Anzeige

24-Stunden-Übung der Jugendfeuerwehren Hammel und Aystetten

  24-Stunden-Übung der Jugendfeuerwehren Hammel und Aystetten

Am vergangenen Wochenende (21./22.07.18) fand die gemeinsame 24-Stunden-Übung der Jugendfeuerwehren Hammel und Aystetten statt. In diesen 24 Stunden wurden die Jugendlichen zu Einsätzen gerufen, die vorher von Jugendwarten und anderen aktiven Feuerwehrleuten inszeniert wurden. Um die Übungen so realistisch wie möglich zu halten, erwartete den Trainees ein breit gefächertes Einsatzspektrum, das von Fehlalarmen bis zu Gebäudebränden reichte. Der erste Einsatz ließ nicht lange auf sich warten: 19:51 Uhr: Die Einsatzmeldung lautete: „Gebäudebrand im ersten Obergeschoss vom Schloss Hammel, eine Person vermisst.“ Die Jugendlichen zogen rasch ihre Einsatzkleidung an und stiegen in die vorher zugewiesenen Fahrzeuge. Die Jugendwarte hatten bereits im Voraus eine Nebelmaschine in das Gebäude gestellt, um die Einsatzübung so realistisch wie möglich zu gestalten. Die Aufgaben waren klar verteilt: Ein Trupp, der immer aus zwei Leuten besteht, sucht die Person und löscht das Feuer. Währenddessen kümmern sich die weiteren Trupps um die Wasserversorgung und die Verkehrsabsicherung. Die Aystetter Jugendfeuerwehr unterstützte die Kollegen aus Hammel bei der Brandbekämpfung und Wasserversorgung. Nach kurzer Zeit fanden die Jugendlichen die vermisste Person, die in diesem Fall eine Puppe war und retteten sie über den Treppenaufgang. Parallel bezogen Jugendfeuerwehrleute der Feuerwehr Aystetten Stellung, um das angrenzende Gebäude zu schützen. Anschließend gab der Einsatzleiter die Meldung ‘‘Übungsende“ an die Jugendlichen weiter. Die Dämmerung setzte ein und die Jugendlichen durften nach den aufregenden Einsätzen zum Ausgleich Tischtennis oder Fußball spielen. Plötzlich erreichte der nächste Übungseinsatz die Jugendfeuerwehrleute. 22:42 Uhr Die Einsatzmeldung lautete: „Brand am Wertstoffhof“. Bereits bei der Einsatzfahrt mutmaßten die Jugendfeuerwehrleute, welches Übungsszenario sich ihnen dieses Mal darbot. Um eine kleinere Lagerhalle brannten zwei Holzhaufen. Schnell begann die Hammler Jugendfeuerwehr gemeinsam mit ihren Kameraden aus Aystetten die Brandbekämpfung einzuleiten, um ein Übergreifen möglichst rasch zu verhindern. Um das Gebäude zu schützen, bauten die Feuerwehranwärter jeweils ein ‘‘Hydroschild“ auf. Dieses Einsatzmittel erzeugt eine Wasserwand, die die Form eines Halbkreises hat und einen Bereich von etwa 24 Meter in die Breite und 6 Meter in die Höhe abdeckt. Nach erfolgreichem Löschen der Holzhäufen konnten die Jugendlichen an die Einsatzleitung die Meldung geben: „Feuer aus“. Die Jugendlichen kamen zur Ruhe und sahen sich gemeinsam einen Film an. Plötzlich ertönte der Einsatzton und der Film musste warten. 23:51 Uhr: Die Einsatzmeldung lautete: „Vermisste Person“. Bei der Anfahrt bekamen wir von der Übungsleitstelle per Funk mitgeteilt, dass die Person nach Hause zurückgekehrt ist. Geschafft von dem langen Tag gingen die Jugendlichen schlafen. Der nächste Übungseinsatz erreichte die Jugendfeuerwehr noch vor dem Frühstück. 8:34 Uhr: Vermisste Person lautete das Einsatzstichwort. Das Übungsszenario spielte sich am Aystetter Wertstoffhof ab. Mittels Wärmebildkamera suchte ein Trupp der Feuerwehr Aystetten die Umgebung ab. Währenddessen bildeten die restlichen Jugendfeuerwehrleute eine Suchkette und liefen das Gebiet ab. Nach kurzer Zeit meldetet sich ein Trupp „Person gefunden, nicht ansprechbar“ Die Person wurde mit einer Übungspuppe dargestellt und konnte patientengerecht mithilfe einer Trage dem Rettungsdienst übergeben werden. 10:04 Uhr: Der Alarmton ertönte und die Jugendlichen bekamen die Einsatzinformationen: „Verkehrsunfall – 4 Verletzte –2 Fahrzeuge beteiligt. Der letzte Übungseinsatz forderte die Jugendlichen nochmals heraus. Bereits beim Eintreffen wurden die Feuerwehrleute von aufgeregten Beteiligten und Schaulustigen empfangen. Nach einer Priorisierung der Verletzungen der Unfallbeteiligten, die durch die Führungskräfte erfolgte, konnten die Einsatzbefehle an die Feuerwehranwärter weiter gegeben werden. Zuerst wurden die Autos gegen Wegrollen oder Umkippen gesichert. Anschließend konnte mit der Rettung begonnen werden in der Zwischen Zeit bereitetete ein Trupp eine Patientensammelstelle vor und ein weiterer Trupp betreute die Unfallbeteiligten, die unverletzt waren. Nach dem Befreien konnten die Verletzen an Feuerwehrleute übergeben werden, die die geschminkten Wunden versorgten so dass der Übungseinsatz konnte beendet werden. Anschließend grillten die Organisatoren und Jugendlichen gemeinsam. Danach wurden die Einsatzfahrzeuge und die Ausrüstung gereinigt und geprüft. Ein Dank geht an alle Organisatoren und Helfer, die dieses Wochenende zu einem Highlight für die Jugendlichen machten. 

Bild und Text Manuel Crantz
2
Diesen Mitgliedern gefällt das:

Weiterveröffentlichungen:

Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.neusässer | Erschienen am 04.08.2018
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.