Anzeige

Armutsfallen - Altersarmut bei Frauen – Das muss nicht sein!

Im Rahmen einer Veranstaltung zur Altersarmut bei Frauen hatte die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) zu einer hochkarätig besetzten Diskussionsveranstaltung eingeladen.

Zahlreiche BesucherInnen nutzten die Gelegenheit, um sich über eines der wichtigsten Probleme der Altersversorgung – der Altersarmut bei Frauen – zu informieren.

Sonja Hefele (AsF-Vorsitzende Augsburg-Land) begrüßte zu Beginn u.a. die Landtagsabgeordnete Dr. Simone Strohmayr, Ulrike Bahr (Vorsitzende der SPD Augsburg) und Anne Apelmann-Prues (Vorsitzende der AsF Augsburg-Stadt).

Zu Beginn hielt Dr. Judith Kerschbaumer (Leiterin des Bereich Sozialpolitik bei der ver.di Bundesverwaltung) ein Impulsreferat zum Thema. Sie betonte, dass die Rente ein Spiegelbild des Erwerbsleben ist. Die unterschiedlichen Erwerbsbiografien von Männern und Frauen, insbesondere in Bezug auf die Höhe der Entgelte und die Durchgängigkeit einer versicherungspflichtigen Beschäftigung, haben konkrete Auswirkungen auf die jeweilige Rentenhöhe. Frauen arbeiten häufiger in sog. atypischen Beschäftigungsverhältnissen (Befristung, Zeitarbeit, Minijob) und damit im Niedriglohnbereich.

Gerade deshalb sind Frauen von Altersarmut betroffen.

Dr. Kerschbaumer ging auch auf die verschiedenen zur Zeit diskutierten Lösungsansätze ein.

Was bringen Zuschussrente oder Rentenzuschuss? Welche Auswirkungen haben Mindestlohn und die Ausdehnung der Minijobs auf 450,00 Euro? Was haben Frauen von einem abschlagsfreien Renteneintritt nach 45 Jahren? Müssen Kindererziehungszeiten und Pflegeleistungen besser berücksichtigt werden bei der Rente?

Im Anschluss kam es zu einer angeregten, teils auch kontroversen Diskussion.

Besonders bewegte die Frauen die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, eine gerechte Bezahlung sowie die Frage der privaten Altersvorsorge.

Der gute Besuch der Veranstaltung und die rege Diskussion zeigen, wie wichtig das Thema ist. Die gerade begonnene öffentliche Debatte sollte von allen Beteiligten dazu genutzt werden, das Thema zielgerichtet und ergebnisorientiert über Parteigrenzen hinweg anzugehen. „Jetzt ist es an der Zeit, die richtigen Weichen für die Zukunft zu stellen“, so Sonja Hefele in ihrem Schlusswort.
0
2 Kommentare
2.524
Ingeborg Steen aus Moormerland | 05.11.2012 | 13:57  
9.852
Beate Rühmann aus Burgdorf | 05.11.2012 | 14:26  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.