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Ich glaube an das Pferd

Kaiser Wilhelm der II. hat um 1900 nicht an das Auto geglaubt. (Foto: Timo Kern/pixelio.de)
“Ich glaube an das Pferd. Das Automobil ist nur eine vorübergehende Erscheinung“, ließ Wilhelm II. überzeug von sich. Diese Aussage ist ein Paradebeispiel für eine missglückte Zukunftsvorhersage einer prominenten Person.

Auch der letzte deutsche Kaiser konnte sich irren. Wann genau er seine falsche Prophezeiung aussprach, ist unbekannt. Wilhelm lebte von 1859 bis 1941. Bis zur Ausrufung der Republik nach dem Ersten Weltkrieg 1918 war er deutscher Kaiser. Irgendwann während seiner Regentschaft, vermutlich um die Jahrhundertwende, muss er seinen Glauben an das Pferd geäußert haben und noch heute wird das Zitat in Zusammenhang mit dem stetigen Fortschritt im Bereich Technik gebracht. Einen derartig schnellen Fortschritt haben damals viele Intellektuelle und Spezialisten nicht für möglich gehalten.

Wilhelm II. hatte Autos

Trotz seinem Glauben an das Pferd und seiner Abneigung gegenüber der „Stinkkarren“ hatte Kaiser Wilhelm II. bereits Autos an seinem Hof. Sogar innovative Elektroautos. Neben zahlreichen Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren gehörten laut elektroauto-start.de auch drei Elektroautos der Reihe „Mercedes Electrique“ zu seinem Fuhrpark. Übrigens: Wilhelm II. ist nicht der einzige Prominente, der sich eines Besseren belehren lassen musste. Die Autoren Dirk Maxeiner und Michael Miersch haben auf ihrer Homepage viele misslungene Vorhersagen von gestern aus Bereichen wie Kultur, Politik, Wissenschaft, Technik und Entwicklung zusammengetragen, darunter auch:

"Uns gefällt ihr Sound nicht. Gitarrengruppen sind von gestern."
Aus der Begründung der Plattenfirma Decca, die 1962 die Beatles ablehnte

"Nach vierzig Jahren Bundesrepublik sollte man eine neue Generation in Deutschland nicht über die Chancen einer Wiedervereinigung belügen. Es gibt sie nicht."
Gerhard Schröder im Juni 1989

"Es gibt nicht den geringsten Hinweis, dass Atomenergie jemals nutzbar sein wird"
Albert Einstein

"Das Auto ist fertig entwickelt. Was kann noch kommen?"
Karl Benz um 1920

"Das Pferd wird bleiben. Das Auto ist nur ein neumodischer Schnickschnack."
Ein Vorstand der Bank Michigan Savings im Jahre 1905 zu einem Kunden, der in Henry Fords Unternehmen investieren wollte

Film zur Kampagne "!125 Jahre Innovation" anlässlich des Jubiläums der Erfindung des Automobils von Carl Benz:

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