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"Götterdämmerung" in Steppach - Einladung zum Tag des offenen Denkmals an den Bismarckturm

Auch in diesem Jahr bot die Stadt Neusäß allen Interessierten wieder einen eigenen Programmpunkt zum bundesweiten „Tag des offenen Denkmals“. Diesmal drehte sich alles um den Bismarckturm in Steppach, der sicher für so manchen noch einiges an Unbekanntem birgt. Auch sein Name ist eigentlich ein ganz anderer.

„Götterdämmerung“ heißt der Entwurf eines Turms, den der junge Eltviller Architekt Wilhelm Kreis bei einem Wettbewerb der Deutschen Studentenschaft einreicht und unter über 300 Arbeiten den ersten Preis gewinnt. Seine Skizze wird als Einheitsentwurf 47 Mal in ganz Deutschland zu Ehren des ersten deutschen Reichskanzlers umgesetzt werden, ein Mal auch in Steppach: sie ist die Vorlage für den Bismarckturm, dessen Grundsteinlegung 1901 erfolgt. Die Kosten von 50.000 Reichsmark werden von Teilen der Bürgerschaft finanziert. Die Einweihung des Turms erfolgt im Jahr 1905.

Er verkörpert par excellence das diesjährige Denkmaltag-Thema „Macht und Pracht“, wie es im damaligen Denken der Zeit verankert war. Bereits zu Lebzeiten wurde Bismarck als „Reichsgründer“ verehrt, später wurde ihm mit den monumentalen Erinnerungstürmen quer durch das ganze Land geradezu gehuldigt.

Seit seiner Renovierung und Neueröffnung 1983 ist der Turm auf der Steppacher Anhöhe ein beliebtes Ausflugsziel. Eigentümer des auf Neusässer Grund stehenden prächtigen Gebäudes ist die Stadt Augsburg. Ursprünglich war die Aussichtsplattform des Turms mit einer eisernen Flammenschale versehen. Nach dem II. Weltkrieg döste der 20 Meter hohe Turm lange Jahrzehnte verschlossen vor sich hin.  
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