Stadtkapelle Neusäß feiert ihr 30-jähriges Jubiläum

 

Auf die Bevölkerung und die Musiker wartet ein ereignisreiches Jahr!
Seit nunmehr 30 Jahren bereichert ein Blasorchester in der Stadt Neusäß das kulturelle Leben. Einem Aufruf in der Heimatstimme im März 1976 ist es zu verdanken, dass sich zur damali-gen Zeit 15 Musiker zusammengefunden haben, um gemeinsam zu musizieren. „Dass aus diesen Reihen auch heute noch zwei treue Musiker die Stadtkapelle unterstützen, erfüllt uns gerade anlässlich unseres Jubiläums mit großem Stolz“, so der 1. Vorstand des Vereins Franz Gumpp.

„Ute Musche am Horn und Erhard Heinz am Flügelhorn gehören nach wie vor zu den fleißigsten und zuverlässigsten Musikern in unsere Reihen“, ergänzt der Geschäftsführer Markus Donderer. Und er muss es ja wissen, da er gemeinsam mit Wolfgang Sohr die Beset-zungen für all die Auftritte während des Jahres regelt. Und da gibt es einiges zu tun, denn es müssen cirka 40 Auftritte pro Jahr organisiert werden und etwa 55 aktive Musiker ständig darüber informiert sein, damit für die Ständchen, Gottesdienste, Standkonzerte, Eröffnungs-feiern und dergleichen eine spielfähige Besetzung gesichert ist. Die beste Besetzung ist selbstverständlich bei den beiden Konzerten, im Frühjahr und im Herbst in der Stadthalle Neusäß zu sehen, wofür die Truppe vorher jeweils ein Probenwochenende einlegt. Zum Ver-ein gehören aber auch 90 passive Mitglieder, deren Einbindung der Vorstandschaft sehr wich-tig ist. So fungieren sie nicht nur als Förderer und Fans, sondern feiern gemeinsam mit den Aktiven beim Grillfest oder Vereinsabend. Aufgrund der seit einigen Jahren sehr aktiven Jugendarbeit der Stadtkapelle Neusäß e.V. begegnen sich inzwischen schon mehrere Genera-tionen und musizieren miteinander. So findet man nun beispielsweise die beiden Enkelkinder des Gründungsmitgliedes Erhard Heinz, Melanie und Oliver, in den Reihen der Musiker!

Nachdem zuletzt das 20-jährige Bestehen im Rahmen des Bezirksmusikfestes Bezirk 15 des Allgäu-Schwäbischen Musikbundes und auch das 25-jährige Jubiläum im Ortsteil Westheim mit Bierzelt und großem Rahmenprogramm gefeiert wurde, „möchten wir es in diesem Jahr nicht so groß aufziehen“, so Franz Gumpp, „sondern während des gesamten Jubeljahres in Neusäß und Umgebung präsent sein.“
Gumpp erklärt: „Wir wollen anlässlich unseres runden Geburtstages den Neusäßer Bürgern Dank sagen für all die Unterstützung in der Vergangenheit. Deshalb werden wir in den ver-schiedenen Ortsteilen Standkonzerte geben oder Gottesdienste gestalten. Angedacht ist auch, den ein oder anderen anschließenden Frühschoppen zu gestalten“.
Beginnen wird das Programm am 26. März 2006 mit der Gestaltung des Gottesdienstes um 10.30h in St. Raphael in Steppach. Knappe zwei Wochen später, nämlich am 8. April 2006 laden die Musiker dann zum Frühjahrskonzert in die Stadthalle Neusäß ein. Im Mai, Juni und Juli gibt es kaum ein Wochenende, an dem die Stadtkapelle nicht irgendwo in Neusäß oder Umgebung zu hören sein wird. Maifeiern, Fronleichnam, Pfarrfeste und vieles mehr werden von den Neusäßer Musikern gestaltet.

Den Höhepunkt, zumindest für die Musiker, stellt aber ein ganz anderes Ereignis dar. Die Stadtkapelle Neusäß wird mit etwa 40 teils jugendlichen Bläsern auf Einladung der deutsch-amerikanischen Clubs von Peekskill und Clark, New Jersey vom 06. bis 19. September 2006 für 13 Tage in die Vereinigten Staaten fliegen. Neben Auftritten bei Oktoberfesten der beiden Clubs wird die Teilnahme an der diesjährigen Steubenparade durch den New Yorker Stadtteil Manhattan das Highlight der Reise sein. Die Steubenparade, benannt nach dem deutschen General Friedrich Wilhelm von Steuben, der im nordamerikanischen Freiheitskrieg die ameri-kanischen Truppen gegen die englische Armee geführt hat, ist die größte Parade Deutsch-stämmiger in den USA und ein wichtiges Element der deutsch-amerikanischen Völkerver-ständigung. Die Reise führt die Musiker neben New York auch nach Toronto und an die be-rühmten Niagara – Wasserfälle.
Die Musiker sind sich einig, dass es eine große Ehre ist, unsere schwäbisch-bayerische Hei-mat in einer Weltstadt wie New York repräsentieren zu dürfen und warten bereits gespannt auf den Abflug. Doch bis dahin gibt es noch viel zu tun, insbesondere für den Reiseorganisa-tor Armin Schmid, der die letzten Wochen seine ganze Freizeit in die Klärung der Details gesteckt hat. Welche Ausrüstung an Schlagzeug braucht man vor Ort? Welche Einreisebedin-gungen gelten? Wie bringen wir unsere großen Instrument heil über den Teich? Wie versi-chern wir unser Equipment falls doch was passiert? All diese Fragen beschäftigen Schmid, der vor allem von Markus Donderer, dem Geschäftsführer, tatkräftig unterstütz wird.
Auch der musiklaische Leiter, Josef Basting, hat aber noch einige Sorgen. Entlang der legen-dären 5th Avenue in New York bei der Steubenparade zu marschieren ist wahrlich eine große Ehre aber auch Verpflichtung. Man wird die Stadtkapelle noch so manchen Abend im Som-mer durch die 5th Avenue der Stadt Neusäß, die Remboldstraße marschieren sehen, begleitet von Rufen, wie „Achtet doch endlich mal auf die Reihen“, oder „Soll das vielleicht gerade sein“.

Abrunden will man das Jahr mit einem Festakt und einem anschließenden Festkonzert in der Heimat, in der Stadthalle Neusäß, zu dem sich dann hoffentlich alle begeisterten Anhänger der Blasmusik einfinden werden.
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