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"Sherlock"-Star Benedict Cumberbatch in "Parade's End" auf ARTE

Benedict Cumberbatch spielt einen zugeknöpften britischen Gentleman (Foto: Rev Stan, flickr, cc by 2.0)

Der Schauspieler Benedict Cumberbatch ist nun auf ARTE zu sehen: In der sechsteiligen Miniserie “Parade’s End” spielt der “Sherlock”-Schauspieler die Hauptrolle. Benedict Cumberbatch entführt als Gentleman Christopher Tietjens in die Zeit vor und während des Ersten Weltkriegs in Großbritannien. Eine Empfehlung für alle Fans der englischen Serie „Downton Abbey“.

Die Minifilmreihe „Parade’s End – Der letzte Gentleman“ basiert auf der in den zwanziger Jahren entstandenen Tetralogie des Schriftstellers Ford Madox Ford. Die Serie dreht sich um den englischen Gentleman Christopher Tietjens, gespielt von Benedict Cumberbatch. Anhand seiner Lebensgeschichte mit Höhen und Tiefen wird das Leben während des Niedergangs der traditionellen britischen Gesellschaft erzählt. Der steife und zugeknöpft wirkende Tietjens entstammt einer alteingesessenen Landbesitzerfamilie und ist sehr traditionsbewusst. Als er 1908 die ausgelassene und immer gelangweilte Luxusdame Sylvia Satterthwaite heiratet, weiß er noch nicht was auf ihn zukommt. Die Gattin, gespielt von Rebecca Hall, ist nämlich ein durchtriebenes Luder und lässt keine Gelegenheit aus, ihren Mann zu hintergehen. Doch tut der edle Gentleman Tietjens etwas dagegen?

Der noble Gentleman zwischen den Welten

Nein, der edle Herr unternimmt nichts, um einem Skandal aus dem Weg zu gehen. Sylvia bricht aus, vergnügt sich mit anderen Männern, doch auch das langweilt die untreue Ehefrau schnell. In einem Brief bittet sie ihren Gatten, zurückkehren zu dürfen. Benedict Cumberbatch alias Tietjens gewährt dies zwar, doch hat in der Zwischenzeit die Frauenrechtlerin Valentine Wannop seine Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Valentine, gespielt von Adelaide Clemens, ist ein ganz anderer Charakter als seine Frau Sylvia. Die Kämpferin glaubt an etwas und will ihre Träume verwirklichen. Valentines Ideale stehen jedoch im Kontrast zu den Anschauungen des traditionsbewussten Gentleman und werfen das gewohnte englische Gesellschaftsmodell über den Haufen. Auch die Auswirkungen des Ersten Weltkriegs in England und Europa bekommt Tietjens zu spüren: Er meldet sich an der Front. Die Miniserie spiegelt das Wechselspiel von Tradition und Moderne und die Zerrissenheit zwischen Pflicht und Leidenschaft und nicht zu letzt das Hin und Her zwischen den zwei Frauen wieder. Der Sechsteiler, der an fast 150 Schauplätzen gedreht wurde bringt aufwändig inszeniertes britisches Flair dieser Zeit ins Fernsehen. Zu sehen ist „Parade’s End – Der letzte Gentleman“ am 7. und 14. Juni auf ARTE.
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