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Schläger kaputt und den Pokal bekommt eine andere

  Gemütliches Grillen war bei den Badmintonspielern des TSV Neusäß am Samstag an der Halle am Eichenwald angesagt. Zumindest, nachdem ein Hammer für das Bierfass besorgt war. Peter Augustin erntete wie schon im Vorjahr viel Lob für seine Routine am Grill. Die Pute gut durch, die Zwiebeln knusprig, dazu zahlreiche Salate als Beilage – der Abendschmaus mundete. Doch erst einmal mussten sich die Schlägerschwinger diese Appetithäppchen bei geselligem Zusammensein mit Vereinskollegen und Familienangehörigen in der Halle auf dem Spielfeld verdienen.
Womit wir wieder bei Peter Augustin wären, der mit der Überschrift übrigens nichts zu tun hat. Der stellvertretende Abteilungsleiter demonstrierte sowohl im Einzel als auch im Doppel eindrucksvoll, welche Fortschritte er im Lauf des letzten Jahres zwischen den grünen Linien gemacht hat. Hätte es mehr als zwei Pokale gegeben – Peter hätte den Preis für den Rookie des Jahres bekommen, Tina Moravcsik und Stefan Sohr durch ihre Mehrfach-Teilnahmen in unterschiedlichen Spielklassen und Diszplinen und die dadurch erreichte Anzahl an absolvierten Spielen einen Preis für den härtesten Kraft- oder Konditionsakt. Aber hier gibt es eben nur zwei Pokale. Einen für die Siegerin im Dameneinzel und den Erstplatzierten im Herreneinzel der Aktiven.
Wie nicht anders zu erwarten war, sicherten sich Christina Lorenz und Daniel Heufelder die 2008 eingeführten Wanderpokale und setzen der Wanderung der Trophäe ein jähes Ende. Denn wer so ein edles Gefäß dreimal in Folge holt, darf es behalten, sobald sein Name samt Jahreszahl ein drittes Mal eingraviert ist. Christina siegte zudem im Damendoppel mit Hilde Bietsch, Daniel mit Tobias Stauner im Herrendoppel. Die Mixed-Konkurrenz dominierten die Abosieger gemeinsam und schafften wie im Vorjahr jeweils das Triple. Nur für die Vizemeisterschaft im Dameneinzel- und doppel reichte es für Tina Moravcsik, die sich zwischen ihren Spielen kräftig mit Brausestäbchen eindeckte, um ihr Energielevel zu halten. Wer allerdings zu viel Energie hat, der schrottet schon mal einen Schläger. Womit wir bei der Überschrift wären. Tina darf sich also über Materialverschleiß beklagen – bei wem auch immer – und sich den Pokal zwar wie auf dem Foto ganz aus der Nähe anschauen, vielleicht sogar anfassen, aber eben nicht mitnehmen.
„Mit Tina gewinnt man nicht“, wusste Stefan Sohr schon während des Spiels mit einem Lächeln auf den Lippen und fügte schnell hinzu: „Aber man hat verdammt viel Spaß auf dem Feld!“ Jeder hat eben seine Prioritäten und bei wem der Spaß beim Spiel mit dem Federball nicht zu kurz kommen soll, der spielt gerne mit Tina. Ganz erfolglos ging auch Stefan nicht aus. Obwohl er eigentlich zu den langjährigen Hobbyspielern zählt, lieferte er bei den Aktiven starke Partien ab und krönte seinen Leistungsmarathon mit zwei dritten Plätzen, nämlich im Doppel an der Seite von Robert Eble und im Mixed mit Sabine Wagner. Dazu gab's noch den Sieg im Hobby-Herrendoppel mit Jörg Behner.
Jörg war ein Titel allerdings nicht genug. Im Hobby-Mixed knüpfte er an seine starken Auftritte an und stand nach dem letzten Spiel des Tages zusammen mit Sabine Wagner als neuer Vereinsmeister fest. Robert nutzte die Gunste der Stunde und triumphierte im Herreneinzel der Hobbyklasse. Sein Pendant bei den Damen hieß Reglindis Oestreich. Bleibt noch zu erwähnen, dass auch Vereinsvorstand Norbert Graßmeier hereinschaute und es nicht beim bloßen Zuschauen beließ, sondern für eine Partie zusammen mit Abteilungsleiter Wolfgang Stark den Schläger schwang. Richtig so.
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Weiterveröffentlichungen:

myheimat-Stadtmagazin neusässer | Erschienen am 25.06.2010
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