi Romberg aus Berlin | 19.12.2016 | 11:27  
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Heidi Kaellner aus Nördlingen | 19.12.2016 | 13:29  
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Werner Szramka aus Lehrte | 19.12.2016 | 14:24  
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Ingeborg Behne aus Barsinghausen | 19.12.2016 | 14:25  
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Heidi Kaellner aus Nördlingen | 19.12.2016 | 18:29  
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Heidi Kaellner aus Nördlingen | 19.12.2016 | 18:32  
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