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Aktionsbündnis Karniner Brücke zu Gast in Halle und Leipzig

Hubbrücke Karnin
Ahlbeck Grenze: Insel Usedom | Am Freitag, den 8. Oktober 2010 waren Vertreter des Aktionsbündnisses Karniner Brücke in Halle und Leipzig um für den Wiederaufbau der Bahnstrecke Ducherow-Swinemünde zu werben.
Mit einem maßstabsgerechten Modell der Karniner Brücke wurde für eine schnelle Fernverkehrsverbindung von beiden Städten nach Usedom geworben. Um 11.30 Uhr empfing Halles Oberbürgermeisterin Dagmar Szabados das Aktionsbündnis. Gemeinsam wurde für eine schnelle Verbindung zwischen Halle und der Insel Usedom geworben mit dem Ziel: Halle-Usedom in 3 Stunden.

Am Nachmittag empfing der Leipziger OB Burkhard Jung das Aktionsbündnis, um gleichfalls für den Wiederaufbau zu werben.

Die Städtetour wurde vom Usedomer Tourismusverband begleitet.

Im Jahre 1992 stand die Bahnlinie Wolgast-Seebad Ahlbeck vor der Stilllegung. Jährlich nutzten nur noch 200 000 Reisende diese Verbindung. Nachdem 1994 die Usedomer Bäderbahn GmbH gegründet wurde, ging es wieder aufwärts. Zuerst wurde im Jahre 1997 die Strecke von Seebad Ahlbeck bis zur Grenze verlängert. Neue Haltepunkte entstanden und eine Sanierung der heruntergekommenen Strecke erfolgte. 1996 wurde eine neue Klappbrücke in Wolgast ihrer Bestimmung übergeben. So konnte im Jahre 2000 der Lückenschluss erfolgen. Heute fahren die modernen Triebwagen der UBB von Swinemünde bis nach Stralsund und Barth. Vor 2 Jahren wurde die langersehnte Verlängerung von Ahlbeck Grenze nach Swinemünde in Betrieb genommen. 2012 soll der Flughafen Garz/Heringsdorf angeschlossen werden. In den Sommermonaten sind die Strassen der Insel hoffnungslos verstopft. Es muss dringend eine alternative Lösung gefunden werden. Die Stadt Swinemünde will den Hafen ausbauen, so wäre auch Güterverkehr möglich. Käme die Bahn nicht, würden die LKW über Usedoms Strassen rollen.
Der gesamte Wiederaufbau würde ca. 140 Mio. € kosten. Geld, dass besser angelegt wäre als bei Stuttgart 21 !!!

Bis 1945 existierte die Bahnlinie von Ducherow nach Heringsdorf. Im April 1945 wurden Teile der Karniner Brücke von der Wehrmacht gesprengt. Wegen Reparationsleistungen und der neuen Grenzziehung zu Polen wurde die Strecke 1948 abgebaut. Damals brauchte man von Berlin nach Heringsdorf nur 2 Stunden Fahrzeit. Bestrebungen, die Strecke zu reaktivieren, gab es auch zu DDR-Zeiten.
Einige Fotos vom Aufbau Ahlbeck Grenze-Swinemünde habe ich beigefügt.
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6 Kommentare
Günther Jikeli
Günther Jikeli | 11.10.2010 | 14:43  
D-ROLF
D-ROLF | 12.10.2010 | 18:11  
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Wolfgang Gerstner aus Naumburg (Saale) | 13.10.2010 | 14:12  
Friedrich Voßberg
Friedrich Voßberg | 14.10.2010 | 16:33  
Werner Klingbiel
Werner Klingbiel | 10.11.2010 | 15:17  
D-ROLF
D-ROLF | 10.11.2010 | 17:55  
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