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Viel Prominenz bei den schwäbischen Unternehmerfrauen im Handwerk

H. Nechwatal, Susanne Holl, Jürgen Schmid, Angelika Kutter, Franz Pschierer, Dr. Beate Merk, A. Holzmann, G. Klauer
Nachdem Schwabens Unternehmerfrauen im Handwerk im Juni letzten Jahres ihre vormals lose Zusammenarbeit durch die Gründung eines Bezirksverbandes festigten, luden sie nun zur Auftaktveranstaltung nach Augsburg ein. Als Gastgeber fungierte der Arbeitskreis UFH Region Augsburg e.V. unter Vorsitz der Neusässer Unternehmerin Susanne Holl.

Der Präsident der Handwerkskammer – Herr Jürgen Schmid – erklärte in seinen Grußworten, dass er seit langem die Unternehmerfrauen schätzt und deshalb auch im letzten Jahr die Gründung des Bezirksverbandes unterstützte. Gerade in Schwaben seien die Unternehmerfrauen Top und viel gefragte Diskussionspartner bei wirtschaftlichen Fragen. Er allerdings setze in puncto mehr Frauen in Führungspositionen auf die Freiwilligkeit der Unternehmen.

Die bayerische Justizministerin bewunderte die Initiative der Unternehmerfrauen und ihren Slogan „Mehr Wissen, mehr Können, mehr Erfolg“ und dass sie diesen nun in ein Netzwerk eingebunden haben. Mit einem Augenzwinkern sprach sie, dass die Frauen wohl mehr wissen und auch mehr können als Männer, allerdings sind uns Frauen die Männer darin überlegen, dass sie die bessere Wahl treffen und zielstrebiger vorgehen. Die Frauen haben erkannt, dass man auch die Männer einbinden muss, man von ihnen lernen kann. Vielleicht gibt es dann in Zukunft nicht Netzwerke für Männer und Netzwerke für Frauen, sondern ein gemeinsames Netzwerk, in dem jeder jeden unterstützt, in der keine Polarisierung herrscht, sondern eine konstruktive Zusammenarbeit. Gerade der Mittelstand zeigt, dass die Zusammenarbeit gut zum Erfolg führt.

Franz Pschierer, Staatssekretär für Finanzen, dankte den Initiatoren Frau Angelika Kutter, Frau Hildegard Nechwatal und Frau Susanne Holl für die Umsetzung der Idee, die Gründung des Bezirksverbandes Schwabens für die Unternehmerfrauen im Handwerk, denn dadurch erhöht man auch die Schlagkraft der einzelnen Arbeitskreise gegenüber, der Handwerkskammer, den Verbänden und der Politik. Die Rolle der Unternehmerfrau hat sich in den letzten Jahren immer mehr gewandelt, weg von der mitarbeitenden Ehefrau, der Angestellten, hin zur Chefin. Die Weiterbildung, den Gedankenaustausch, die die einzelnen Arbeitskreise bieten, tut hier ihr Übriges dazu, dass die Frauen ihrer neuen Rolle gerecht werden.

Die Festrede von Prof. Dr. Thomas Schwartz hatte zum Thema: Ethik im Unternehmen. Prof. Dr. Schwartz erklärte sehr kurzweilig, dass Ethik das Handeln des Menschen ist. Ethisches Handeln bedeutet, wie kann ich das Ziel erreichen, wie viel Handlungsoptionen hat der Unternehmer; denn wo Freiheit fehlt, ist auf Dauer keine Unternehmung erfolgreich. Der Wirtschaft geht es darum, Nutzen zu maximieren, Bedürfnisse zu befriedigen. Gewinn ist nicht das oberste Ziel der Unternehmertätigkeit, allerdings wenn diese richtig ausgeführt wird, dann führt dies zum Profit, wobei Profit auch unterschiedlich wahrgenommen werden kann, nicht nur monetär, sondern z.B. auch mit mehr Lebensqualität. Die besondere Gewichtung fällt auch auf Transparenz, den Mitbewerber zu achten, Wahrhaftigkeit und Zeitnähe. Bei der Antwort auf die Frage, was soll ich wirtschaftlich tun? können uns sechs Fragen helfen
1. Ist das legal?
2. Fühle ich mich wohl dabei?
3. Was wäre, wenn das alle tun würden?
4. Ist das fair?
5. Was wäre, wenn das morgen in der Zeitung stünde?
6. Kann ich es problemlos meinem Ehemann/Partner erzählen?

Den ca. 100 Unternehmerfrauen wurde daneben ein abwechslungsreiches und sehr interessantes Programm geboten. So referierte Frau Angelika Putsch über die Milka-Falle und wie die Frauen den klassischen Versuchungen widerstehen können. Das Musikkabarett „Heldinnen“ mit Helga Schuster und Heike Zwiekirsch rundete die gelungene Auftaktveranstaltung ab.
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Weiterveröffentlichungen:

myheimat-Stadtmagazin neusässer | Erschienen am 06.05.2011
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