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TV-Tipp: „Die Fremde“ – Deutsch-türkisches Drama mit Sibel Kekilli

Sibel Kekilli brilliert in "Die Fremde", der heute Abend auf EinsFestival läuft. (Foto: Siebbi/wikipedia (CC BY 3.0))

Sibel Kekilli hat sich seit ihrem Auftritt in der US-Serie „Game of Thrones“ auch international einen Namen gemacht. Wer die türkischstämmige Schauspielerin außerhalb der epischen Fantasy-Serie sehen will, hat heute Abend die Chance dazu. Zur Primetime läuft das Drama „Die Fremde“, für das man sich unbedingt Taschentücher vorbereiten sollte. Das Ende hängt dem Zuschauer noch lange nach und regt zum Nachdenken an.

Sibel Kekilli hat ein Händchen für dramatische Rollen. Viele kennen sie mittlerweile dank der amerikanischen HBO-Serie „Game of Thrones“, in der sie die Prostituierte Shae darstellt. Diese arbeitet und lebt unerlaubterweise am Hof des Königs Joffrey (Jack Gleeson), hat mit dessen Onkel Tyrion (Peter Dinklage) eine Affäre und könnte jederzeit den Tod finden. In Deutschland kennen wir sie hauptsächlich dank tragischen Charakterrollen, die einem unter die Haut gehen. In Fatih Akins Meisterwerk „Gegen die Wand“ spielte sie eine Türkin, die den traditionellen Zwängen entkommen will und eine Scheinehe eingeht, um ihre Freiheit zu bekommen.

Der Kampf einer Deutsch-Türkin um ein selbstbestimmtes Leben

Auch in „Die Fremde“, der heute Abend um 20.15 Uhr auf EinsFestival kommt, schlüpft sie wieder in die Rolle einer jungen Deutsch-Türkin, die der vorbestimmten Rolle fliehen will. Erzählt wird die Geschichte von Umay (Kekilli), die mit ihrem Sohn Cem (Nizam Schiller) Istanbul und damit ihren gewalttätigen Mann verlässt, um in Berlin bei der Familie ein neues Leben anzufangen. Doch ihre Verwandtschaft ist alles andere als erfreut über den plötzlichen Besuch der Tochter, die mit der Flucht vor dem Ehemann Schande über sie gebracht hat. Jener hat die „Deutschländer-Hure“ längst aufgegeben, will aber seinen Sohn zurück. Da Umays Familie aufgrund ihrer Tat von anderen Türken nicht mehr ernst genommen werden, wollen sie handeln. Um die Ehre der Familie wieder herzustellen, wählen Umays Brüder einen drastischen und dramatischen Weg.

Erstklassiges Drama, das einen nicht loslässt

Das Drama aus dem Jahr 2010 ist alles andere als ein Feel-Good-Movie – trotz alledem ein großartiger Spielfilm von Regisseurin Feo Aladag, den man gesehen haben sollte. Umays verzweifelter Kampf um ein normales Leben in Deutschland, fern jeder Gewalt und dem Wunsch nach Unterstützung der eigenen Familie, reißt den Zuschauer mit. „Die Fremde“ regt zum Denken an, geht unter die Haut, bleibt lange in den eigenen Gedanken. Vor allem das Ende ist tragisch und unerwartet – in Kinosälen war es nach der Ausstrahlung oft minutenlang leise. Die Stille lediglich durchbrochen von leisen, unterdrückten Schluchzern der Zuschauer. „Die Fremde“ ist ein erstklassiges Drama, das heute Abend auf EinsFestival ausgestrahlt wird und eine TV-Empfehlung wert ist.

Hier gibt es einen Trailer zu "Die Fremde":

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