Anzeige

Nördlingens ehrenamtliche Helfer im Porträt

Walter Töpfer
 
Elisabeth Lippert-Keßler
 
Gertrud Engelhard-Ulrich
Walter Töpfer, 66 Jahre aus Nördlingen

Walter Töpfer ist seit 2004 beim Diakonischen Werk in der Integrationsarbeit ehrenamtlich tätig.

Ursprünglicher Beruf: Maschinenbau-Ingenieur.
Ins Ehrenamt ist er „hineingerutscht“ durch seine Wohnlage im Wemdinger Viertel und die Verlagerung des informellen Treffpunktes der russlanddeutschen Jugendlichen vor seinen Garten. Eigentlich wollte er nur anleiern und mit organisieren, dass die Jugendlichen eine offizielle Möglichkeit finden, sich zu treffen, und sich dann aus der ganzen Sache wieder heraus nehmen, aber dann sind ihm die Jugendlichen ans Herz gewachsen.

Tätigkeiten: von der Betreuung des Offenen Jugendtreffs über Gruppenangebote und Einzelfallhilfe, wie z.B. Begleitung in Ämter bis hin zum Reparieren unterschiedlichster Gegenstände...


Elisabeth Lippert-Kessler aus Nördlingen

Seit Januar 2004 tätig bei der Hausaufgabenbetreuung.
Die gelernte Heilpädagogin war zuvor in einer Förderschule für geistig behinderte Kinder tätig und hat selbst 3 Kinder.
Durch einen Aufruf im Gemeindebrief wurde sie darauf aufmerksam, dass für die Hausaufgabenbetreuung der Diakonie noch Leute gebraucht werden.

Tätigkeiten: Hausaufgaben nachkontrollieren, mit Kindern Gedichte üben, Nachschriften diktieren, Stifte spitzen, und und und...


Gertrud Engelhardt-Ulrich aus Nördlingen

Ist seit 2004 im Hausaufgaben-Team und wurde auf das Ehrenamt aufmerksam, nachdem die Ehrenamtsbörse von Frau Eberhard gegründet wurde. Sie ist gelernte Fachlehrerin für Hauswirtschaft und textiles Gestalten und war ebenfalls in einer Förderschule für Kinder mit geistiger Behinderung tätig, wo sie Hauswirtschaft, Werken und Handarbeit unterrichtete.
Selbst hat sie 2 eigene Kinder, aber noch keine Enkel.

Tätigkeiten: Neben der Hausaufgabenbetreuung im Gemeindezentrum St. Georg und in der Krankenhausbücherei ist Frau Engelhardt-Ulrich seit einigen Jahren außerdem als „Leihoma“ in 2-3 Familien mit Migrationshintergrund tätig. Ihr freiwilliger Einsatz übersteigt das Aufgabengebiet einer Leihoma zum Teil weit (vom Organisieren von Kinderspielen bis zum Kindergartenplatz...) und stellt eine große Unterstützung für die Familien dar.


Helga Fink, 67 Jahre aus Bopfingen

Ist seit 2004 in der Hausaufgabenbetreuung für Migranten-Kinder tätig, ebenfalls seit Beginn der Ehrenamts-Börse. Die gelernte Bürokauffrau hat selbst 2 Kinder und 3 Enkel. Bevor Frau Fink im Hausaufgaben-Team der Diakonie begonnen hat, hat sie sich in einem Tierheim ehrenamtlich engagiert und Flohmärkte organisiert.

Tätigkeiten: bei Aufsätzen helfen, Mathe erklären, Vokabeln abfragen, Hausaufgaben nachkontrollieren, Schwarzer-Peter-Spielen, und und und...


Alice Dümmler, 65 Jahre aus Riesbürg

Die gelernte Industriekauffrau ist jetzt seit 5 Jahren in der Hausaufgabenbetreuung tätig. Sie kam zum Ehrenamt weil sie den Wunsch hatte, sich sozial zu engagieren. Nach der anfänglichen Tätigkeit als Vorleserin in einem Altenheim hat sie festgestellt, dass ihr der Umgang mit jungen Menschen besser liegt und mehr Spaß macht.

Tätigkeiten: Hausaufgaben korrigieren, verzwickte Matheaufgaben durchschauen, Englisch erklären, alle mit Stiften und Schmierblättern versorgen, und und und...


Michael Smetz, 25 Jahre aus Baldingen

Der Jüngste unter den Ehrenamtlichen ist seit Anfang 2009 im Hausaufgaben -Team der Diakonie. Der angehende Wirtschaftsingenieur schreibt im Moment noch an seiner Diplom-Arbeit und engagiert sich in seiner Freizeit im sozialen Bereich.

Tätigkeiten: bei den Hausaufgaben helfen, Rechenaufgaben erklären, Nachschriften diktieren, Schwarzer-Peter-spielen, und und und...


Nicole Hunger aus Nördlingen

hat selbst „Migrationshintergrund“ als geborene Französin aus Nancy in Lothringen / Ostfrankreich. 1979 kam sie nach Deutschland, um ihren Mann aus Nördlingen zu heiraten. Zum Ehrenamt kam Frau Hunger über persönliche Kontakte zu Frau Eberhard und deren „Ehrenamtlichenbörse“. Dabei hat sie sich für die Arbeit mit Kindern entschieden und war 4 Jahre lang tätig als Begleitung von Kindern auf dem Weg zwischen Kindergarten und Frühförderung und seit 5 Jahren ist sie tätig bei der Hausaufgabenbetreuung für Migrantenkinder.

Tätigkeiten: Unterstützung bei den Hausaufgaben, Referate üben, laut vorlesen lassen, Rechenaufgaben kontrollieren, Memory spielen, und und und....


Irmtraud Mattstedt, 67 Jahre aus Nördlingen
Die gelernte kaufmännische Angestellte ist seit 2002 beim Gerontopsychiatrischen Dienst des Diakonischen Werkes als ehrenamtliche Mitarbeiterin tätig. Dort hilft sie in der Gruppenarbeit mit. Die hauptamtlichen Mitarbeiterinnen vom Gerontopsychiatrischen Dienst lernte sie bei einem Pflegekurs kennen und erfuhr, dass ehrenamtliche Helfer gesucht wurden. Und da sie gerne unter Menschen ist, eine sinnvolle Beschäftigung suchte und auch noch mal was neues ausprobieren wollte, meldete sie sich beim Diakonischen Werk.

Tätigkeiten: Kaffeetafel decken, die Senioren bedienen, abspülen, sich unterhalten, miträtseln, mitsingen, mitspielen, basteln, bei Ausflügen und Therapiefahrten als Aufsichtsperson dabei sein.


Friedrun Meyer, 70 Jahre aus Nördlingen
Die ehemalige Schulleiterin begann ihr ehrenamtliches Engagement vor 10 Jahren, nachdem sie von ausländischen Mitbürgern erfahren hatte, dass viele gerne ihre Deutsch-Kenntnisse verbessern würden, es aber weit und breit keine Angebote gab, um die Sprache ihrer neuen Heimat zu erlernen. Sechs Jahre lang gab sie daraufhin Deutsch-Kurse für unterschiedlichste Gruppen mit unterschiedlichen Vorkenntnissen. 2005 gründete sie das „Internationale Frauencafe“, wo sich bis heute alle 2 Wochen im GZ Wemdinger Viertel Frauen und deren Kinder aus ca. 20 verschiedenen Nationen treffen und miteinander deutsch sprechen. Daraus wiederum entstanden u.a. mehrtägige Ausflüge, Tanzgruppen, Kochkurse und eine Mutter-Kind-Gruppe. Bereits 2006 bekam sie für ihr herausragendes ehrenamtliches Engagement den Sozialpreis der Stadt Nördlingen. Frau Meyer hat auch eine Vision für die Zukunft: seit Jahren bemüht sie sich nun schon vergeblich darum, ein Haus oder ein paar Räume in Nördlingen zur Nutzung überlassen zu bekommen. Viele bereits vorhandene Aktivitäten könnten wesentlich besser aufeinander abgestimmt und gezielt miteinander vernetzt werden, wenn Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt würden, die täglich genutzt werden könnten als „Interkulturelle Begegnungsstätte“ von Herkunftsgesellschaft und Zuwanderern.
1
0

Weiterveröffentlichungen:

myheimat-Stadtmagazin nördlinger | Erschienen am 02.09.2009
Lesen Sie auch die Bildkommentare zum Beitrag
1 Kommentar
9.391
Heidi Kaellner aus Nördlingen | 21.08.2009 | 08:53  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.