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In großen Schritten zur Meisterschaft

  Preisträger liefern hochgradiges Musikereignis
Früh übt sich, was ein Meister werden will. Dieses Sprichwort trifft auch für die Teilnehmer des alle zwei Jahre stattfindenden Stadtbergener Musikwettbewerbs zu. Nachdem eine hochkarätige Jury bestehend aus Wolfgang Scherer, Musiklehrer am Maria Stern Gymnasium, und Roberto Seidel, unter anderem Dirigent des Symphonieorchesters Stadtbergen, anhand von Wertungsspielen die diesjährigen Sieger ermittelt hatte, fand nun im Bürgersaal das Preisträgerkonzert statt.
Und auch dort zeigten die jungen Talente, dass sie sich der Meisterschaft in großen Schritten nähern. Wie etwa Elisabeth Fladerer, die mit ihrem Cellospiel den ersten Platz in der Altersstufe 1 (neun bis 13 Jahre) belegte. Mit erstaunlicher Fingerfertigkeit brachte die Siebtklässlerin des Augsburger St.-Anna-Gymnasiums Camille Saint-Saens zu Gehör. Kein Unbekannter mehr ist hingegen Benedikt Ottmann. Der ehemalige „Stephaner“, der inzwischen in Salzburg das Gymnasium besucht, wurde bereits mehrfach für seine Leistungen am Klavier ausgezeichnet. Im Bürgersaal begeisterte der 15-Jährige mit einem spannenden Wechsel an temperamentvollen Tastenritten und zarten Anschlägen. Zu den Einzelsiegern des Stadtbergener Kulturförderpreises gehört auch Franziska Strohmayr – ein „musikalisches Schwergewicht“, wie Kulturreferent Horst Brunner in seiner Anmoderation feststellte. Die begabte Violinistin besucht die K13 des St.-Stephan-Gymnasiums und möchte im Anschluss an ihr Abitur Geige oder Dirigat studieren. Mit dem ersten Satz des Violinkonzert Nr. 2, d-moll, von Henry Wienawsky hatte sie sich fürs Preisträgerkonzert ein Bravourstück ausgesucht, das sie kunstgerecht interpretierte.
Den ersten Platz in der Gruppenwertung belegten Lisa Dierig und Martina Fladerer. Sie hatten die Jury als Klarinetten-Duo überzeugt, können aber auch solistisch sehr gut spielen, wie sich im Bürgersaal zeigte.
Waren die Ohren der Zuhörer bisher auf Klassik ausgerichtet, mussten sie sich nun auf Popmusik mit rockigen Elementen umstellen. Es folgte nämlich der Auftritt der Band „b-flate“. Dahinter verbergen sich Alexander Lassner, Martin Bayer, Elias Würmeling, Fabian Gentner und Victor Struzina. Das Besondere: Die Newcomer präsentierten selbst geschriebene Stücke, die gut ankamen. Neben den Preisträgern boten weitere Musiker Einblicke in ihr Können. Gastauftritte hatten Ida König (Trompete), Amelie Ullmann (Violine), Erich Schweihofer (Klavier), Marianne Kamper (Klavier) und Elena Rachelis (Klavier).
Kulturreferent Horst Brunner und Jury-Assistentin Stefanie Pietsch führten durch den Abend. Im Publikum saß auch Bürgermeister Dr. Ludwig Fink, der im Anschluss an die musikalischen Darbietungen die Preisverleihung vornahm. „Ein solcher Wettbewerb kann junge Menschen voranbringen. Er stellt eine besondere Anforderung dar hinsichtlich Nervenstärke, Spielqualität und Anstrengungsbereitschaft. Auch ein Mehr an Gelassenheit – neudeutsch coolness – ist möglich“, sagte das Stadtoberhaupt und forderte die Mädchen und Buben auf, nicht zu resignieren, wenn einmal der Erfolg ausbleiben sollte.

Die Preisträger im Überblick

Einzelsieger Altersstufe 1 (neun bis 13 Jahre)
1. Elisabeth Fladerer (Cello)
2. Anne Christine Reh (Violine)
3. Jannis Grüneberg (Klavier)

Einzelsieger Altersstufe 2 (14 bis 17 Jahre)
1. Benedikt Ottmann (Klavier)
2. Ann-Kathrin Weigel (Blockflöte)
3. Alina Väth (Gitarre)

Einzelsieger Altersstufe 3 (18 bis 21 Jahre)
1. Franziska Strohmayr (Violine)
2. Martina Fladerer (Klarinette)
3. Keine Vergabe

Gruppensieger (neun bis 21 Jahre)
1. Lisa Dierig/Martina Fladerer (beide Klarinette)
2. Band „b-flate“
3. Joanna Meinelt (Harfe)/Anna-Maria Gschossmann (Harfe)/Ingo Meinelt (Percussion)
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Weiterveröffentlichungen:

myheimat-Stadtmagazin neusässer | Erschienen am 25.02.2009
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