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SPD Neusäß unterstützt Votum für den Ausbau der Bestandsstrecke

DIe SPD-Fraktion Neusäß mit Bürgermeisterkandidatin Susanne Hönle (Bildmitte): von links nach rechts: Vorsitzende Hildegard Langenecker, Christian Rindsfüßer, Ralph Glass und Barbara Heidemann

Die SPD Neusäß nimmt Stellung zum Thema Bahnausbau anlässlich der gemein-samen Sitzung von 13 Landkreiskommunen am Montag, den 3. Februar 2020 in Neusäß:

Die Stadtratsfraktion der SPD begrüßt ein möglichst geschlossenes Auftreten der Region bei der Diskussion um die zukünftige Trasse des Fernschnellverkehrs zwischen Um- und Augsburg als Bestandteil der Magistrale Paris – Wien – Budapest. Erste Wahl ist für die SPD in Neusäß wie auch im Landkreis dabei der Ausbau der bisherigen Strecke für den Abschnitt Dinkelscherben – Augsburg.
Nur ein Ausbau der Bestandsstrecke ermöglicht eine Optimierung der Nah-, Güter- und Fernverkehre bei gleichzeitigem Bau eines Schallschutzes wie SPD Stadtrat Christian Rindsfüßer betonte: „Gerade im Stadtgebiet Neusäß gibt es an der mehr als 150-Jahre alten Strecke bisher keinen jedoch dringend benötigten Schallschutz“. Eine Neubaustrecke ab Augsburg nur für den Fernverkehr lehnt die SPD-Neusäß ab, diese ist zu teuer und verbraucht zu viel Landschaft. Der Deutschlandtakt funktioniert auch bei mehr als 27 Minuten Fahrtzeit zwischen Ulm und Augsburg, zumal in München die meisten Züge sowieso beginnen bzw. enden. So liegt die Fahrzeit auf der Schnellfahrstrecke Nürnberg – München auch über den „idealisierten“ 55-60 Minuten.
Der SPD-Fraktionsvorsitzende im Kreistag, Mdl Harald Güller erinnerte: „in den nunmehr 25 Jahren seit der Bahnreform hat es die CSU-Staatsregierung bewusst unterlassen Nahverkehrsstrecken im Raum Augsburg mit den dafür bereit gestellten Bundesmitteln nachhaltig auszubauen. Diese wurden zunächst für den Transrapid reserviert und gingen dann bevorzugt nach Nürnberg und München“. Bei einer Neutrassierung entlang der Autobahn ab Augsburg blieben, so die Befürchtung Güllers die Bahnhöfe in Neusäß und Westheim weiterhin desolat.
Zwei konkrete Forderungen stellt dabei die SPD-Fraktion:

1.) Die Trasse muss so ausgebaut werden, dass ein 15-Minutentakt im Nahverkehr bis Gessertshausen möglich ist. Dies erfordert vermutlich einen teilweisen viergleisigen Ausbau um Begegnungen der Nahverkehrszüge zu ermöglichen oder einen digital gesteuerten Mischverkehr auf drei Gleisen.
2.) Die Grundlagenentscheidung über die Trasse muss bereits in den nächsten zwei Jahren fallen. Eine Entscheidung erst im Jahr 2025 ist für die Neusässer SPD inakzeptabel. Der Ausbau des Öffentlichen Personennahverkehrs Richtung Dinkelscherben zur Stärkung des westlichen Landkreises und zum Aufbau einer Alternative zum Autoverkehr ist für die Region sehr dringlich.
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