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On the boat again - mit der Naumburger Band "Nicely Out Of Tune" auf einem Bodenseedampfer

  Drei Tage Urlaub am Bodensee, bei bestem Wetter, mit dem Campingmobil? Das hört sich nach einem Gewinn in einem Preisausschreiben an. Und so fühlte sich die Naumburger Band "Nicely Out Of Tune" auch, als sie erfuhren, dass sie auf einem Bodenseedampfer für die englische Fahrradfirma Raleigh Uk spielen würden. Die wollten im Rahmen der Eurobike, der größten Fahrradmesse Europas, ihre internationalen Geschäftspartner zu einer abendlichen Fahrt auf der MS Lindau laden. Und da die englische Band nicht vollzählig anreisen konnte, wurden unsere drei Naumburger, Jürgen Perl (sax/g), Michael Jo Joachim (dr) und Ralph Steinmeyer (g/b) engagiert.

Letzterer hat als Fahrradhändler mit der deutschen Abteilung von Raleigh zu tun. Und da man aufgrund der langjährigen Zusammenarbeit einen sehr persönlichen Kontakt hegt, kam diese musikalische Zusammenarbeit zustande. Der Vertrag wurde ins Englische übersetzt und eine Gage gefunden, die die relativ hohen Spesen abdeckte. Da zur Eurobike alle Hotelzimmer ausgebucht, zudem das gesamte Equipment der Band an den Bodensee transportiert werden musste, buchte man für die Tage ein Campingmobil bei der Naumburger Firma Caravan Rossol, die die Gruppe mit einem preislichen Sonderangebot unterstützte.

Und dann kamen die drei tollen Tage Anfang September. Gefrühstückt wurde immer in einem netten Cafe in Meersburg, geschlafen auf einem ruhigen Parkplatz in Immenstaad und gearbeitet in Friedrichshafen. Am ersten Tag ging es auf die Fahrrad-Messe, schon am Abend vorher hatten die drei den Camper direkt an eine der Hallen geparkt. Morgens gegen 8.00 Uhr waren dann auch alle Zufahrtsstraßen zu. Ralph traf seine Geschäftspartner, während Messe Newcomer Jo und Jürgen jede Menge Räder ausprobierten, nach dem Motto "je exotischer, desto will ich". Am Giant Stand traf man den Gründer und Präsident der größten Fahrradfabrik der Welt, den 78 jährigen King Liu. Ralph hatte ihn vor vier Jahren schon auf seiner Taiwan Reise kennen gelernt. Und natürlich Auftraggeber Gerry Appleton, International Sales Executive bei Raleigh UK, mit ihm wurden Details für den Auftritt am folgenden Tag abgeklärt.
Am zweiten Tag gegen 16.00 Uhr war es dann soweit: Die MS Lindau musste vor der eigentlichen Fahrt noch auf die Schweizer Seite übersetzen. Schnell wurden die Instrumente und die Anlage eingeladen - auf der Rückfahrt war dann Zeit genug für Aufbau und Soundcheck. Die wäre sonst knapp geworden, da die Gäste von Raleigh mit mehreren Bussen zeitversetzt wenig später eintrafen. Auch die Catering Firma arbeitete unter Hochdruck, um das Buffet auf zu bauen.

Dann legte das moderne Fahrgastschiff und 150 Personen an Bord Richtung Lindau ab. Die Band begann ihr Programm mit Bossa Nova Stücken - alle Ansagen und Moderationen mussten auf englisch gemacht werden, da höchstens zehn der Gäste deutschsprachig waren. In Bregenz gingen fast alle auf Sightseeing Tour und nach vier Stunden und über dreißig Liedern legte man wieder in Friedrichshafen an, gleich neben der MS Graf Zeppelin. Dort spielte eine Rockband auf dem oberen Deck. Eine deutsche Fahrradfirma hatte dort seine Kunden geladen.

Am dritten Tag folgten noch Exkursionen nach Konstanz, Insel Reichenau und Radolfzell mit lecker Essen und: jede Menge Begegnungen mit netten Leuten. Ob im Cafe, beim Metzger, bei Straßenmusik - egal wo, immer war Zeit für einen kleinen Plausch. Am späten Nachmittag die Rückfahrt nach Naumburg. Dort gegen Mitternacht herrschten Temperaturen wie im Kühlschrank. Ein wenig Vertreibung aus dem Paradies gehört irgendwie immer dazu.
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1 Kommentar
Sigrun Weber
Sigrun Weber | 08.09.2010 | 11:57  
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