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ASTRO-BACH - Musik von Bach, Texte von Astronauten - Samstag, 9. März 2013, 19:30 Uhr, Rieskratermuseum und Spitalkirche Nördlingen

Die erste Fotografie eines Menschen von der „einen ganzen Erde“. Aufgenommen von einem Apollo 8-Astronauten aus einer Entfernung von etwa 30.000 Kilometern. (Foto: NASA, public domain)
 
Ludwig Frankmer 2009 bei einem Konzert in der Spitalkirche
Nördlingen: Rieskratermuseum |

Konzert mit Ludwig Frankmar (Cello) und Peter Gößwein (Rezitation)

„In der Erde verwurzelt und doch überirdisch schön“ so schwärmt manch Liebhaber von der Musik Musik Johann Sebastian Bachs. In Bachs Cello-Solosuiten wird das besonders deutlich: Das Instrument, mit seinem Stachel in der Erde verwurzelt, vermag doch Melodien preiszugeben, die aus anderen Sphären zu kommen scheinen. Den aus Schweden stammenden Cellisten und Barock-Spezialisten Ludwig Frankmar und den in Kaufbeuren geborenen Schauspieler Peter Gößwein – beide leben heute in Berlin – hat das zu einem gemeinsamen Projekt inspiriert, das unter dem Namen „ASTRO-BACH“ überirdische Musik mit überirdischen Gedanken verknüpft.

Meditativer Dialog

Denn, anders als zu Bachs Zeiten, gibt es heute Menschen, die die Erde tatsächlich körperlich verlassen haben, die als Piloten und Forscher im Weltall waren und dabei die Stellung der Erde – und des Menschen - im Kosmos neu zu sehen begannen. In dem 1989 erschienenen Buch „Der Heimatplanet“, herausgegeben von einer internationalen Organisation, die in der Zeit des kalten Krieges westliche Astronauten und sowjetische Kosmonauten zusammenbrachte, äußern diese Raumfahrer ihre Gedanken. In der Verbindung dieser Gedanken mit Cello-Solomusik von Bach und venezianischen Renaissance-Komponisten entsteht ein meditativer Dialog.

Mit Musik und Texten von Ort zu Ort

In Zusammenarbeit mit dem Rieskratermuseum hat Kirchenmusikdirektor Udo Knauer, Kantor an der Nördlinger St. Georgskirche, Peter Gößwein und Ludwig Frankmar nach Nördlingen eingeladen und angeregt, diesen Dialog um Bibelworte zu erweitern, die ebenfalls die Stellung des Menschen und der Erde im Kosmos aus einer ganz eigenen Sicht betrachten.

Und so präsentiert sich ASTRO-BACH am 9. März in Nördlingen sinnfällig als Wandelkonzert an Orten, die in verschiedener Weise über das Irdische hinausweisen: im Rieskratermuseum an der Impakt-Dokumentation und an der Mondgesteinsvitrine, in der Spitalkirche am Altar im Chorraum.

Die Künstler

Peter Gößwein studierte Schulmusik in Karlsruhe und absolvierte eine Ausbildung an der Badischen Schauspielschule. Er arbeitet als Sprecher, Darstellender Künstler und Musiker in verschiedensten Projekten und Performances seit 1990 vor allem in Berlin. Daneben ist er als Stimmbildner und Präsenztrainer (www.praesenz-jetzt.de) tätig. Seit 2008 umrahmt er die öffentlichen Vorlesungen der technikwissenschaftlichen Klasse an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften mit literarisch-musikalischen Interventionen. Die erste Vorlesung in dieser Reihe hatte das Thema Weltraumtechnik und wurde mit Auszügen aus dem Programm ASTRO-BACH kommentiert.

Ludwig Frankmar stammt aus einer schwedischen Kirchenmusikerfamilie. Nach Studien in seiner Heimatstadt Malmö war er als Orchestermusiker an der Barcelona Oper, später als Solocellist der Göteborger Oper und der Camerata Bern tätig. Als er 1995 den Orchesterberuf verließ, beschäftigte er sich zuerst v.a. mit zeitgenössischer Musik. Kontakte und Zusammenarbeit mit Kirchenmusikern führten ihn zur Alten Musik und zur historischen Aufführungspraxis. Er spielt auf einem historischen Cello aus der Werkstatt Louis Guersan, Paris 1756.

Konzertbeginn ist um 19:30 Uhr im Rieskratermuseum,
die Abendkasse im Museum öffnet um 19 Uhr.
Eintritt: 15 €, Schüler und Studenten 10 €, die Platzzahl ist begrenzt.
Telefonische Reservierung ab sofort im Rieskratermuseum (09081/84710) oder im Evang. Pfarramt Nördlingen (09081/4035) - Abholung nur an der Abendkasse!
Reservierte Karten müssen bis 19:15 Uhr abgeholt werden.


Eine Veranstaltung der Kantorei St. Georg in Zusammenarbeit mit dem Rieskratermuseum
www.rieskratermuseum.de
www.musik.sankt-georg-noerdlingen.de
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