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Die Schweiz kann gegen Rumänien Großes schaffen!

Die Schweiz kann heute den Einzug ins Achtelfinale klar machen. (Foto: pixabay)

Am zweiten Spieltag der Gruppe A der EM in Frankreich trifft Rumänien auf die Schweiz. Die schweizer Nationalmannschaft kann heute historisches schaffen. Sie können heute ihren ersten Einzug in ein Achtelfinale bei einer Europameisterschaft klar machen.

Bei den drei bisherigen EURO-Teilnahmen war für die Schweiz nach den Gruppenspielen jeweils Schluss: 1966 in England, 2004 in Portugal und auch 2008 bei der Heim-EM. Ein Sieg gegen Rumänien und die Nati hätte Historisches geschafft und erstmals die K.o.-Phase erreicht. Und das dann eventuell sogar noch als erstes Team bei dieser EM in Frankreich.

Große Taten im Nationaltrikot

Der Druck auf die Schweizer "Bundesliga-Auswahl" ist gewaltig in diesen Tagen. Selbst der freundliche Ottmar Hitzfeld packt seine ehemaligen Schützlinge nicht in Watte, "das Erreichen des Achtelfinales ist Pflicht", sagt der frühere Nationaltrainer der Eidgenossen. Noch nie hat die Schweiz das bei einer EM geschafft, am Mittwoch (reicht gegen Rumänien in Paris ein Sieg, um alles klar zu machen. Und Ausreden gelten in diesem Jahr nicht mehr. Mit elf Profis aus der Bundesliga ist die Schweiz nach Frankreich gereist, drei von ihnen sind sogar ihren deutschen Klubs langsam entwachsen – und auf dem Weg in die Welt. Granit Xhaka wird nach dem Turnier teuerster Schweizer der Geschichte, er wechselt aus Mönchengladbach zum FC Arsenal. Torwart Yann Sommer könnte die Borussia in Richtung Manchester City verlassen, und Linksverteidiger Ricardo Rodriguez will kein Wolfsburger mehr sein. "Rici hat erklärt, dass er seine Zukunft nicht beim VfL sieht", sagte Manager Klaus Allofs den Wolfsburger Nachrichten. Rodriguez besitzt eine Ausstiegsklausel, Arsenal, der AS Rom und Real Madrid sind im Rennen. Wohl noch nie hatte die Schweiz derart starke Schlüsselspieler, entsprechend groß sind die Erwartungen in der Alpenrepublik an das Team von Trainer Vladimir Petkovic. Nun müssen Resultate her, nun soll schöner Fußball her, die Schweizer Presse verlangt von ihren Stars endlich auch im Nationaltrikot große Taten. Noch unter Pragmatiker Hitzfeld wäre eine solche fast gelungen, im Achtelfinale der WM scheiterte die Nati erst in der Verlängerung am späteren Finalisten Argentinien.

Rumänien ist zuversichtlich

Petkovic war nach dem Turnier angetreten, der Schweiz einen modernen, attraktiven Stil zu verpassen, das gelang bislang nicht. "Er hat mit der EM-Qualifikation so viel erfüllt, wie er musste – aber weniger, als er versprochen hatte", schreibt die Neue Zürcher Zeitung: "Dominant-beschwingter Petkovic-Fußball war selten zu sehen. Falls er dem Team offensives Gedankengut mitzugeben versucht, so ist es noch nicht angekommen." Der Auftakt in Gruppe A gegen Außenseiter Albanien stärkte diese Ansicht noch, trotz fast einstündiger Überzahl kam die Schweiz gegen den EM-Debütanten nur zu einem schmeichelhaften 1:0. Das reichte allerdings, um aus der Begegnung gegen Rumänien einen Matchball zu machen. Bei einem Erfolg im Pariser Prinzenpark gegen die Rumänen wäre die erste Achtelfinalteilnahme perfekt – doch bei einem Misserfolg müsste zum Abschluss wohl ein Erfolg gegen Gastgeber Frankreich her. Die Rumänen schlagen sich nach der knappen Auftaktniederlage gegen Frankreich (1:2) derzeit hingegen mit ganz anderen Problemen herum. In der heimischen Presse kursieren Berichte, nach denen Stürmer Denis Alibec in der Halbzeitpause beim Frankreich-Spiel eine Zigarette in der Kabine geraucht haben soll. Trainer Anghel Iordanescu stritt das auf der Abschluss-Pressekonferenz vor dem Schweiz-Spiel vehement ab. "Sie sind ein Lügner", blaffte er einen Journalisten gar an. Alibec wurde gegen Frankreich in der 61. Minute eingewechselt. Trotz der Auftaktniederlage gehen die Rumänen voller Zuversicht in das zweite Gruppenspiel. "Wir müssen genau so weiterspielen, mit dem gleichen Tempo und wenn wir das schaffen, werden wir die nächsten zwei Spiele gewinnen", sagte Mittelfeldspieler Mihai Pintilii bei "Dolce Sport". Auch Iordanescu glaubt an einen Sieg: "Ich hoffe auf die gleiche Einstellung meiner Spieler wie gegen Frankreich".

Voraussichtliche Aufstellungen

Rumänien: 12 Tatarusanu/AC Florenz (30/38/0) - 22 Sapunaru/Pandurii Targu Jiu (32/14/0), 6 Chiriche?/SSC Neapel (26/42/0), 21 Grigore/Al-Sailiya Doha (29/21/0), 3 Ra?/Rayo Vallecano (35/112/2) - 8 Pintilii/Steaua Bukarest (31/33/1), 5 Hoban/Hapoel Beer Sheva (33/21/1) - 20 Popa/Steaua Bukarest (27/15/1), 10 Stanciu/Steaua Bukarest (23/6/4), 19 Stancu/Genclerbirligi Ankara (28/42/10) - 14 Andone/FC Cordoba (23/7/1) - Trainer: Iordanescu (66)
Schweiz:1 Sommer/Borussia Mönchengladbach (27/19/0) - 2 Lichtsteiner/Juventus Turin (32/82/5), 22 Schär/1899 Hoffenheim (24/21/6), 20 Djourou/Hamburger SV (29/61/2), 13 Rodriguez/VfL Wolfsburg (23/38/0) - 11 Behrami/FC Watford (31/67/2), 10 Granit Xhaka/Borussia Mönchengladbach (23/44/6) - 23 Shaqiri/Stoke City (24/54/17), 15 Dzemaili/FC Genua (30/49/6), 18 Mehmedi/Bayer Leverkusen (25/43/4) - Seferovi?/Eintracht Frankfurt (24/31/7). - Trainer: Petrovic (52)

Informationen zum Spiel

Schiedsrichter: Sergej Karassew (Russland)
Spielort: Prinzenpark, Paris
Anstoß: 18:00 Uhr
Direkter Vergleich: 12 Spiele, 5 Siege, 2 Unentschieden, 5 Niederlagen, 13:19 Tore
Das letzte Spiel: 30. Mai 2012, 1:0 in Luzern (Länderspiel)

Alle Informationen zur EM 2016.
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