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Eichwaldschule in Neusäß ist saniert: Zweijährige Baustellenphase hat ein Ende

Haupteingang der sanierten Eichenwaldschule
 
Mediensäule im Klassenzimmer, in der die Installationen zusammengefasst sind
Jutta Gasteiger ist sichtlich froh, dass die Zeiten von Baulärm, Handwerkern und logistischen Planungen vorbei sind. „Wir waren eng zusammengepfercht“, so die Leiterin der Grund- und Mittelschule Am Eichenwald in Neusäß. Zwei Jahre dauerte die Sanierung der Schule, die überwiegend bei laufendem Betrieb stattfand. Zusammenrücken hieß es , sowohl für Schüler als auch Lehrer. Während dieser Phase zogen die Schüler mehrmals innerhalb des Schulhauses um, teilweise wichen sie auch auf Container aus.

Das ist jetzt Vergangenheit. Während mittels eines Krans die Container auf dem Schulgelände abgeholt werden, führen Jutta Gasteiger, Bürgermeister Richard Greiner, Architekt Gerhard Tham und Herbert Zimmermann von der Bauaufsicht der Stadt Neusäß durch die frisch sanierte Schule. Lediglich an den Außenanlagen wird noch gearbeitet.

Kosten liegen im Rahmen

Knapp 10,5 Millionen Euro und damit wie geplant kostete die Sanierung, informiert Greiner. Da man während der ganzen Bauphase immer ein Stück unter den geschätzten Kosten lag, konnten auch Ideen, wie ein besonders konzipierter Musikraum, verwirklicht werden, die über das notwendige Maß hinausgingen. Technisch befinde sich das Schulhaus auf dem gleichen Niveau wie ein Neubau, die Energiewerte seien sogar besser, informiert Zimmermann. Bis zum 70 Prozent der Energie kommen über die neu installierte Pelletheizung, die restlichen 30 Prozent über Gas.

Ein Neubau kam nicht in Frage

Bevor es an die Sanierung ging, stand auch die Überlegung im Raum, die Schule abzureißen und komplett neu zu bauen. Dagegen sprach die Auslastung der Schule. Derzeit besuchen rund 380 Kinder und Jugendliche die Eichenwaldschule. Beim Bau Ende der sechziger Jahre wurde diese jedoch für die doppelte Schüleranzahl ausgelegt, was sich beispielsweise an der Größe der Klassenzimmer zeigt. Diese umfassen rund 70 Quadratmeter. Eine Größe, die bei einem Neubau aufgrund der geringen Schülerzahl nicht mehr genehmigt worden wäre. Schüler und Lehrer profitieren somit von der Großzügigkeit des Gebäudes, das jetzt auch zeitgemäß ist.

Akustikdecken als „größter Gewinn“

Rohbau, Estrich und intakte Bauteile, wie der Boden aus Naturstein in den Gängen, wurden erhalten. Alles andere erstrahlt im neuen Glanz: Die Klassenzimmer haben neben einer normalen Tafel ein Whiteboard sowie eine Dokumentenkamera, Beamer und Laptop. Linoleum in Gelb ziert die Böden, Akustikdecken - die Gasteiger als den „größten Gewinn“ bezeichnet – sorgen für angenehmes Lernen und Arbeiten. An den Fenstern gibt es Wetterschutzelemente, dank derer man die Fenster auch im Sommer über Nacht offen lassen kann. Jedes Klassenzimmer verfügt über einen kleinen angrenzenden Nebenraum, der den Lehrern bei ihrer pädagogischen Arbeit gewisse Freiräume ermöglicht. Einzelne Schüler können so getrennt vom Rest der Klasse gezielt gefördert werden – für die Inklusionsschule ein großer Pluspunkt, wie Gasteiger betont. Auch konnten in manchen Klassenzimmern dank der großen Räume künstliche Wände eingezogen werden, was gerade für Inklusionsklassen, in denen sich oft zwei Lehrer befinden, von Vorteil ist. Auch Gruppenarbeiten sind so besser durchführbar.

Die Fachräume, wie Werkraum oder Schulküche, befinden sich im Untergeschoss im Souterrain. Waren die Räume früher dunkel und ungemütlich, sind sie heute „hell, freundlich und lichtdurchflutet“, so Greiner. Ebenfalls im Keller befindet sich eine neu eingerichtete Mensa, von der vor allem die Ganztagesschüler profitieren.

Offizielle Einweihung der Schule ist zusammen mit dem Schulfest am 14. Juli geplant.
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Weiterveröffentlichungen:

Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.neusässer | Erschienen am 01.04.2017
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