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Technikforum „Traceability“

  Auf äußerst positive Resonanz stieß das 9. Technikforum "Traceability - Etikettieren, Markieren, Codieren in Dokumentation, Automation und Logistik“ am Technologie Centrum West-bayern (TCW). „Wir haben elf hochkarätige Referenten aus renommierten Firmen aus ganz Deutschland heute zu Gast“, berichtete Prof. Dr.-Ing. Markus Glück (Hochschule Augsburg / TCW) in seinem Einführungsreferat. 85 Teilnehmer bis aus der Nähe von Hannover, Frei-burg, München und Stuttgart waren trotz winterlicher Straßenverhältnisse gekommen, um sich über das für Fertigungsunternehmen brandaktuelle Thema zu informieren.
Unter „Traceability“ versteht man die lückenlose Rückverfolgbarkeit sowie der Einsatz von Codes und Identifikationssystemen in der Fertigungs- und Lagerlogistik. „Zunehmend sehen sich Zulieferer und Fertigungsunternehmen mit dieser Anforderung durch ihre Kunden konfrontiert. Wir haben damit sehr gute Erfahrungen gesammelt und einiges dazu gelernt“, be-richtete in einem Einführungsreferat Bernd Sandmaier, Vertriebsleiter der Matulka electronic GmbH aus Nördlingen - Veranstaltungspartner und Mitinitiator der Tagung. Weiter Veranstal-tungspartner waren die Hochschule Augsburg, der VDI / VDE Bezirksverein Augsburg, das Transfernetzwerk TEA und der Cluster Mechatronik & Automation e.V.
Auch das Qualitätsmanagement und das Product Lifecycle Management (PLM) verlangen eine lückenlose Dokumentation wesentlicher Bauteile, Herstellungsschritte und Prozesse, wie die allesamt hochkarätigen Referenten aus Theorie und Praxis berichteten.
Ralf Schimanski (Barcodat, Dornstetten) zeigte auf, welche Hürden es im Betriebsalltag zu überwinden gilt, welche Technologien und Standards heute zum Einsatz kommen und vor allem wie man Codemarkierungen zuverlässig aufdrucken, mit dem Laser aufschreiben oder neuartige Funktechnologien (RFID) nutzen kann. Michael Göhner (AIT Göhner, Stuttgart) berichtete über Einsatz, Normung und Test von neuartigen 2D Data-Matrix Codes.
Die lückenlose Rückverfolgbarkeit gefertigter Produkte sowie die Integration von Code Lese-systemen stellt in der Praxis eine besondere Herausforderung dar. Wie man ein Traceability Projekt angehen kann, zeigte Walter Heim (Turck, Mühlheim an der Ruhr auf) an Praxisbei-spielen auf. Ergänzend dazu stellte Manfred Pierl (Sick AG, Waldkirch) eine Auswahlmetho-dik für den Einsatz von automatisierten Identifikationstechnologien vor. Diese wurde gemein-sam mit dem Forschungsinstitut für Rationalisierung an der Rheinisch-Westfälischen Univer-sität (RWTH) in Aachen entwickelt. Eingeflossen sind auch betriebswirtschaftliche Auswerte-verfahren, die von der Universität St. Gallen entwickelt wurden.
Wie man neuartige Funk Identifikationssysteme (RFID) in der Fertigung und der Logistik ein-führt und was sich hier an Neuem entwickelt, erläuterte Jens Dolenek (Siemens AG, Nürn-berg). Verfahren zur Aufdruckkontrolle und für das maschinelle Lesen von Codemarkierun-gen standen im Mittelpunkt des Vortrags von Dr. Peter Daniel (Baumer GmbH, Friedberg bei Frankfurt).
Eine völlig andere Art der Produktbeschriftung stellt das direkte Beschriften eines Werk-stücks oder einer Platine mit Hilfe eines Laserstrahls dar. Über Praxiserfahrungen berichtete Wolfgang Bayerle von einem der Marktführer, ROFIN-Sinar (Bergkirchen). Interessante Mus-terbeispiele wurden vorgestellt. Dirk Masuhr von GS1 Germany (Köln) berichtete über Stan-dards, Neuentwicklungen und die Anbindung von IT Systemen bei Codiersystemen in Logis-tik und Handel.
Maßnahmen gegen die zunehmende Produktpiraterie standen im Mittelpunkt des Vortrags von Ralf Pfisterer (Balluff, Neuhausen). 68 % der deutschen Unternehmen sind Opfer von Produktpiraten. Eine Waffe dagegen sind Funkidentifikationssysteme (RFID), die in die Pro-dukte eingebaut werden.
Aus der aktuellen Forschung berichtete TEA- und Clusterpartner Christian Lau vom Institut für Werkzeugmaschinen und Betriebswissenschaften der TU München. Im Mittelpunkt seiner auf zukünftige Anwendungen ausgerichteten Präsentation standen Verbundfaserwerkstoffe (CFK) und der Einsatz von RFID Funksystemen zur prozessbegleitenden Datenerfassung und Identifikation von Teilen für den Flug- und später Fahrzeugbau.
„Eine rundum hochkarätige Veranstaltung, die sicher fortgesetzt wird“, fasst Pof. Dr. Ing. Markus Glück den Workshop zusammen. „Das nächste Projekt ist bereits geplant: ein Ganz-tagesworkshop über Greifertechnik „Pick & Place“ am 25.2.2010. Interessierte finden bereits das Programm zum PDF Download im Internet.
Die Anmeldung hierzu über anmeldung@tcw-donau-ries.de ist bereits möglich. Weitere In-formationen im Internet unter www.tcw-donau-ries.de.
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Weiterveröffentlichungen:

myheimat-Stadtmagazin nördlinger | Erschienen am 05.02.2010
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