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Wanderwochenende in Goslar

Der "Dukatensch..."
 
Das Glockenspiel zu Goslar
Drei erlebnisreiche Tage verbrachte die Wandergruppe des TSV Bordenau in Goslar. Freitagfrüh starteten 28 Bordenauer und 3 Poggenhagener zu ihrem mittlerweile traditionellen Wochenendausflug. In einem Gästehaus der niedersächsischen Landfrauen angekommen, gab es zunächst ein gemeinsames Frühstück. Danach stand sogleich eine Stadtführung in Goslar auf dem Programm. Eine Gästeführerin erzählte kenntnisreich die wichtigsten Informationen über Stadt mit den vielen wunderschönen Fachwerkhäusern. Die Gruppe hatte sogar das Privileg, das „Siemenshaus“ zu besichtigen – das Stammhaus der berühmten Familie Siemens, die in Goslar ihren Ursprung vor über 600 Jahren hatte.
Nach der Besichtung über Tage ging es nach einer kurzen Verschnaufpause in den Berg. Die Erzförderung gab es in Goslar weit über 1000 Jahre, erst in den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts wurde sie eingestellt. Das Bergwerk kann auf verschiedenen Führungen besichtigt werden. Die Bordenauer Gruppe erkundete den „Roeder-Stollen“ – wie es einer Wandergruppe geziemt, ging es zu Fuß hinunter und später auch wieder hinauf (101 steile Treppenstufen). Der sachkundige Führer erläuterte mit vielen Informationen rund um die Gewinnung von Erz, Silber und anderen Gestein die Arbeit unter Tage. Selbst wenn die Förderung in den letzten Jahrzehnten „angenehmer“ durch innovative Techniken wurde, so blieb doch ein beklemmender Eindruck und alle waren froh, wieder ans Tageslicht zu kommen.
Am nächsten Tag stand die erste Wanderung auf dem Programm. Die Gruppe folgte dem „Liebesbankweg“ – der bei Hahnenklee vor einigen Jahren angelegt wurde. Fünfundzwanzig in liebevoller Handarbeit gefertigte Bänke aus Holz stehen entlang des Weges. Jede Liebesbank ist ein Unikat und ist benannt nach einem Ehejubiläum. So „nebenbei“ gab es noch Einblicke in das Weltkulturerbe Oberharzer Wasserregal – miteinander verbundene Teiche lieferten die Wasserkraft für die Bergwerke. Die komplexe Bewässerungsstruktur wird auf dem Wanderweg ebenfalls mit Schautafeln erläutert. Viel Spaß hatten die Bordenauer dann an und in einem Wassertretbecken a la Kneipp. Nach 13km kehrte die Gruppe dann in ihr Quartier zurück, um Kräfte für den nächsten Tag zu sammeln.
Am Sonntag stand auch schon die Abreise auf dem Programm – verbunden mit einer Rundwanderung im Okertal. Der Weg führte mal moderat, mal recht steil hinauf und als erster Anlaufpunkt war nach einer Stunde das Kästehaus erreicht. Die Schankwirtschaft freute sich über den frühen Besuch der großen Gruppe. Nach einer Erfrischung ging es über große Findlinge zum Aussichtspunkt Kästeklippen. Trotz Bewölkung war der Blick in die Ferne lohnenswert. Nun ging es weiter auf dem Weg an interessanten Felsformationen vorbei, die Namen tragen wie „Hexenküche“ und „Mäusefalle“. Danach bergab zum Wasserfall Romkerhall und weiter an der Oker entlang. Diese zeigte sich zunächst recht spritzig und voller großer Steine. Trotzdem versuchten sich zahlreiche Kajakfahrer in den Fluten. Die Bordenauer schauten dem Spektakel eine Weile entspannt zu und setzten dann die Wanderung auf dem wild-romantischen Weg fort, bis sie wieder bei ihren Autos ankamen. Diese standen unweit der Gaststätte „Waldhaus“ und eine anstrengende, aber lohnende Tour fand ihren Ausklang bei Kaffee und Kuchen – der dem Ansturm nicht gewachsen war und recht schnell „ausverkauft“ war… Das Wochenende fand aber dennoch viel begeisterten Zuspruch - Karl Bähre und sein Team hatten im Vorfeld viel Organisationsarbeit geleistet und so verlief alles reibungslos. Und die Ziele für das nächste Jahr werden bereits diskutiert.
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Weiterveröffentlichungen:

Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.Leine-Zeitung | Erschienen am 13.07.2011
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2 Kommentare
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Ali Kocaman aus Donauwörth | 17.07.2011 | 13:47  
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Katja W. aus Langenhagen | 17.07.2011 | 17:14  
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