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Theatersaison 2018/19 in der Stadthalle Neusäß

(Foto: Christof Wessling)
Das Abo 2017/2018 stieß auf Zustimmung, ja enthusiastische Begeisterung wie das süffisante Beziehungsdrama, in dem Heio von Stetten "Bella Figura" machte beim Einstand in Neusäß. Im spritzigen „Hundewetter“ glänzte Marion Kracht. Saskia Vester flogen die Herzen des Publikums zu wie auf der Bühne das des jungen Lovers. Göttlich, wie ein Paar die Mulitkultiprobleme mit vier Schwiegersöhnen meisterte.

Das neue Abo-E startet mit dem a.gon-Theater, das in der „Deutschstunde“ und zuletzt „Ohne Gesicht“ mit Max V. Martens und Diana Körner faszinierte. Stefano Massinis fesselnde Saga um Aufstieg und Fall der "Lehman Brothers" macht ihn zum neuen Goethe Italiens. Vor 150 Jahren stiegen drei Brüder aus Franken in den USA vom Tuchhandel bis an die Spitze der Wall Street auf. Mit riskantem Investmentbanking brachte die skrupellose Dynastie das Sys-tem 2008 zum Einsturz, der weltweit die Finanzmärkte erschütterte. Den Stoff bringt das a.gon-Ensemble spannungsreich auf die Bühne mit Gestalten aus Fleisch und Blut. „Intelligent, witzig, subtil, raffiniert ein fulminantes Theaterereignis“ so die Presse.

Anja Klawun faszinierte hier als geniale Päpstin und Hildegard. Nun gibt sie eine auf Nachwuchs fixierte Frau ab in einem Stück John von Düffels, einem der erfolgreichsten Theaterautoren, bekannt durch die Bestselller „Vom Wasser“ und „Houwelandt“. Paare bekommen immer später Kinder. Bleiben sie aus, florieren Fortpflanzungsmedizin oder Adoptionsbranche. Der euphorische Kinderwunsch endet bei Misserfolgen in Verzweiflung. Das Drama um Männlichkeit, Macht und Ohnmacht läuft an, tötet die Liebe. Von Düffel macht komödiantisch leicht die unter dem aktuellen Thema lauernden emotionalen Abgründe transparent. Das Projekt „Helden Zeugen“ endet verblüffend.
Daniel Kelmanns Thriller „Heilig Abend“ beendet das Abo-E. Sein Bestseller „Die Vermessung der Welt“ zählt zu den besten Nachkriegsromanen. An Heilig Abend sucht ein Ermittler, in einem Verhörraum eine Philosophieprofessorin, die ausspioniert wurde, von einem um Mitternacht mit ihrem Ex-Mann geplanten Terroranschlag abzuhalten. „High Noon“ lässt grüßen. Statt mit Waffen duelliert man sich mit Worten, um Mittenacht statt mittags. Er will den Anschlag verhindern, sie leugnet, er schlägt zurück. Wer gewinnt? Er oder sie, Big Brother oder die Freiheit des Geistes? „Etwas Besseres kann Theater kaum leisten“.

Bei Interesse an unseren ernsten ("E"), unterhaltenden ("U") oder musikalischen Abos, melden Sie sich bitte bei Frau Egger (Tel. 0821/4606-145, Fax: 4606-19120, E-Mail: kulturbuero@neusaess.de). Das Abo-Heft mit Details zu den einzelnen Stücken schicken wir Ihnen gerne zu. Sie finden es auch im Internet unter www.stadthalle-neusaess.de/Abonnement.
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Weiterveröffentlichungen:

Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.neusässer | Erschienen am 05.05.2018
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