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myheimat fragt nach: Sollten Gaffer härter bestraft werden?

"Gaffer" ist die Bezeichnung für Menschen, die an Unfallorten aus Neugier und Sensationslust stehen. Meistens filmen oder fotografieren sie das Unglück, leisten aber keine Hilfe. Zudem behindern sie oftmals Rettungswägen und Einsatzkräfte. Erst kürzlich behinderten Gaffer bei einem Busunglück mit 18 Toten und 30 Verletzten die Rettungskräfte. Aufgrund der zu schmalen und nur schleppend gebildeten Rettungsgasse konnten die Einsatzfahrzeuge nicht sofort zum Unfallort vordringen. Auf der Gegenfahrbahn kam es aufgrund der Gaffer fast zu weiteren Unfällen. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt kritisierte das Verhalten dieser Autofahrer und erwägt höhere Bußgelder und sogar eine Gefängnisstrafe. myheimat hat die Bürger gefragt, ob sie eine höhere Strafe für Gaffer angemessen und sinnvoll finden.

„Ja, auf jeden Fall, so wie in Österreich oder anderen Ländern. Vor allem Geldbußen bringen meiner Meinung nach viel, weil das den Leuten weh tut. Auch Infos vorher durch Sendungen im Fernsehen können präventiv wirken, wenn sie vor oder in der Hauptreisezeit ausgestrahlt werden. Themen könnten dann auch die Rettungsgasse sein."
Josef Mauerer, Königsbrunn

„Das ist wirklich schlimm! Ich habe es oft beobachtet und selber mitbekommen. Den Gaffern sollte man für ein paar Monate den Führerschein wegnehmen, nach mehreren Verstoßen dann ganz entziehen. Man muss bei so etwas hart durchgreifen, aber es wird sich wahrscheinlich sowieso nichts ändern, denn aufgrund der Gesetzeslage sind der Polizei die Hände gebunden.“
Solomon Köhler, Neusäß

„Neugier kann man nicht unterdrücken, härtere Strafen lösen das Grundproblem nicht. Man könnte einen Zaun gegen die neugierigen Blicke der Gaffer aufstellen.“
Nadine Mießl, Aichach

„Ja, irgendeine Art von Strafe bräuchte es schon. Eine Geldstrafe, Punkte in Flensburg oder Führerscheinentzug. Es geht schließlich um Menschenleben, härtere Strafen schrecken dann vielleicht auch in Zukunft Gaffer ab.“
Monika Rheinthaler, Augsburg

+++ neusäßer Stimmungsbarometer +++

„Es ist alles vor Ort, es gibt viele Einkaufsmöglichkeiten, auch gibt es viele Kindergartenplätze und tolle Spielplätze. Die Menschen hier sind sehr zivilisiert. Und obwohl es hier eher ländlich ist, ist man doch sehr stadtnah. Die Parkmöglichkeiten sind ausbaufähig. Allerdings gibt es kaum Angebote oder Treffpunkte für Jugendliche außer dem Stereoton. Beispielsweise ein Bauwagen oder etwas in der Art, für den die Jugendlichen selbst verantwortlich sind und sich selbst darum kümmern, wäre toll. Das wäre ein Treffpunkt für die Jugend."
Verena John, Ulli Jörg, Neusäß

„Ich komme hierher zum Arbeiten, ich schätze die gute Erreichbarkeit und die Anbindungen. Es gibt genügend Parkplätze und vergleichsweise viele Kindergartenplätze. Neusäß ist sehr kinder- und familienfreundlich."
Andrea Baumann, Neusäß
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Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.Neue Redaktionsformate | Erschienen am 05.08.2017
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