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Reservisten erleben europäische Sicherheitspolitik

Visitors group Burkhard BALZ (Foto: "European Union 2017")
Straßburg (Frankreich): Europäisches Parlament | Geschichte, Militär und Politik waren die bestimmenden Themen einer 5-Tages-Fahrt des Reservistenverbandes durch Europa.
Erste Station war die Deutsche Bundesbank in Frankfurt, wo das neue Geldmuseum besichtigt und ein Vortrag über die europäische Geldpolitik, sowie die Rolle der Bundesbank gehört und diskutiert wurde. Am nächsten Tag konnte das erhaltene Wissen dann mit dem Europaabgeordneten Burkhard Balz in Parlament in Straßburg verglichen werden und seine Ansichten zu den Themen erfragt werden. Nachmittags stand ein Besuch der Deutsch-Französischen Brigade in Illkirch auf dem Programm, um die Zusammenarbeit im Bereich der europäischen Verteidigung zu verdeutlichen. Damit auch ein Vergleich mit der Ausbildung und der Zusammenarbeit mit Militär außerhalb der EU möglich war, ging die Fahrt weiter nach Thun in die Schweiz zum Ausbildungszentrum der mechanisierten Verbände. Dort wurde vom Kommandeur des Stützpunktes ein weitgefächertes Bild der Schweizer Streitkräfte und deren Ausbildung erstellt. Der Rest des Tages wurde mit einer herrlichen Dampferfahrt auf dem Thuner See zum Entschleunigen genutzt. Das Elsass mit dem Städtchen Riquewihr war die 3. Übernachtungsstation für zwei Tage. Es wurde die mittelalterliche Stadt besichtigt und auch dem Winzerhandwerk ein Besuch abgestattet. Hier war auch die Zeit eingeplant, um an die Opfer des 1. Weltkrieges und deren Folgen zu denken. Die atemberaubende Anlage der Gedenkstätte Hartmannsweilerkopf, das Gräberfeld, die noch vorhandenen Reste der Schützengräben und die zahlreichen Namenstafeln machten einem dort die Sinnlosigkeit und die Grausamkeit eines Krieges deutlich. Die Gruppe legte in der Krypta ein Gebinde nieder und gedachte der Toten mit einer Schweigeminute. Am letzten Tag wurde Station in Bad Neuenahr -Ahrweiler gemacht, um den Regierungsbunker zu besichtigen, der in der Zeit des Kalten Krieges in Krisensituationen für die Staatsführung als Schaltzentrale gedacht war.
Am späten Freitagabend – bedingt durch Unfälle und Staus auf den Autobahnen - kam man wieder in der Heimat an. Die Teilnehmer äußerten sich alle insgesamt sehr zufrieden mit Organisation und Auswahl des Programms, trotz des vollen Terminplans, des Zeitdrucks und der körperlichen Anstrengungen, die durch die Fülle der Informationen aber nicht ins Gewicht fielen.

Bericht: Dirk Kemmerich
Bild: copyright by „European Union 2017“ mit MdE Burkhard Balz
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