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Mobilität im Alter - Bilder und ihre Wirkung

Denis Geier - Aktivierungs-Coach & Mobiler ambulanter Pflege- und Betreuungsassistent
Irgendwann kommt für jeden die Zeit, wo die eigene Mobilität Tag für Tag nachlässt. Man stellt selber fest, dass man langsam alt wird.

Viele Menschen machen sich dann Sorgen, wie es wohl für Sie weitergeht. Diese Sorge vergrößert sich noch, wenn sich kein Angehöriger für unterstützende Leistungen Zeit nehmen kann. Zuhause alleine verringert sich dann sehr schnell die Lust an Aktivitäten, der Eigenantrieb lässt nach und somit auch das eigene Wohlempfinden oder gar die Freude am Leben.

In Seniorenheimen gibt es gegen die Langeweile meist Betreuungsassistenten, die gem. §87 B Abs. 3 SGB XI geprüft wurden. Jedoch gibt es auch dort immer einen wirtschaftlichen Hintergrund, und so haben in vielen Häusern die Betreuer leider auch berufsfremde Aufgaben zu erfüllen. Das Prestige eines Hauses und das Erscheinungsbild in der Öffentlichkeit sind dann oft vorrangiger als das Wohlempfinden der einzelnen Bewohner.

Denis Geier Aktivierungscoach und geprüfter ambulanter Pflege- und Betreuungsassistent, hat diese Erfahrung in diversen Praktika in verschiedenen Häusern gemacht. Er hat auch beobachtet, dass im Betreuungsbereich meist streng nach Angaben des Medizinischen Dienstes der Krankenkasse gearbeitet wurde, was nicht verwunderlich ist, da dieser Dienst auch Noten für ein Seniorenheim vergibt. Wenn diese Arbeiten nach der Ansicht von Denis Geier jedoch nur nach diesen Bewertungsstandards ausgeführt werden, bleibt im Bereich Betreuung letztendlich der Mensch auf der Strecke.

Man muss das Rad nicht neu erfinden, aber man sollte es schon zum Auto rollen!

Daher hat sich Geier vorgenommen, besonders im Bereich der Betreuung eine ressourcenorientierte Aktivierung zu fördern.

Was sind Aktivierungsbilder?

Denis Geier definiert erstmals (2013) die Voraussetzungen eines Aktivierungsbildes zur Beschäftigung nach § 87B SGB für Senioren mit demenziellen Veränderungen und Personen mit Assistenzbedarf.

Wichtige Eigenschaften von Aktivierungsbildern für Senioren

1. Im Zentrum des Fotos befindet sich ein „großes“ Objekt. Da sich die Sehschärfe im Alter stark verändert, kommt diesem eine besondere Bedeutung zu.
2. Eine Orientierung an einem bekannten Objekt ist dann vergleichbar mit der Wahrnehmung eines Vierjährigen. Die Leistung der Informationsverarbeitung ändert sich bei demenziellen Veränderungen besonders.
3. Aktivierungsbilder sollten keinen erkennbaren Hintergrund haben, der vom zentralen Fotoobjekt ablenkt. Eine visuelle Reizüberflutung auf Aktivierungsbildern sollte vermieden werden.
4. Es ist nicht nötig, dass die Aktivierungsbilder in Farbe sind. Auch das Farbsehen verändert sich im Alter.
5. Bei diesen Sehfeldveränderungen empfehlen sich Aufnahmen mit „Lochkamera-Effekt“.
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