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Streit um das glyphosathaltige Mittel Roundup 3.4.2019

Durch den Einsatz von Glyphosat sterben die Insekten Foto:privat
Es ist erneut eine herbe Niederlage für Bayer. In einem Prozess um das umstrittene Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat hat ein Gericht in San Francisco den Leverkusener Konzern am Mittwoch zu Schadensersatz in Höhe von 80 Millionen Dollar verurteilt. Die Geschworenen befanden, dass Bayer für die Krebserkrankung des Klägers Edwin H. haften müsse. In einer ersten Phase des Prozesses vergangene Woche befand die Jury einstimmig, dass das glyphosathaltige Mittel Roundup der Bayer Tochter Monsanto einen erheblichen Faktor bei der Entstehung der Krebserkrankung des Klägers ausgemacht habe. Bayer bestreitet die Vorwürfe gegen Glyphosat und verweist darauf, dass Zulassungsbehörden  weltweit den Unkrautvernichter bei sachgemäßer Anwendung als sicher bewerten. Konzernchef Werner Baumann: "Wir sind ebenso wie die Regulierungsbehörden von der Sicherheit von Glyphosat überzeugt und werden selbstverständlich das Produkt weiterhin entschieden verteidigen. Glyphosat hat zudem eine immense Bedeutung für die weltweite Nahrungsversorgung. Wir beabsichtigen im Fall H. Berufung einzulegen und sind zuversichtlich, dass in der nächsten Instanz eine andere Entscheidung getroffen wird."
Das Unternehmen sieht sich in den USA mit mehr als 11.000 Klägern gegen Glyphosat konfrontiert. Für Bayer Monsanto könnte das ein Gau werden, fürchtet der Börsenexperte Robert H. von der Bader Bank. "Wenn man das jetzt hochrechnet für alle Fälle, über 11.000 Fälle, dann kommen auf die Bayer Aktie und auf den Kurs und auf das Unternehmen dramatische Schadensersatzforderungen zu.  Die kann man zwar zur Not stemmen bei Kapitalerhöhung, aber der Aktienkurs wird darunter leiden. Und je mehr diese Schadensersatz Prozesse laufen, desto eher wird Bayer ein Übernahmeobjekt und wenn es soweit sein sollte, hoffe ich auf eine Lösung, hoffe ich, dass BSF und Bayer zusammen gehen sollten." Bayer hatte Monsanto im vergangenen Sommer für 63 Milliarden Dollar übernommen.
Gutachten zum Krebsrisiko von Glysophat wurde abgewehrt.
https://www.t-online.de/digital/internet/id_855090...
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